Auch wenn die Optik nicht so perfekt ist, geschmacklich ist diese Torte auf jeden Fall eine Empfehlung. Sehr erfrischend und intensiv zitronig - genau richtig für den Sommer!
Lesedauer 3 Minuten

Noch ist’s Sommer, auch wenn die Nächte derzeit durchaus schon ziemlich frisch sein können. Zumindest dann, wenn man wie ich momentan nur ein Laken als Bettdecke verwendet. Da wird’s einem nachts durchaus fast herbstlich zumute. Aber tagsüber pendeln die Temperaturen derzeit zwischen Hochsommer und Altweibersommer – warm genug, um eine erfrischende Zitronen-Joghurt-Torte ohne backen auszuprobieren.

Eigentlich wollte ich sie schon seit ein paar Wochen machen, aber jedesmal, wenn ich die Zutaten zuhause hatte, insbesondere die Zitronenwaffeln für den Waffelboden, dann überfiel mich oder Frollein Tochter auf einmal so eine Wahnsinnsgier auf diese zitronigen Knusperdinger, sodass ruckzuck die Hauptzutat für den Keksboden aus Zitronenwaffeln eben wieder nicht vorhanden war. Dieses Wochenende hatte ich aber ein gutes Versteck für die Dinger und ich hatte mich gut genug im Griff, dass ich der Versuchung widerstehen konnte.

Also „buk“ ich ein kleines Zitronentörtchen im Kühlschrank. das zwar optisch kein Meisterwerk wurde und dessen vertuschende Dekoration dann auch noch von ein paar windigen Vorboten eines Gewitters davongeweht wurde. Aber geschmeckt hat’s und das ist ja wohl die Hauptsache. Wer schöne Törtchen will, kann ja auch zum Konditor gehen und wer schöne Fotos von Törtchen anschauen möchte, kann das in einem Kochbuch tun. Hier geht’s schließlich um das wahre Leben!

Bevor ich aber jetzt noch eine Weile um den heißen Brei rumrede, liefere ich jetzt lieber gleich das Rezept.

Zutaten

  • 250 g Zitronenwaffeln
  • 60 g weiche gesalzene Butter
  • 600 g Naturjoghurt
  • 300 g Schlagsahne
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • Saft von 1 Zitrone
  • 2 EL Zitronenzucker (alternativ normaler Haushaltszucker, nach Geschmack auch mehr)
  • 9 Blatt Gelatine
  • Kuchenform mit ca. 18-20 cm Durchmesser
  • Tortenring (ich fand meinen nicht, deswegen sieht mein Törtchen am Rand „lustig“ aus)

Zubereitung

Die Zitronenwaffeln zerbröseln. Ich hatte 4 Päckchen à 65 g und es blieben 3-4 Waffeln übrig. Die habe ich zur Seite getan, um sie später zerbröselt auf die Torte als Deko zu streuen. Muss man nicht, aber kann man machen. Zu den zerbröselten Waffeln die weiche Butter geben und per Hand alles kurz durchkneten und anschlließend in der mit Backpapier ausgelegten Springform den Boden damit basteln. Die Waffel-Butter-Masse dazu gleichmäßig verteilen und gut festdrücken. Anschließend kommt das Ganze in den Kühlschrank und darf dort fest werden.

Die Blattgelatine in kaltem Wasser ca. 5-7 Minuten einweichen. Zwischenzeitlich den Joghurt mit dem Zitronensaft und dem Zitronenzucker vermengen. Sobald die Blattgelatine eingeweicht ist, ausdrücken und in einem Topf bei geringer Wärmezufuhr und unter ständigem Rühren auflösen. Dazu löffelweise die Joghurtmasse geben und stets weiterrühren. Diese Masse wird nicht richtig erwärmt, sondern ist maximal handwarm. Den Topf mit der Joghurt-Gelatine-Masse kurz stehen lassen und in der Zwischenzeit die Schlagsahne mit dem Päckchen Sahnesteif aufschlagen, bis die Sahne gut fest ist. Diese wird dann unter die Joghurtmasse gehoben.

Die Springform mit dem mittlerweile fest gewordenen Waffelboden aus dem Kühlschrank nehmen. Normalerweise wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, einen Tortenring um den Boden zu legen, sofern man einen hat bzw. findet. Ich habe einfach noch von einer baugleichen Kuchenform einen weiteren Ring darübergelegt, sodass die Höhe ausreichend für die Joghurt-Sahne-Masse war. Genau diese wird nämlich jetzt eingefüllt und gleichmäßig verteilt. Dann geht das Törtchen für ca. 90 Minuten in den Kühlschrank.

Danach dürfte die Masse gut gekühlt und fest geworden sein. Vorsichtig aus dem Tortenring lösen und nach Belieben die Oberfläche noch ein wenig dekorieren. Ich habe dazu die restlichen 3-4 zerbröselten Waffeln verwendet und einige Blättchen Minze und Zitronenmelisse aus eigenem Anbau. Genau diese Blättchen hat mir dann aber der Wind von der Torte gepustet – das ging ruckzuck und ich konnte nur noch staunen. Zumal das drapieren der Miniblätter wesentlich länger gedauert hatte. Aber man kann dieses erfrischende Törtchen auch mit Beeren, Zitronenzesten , gehackten Mandeln oder geraspelter weißer Schokolade dekorieren, je nach Lust und Laune.

Wie bereits erwähnt: geschmeckt hat sie uns wirklich gut, nur Frollein Tochter mokierte sich über zu wenig Zucker in der Joghurtmasse. Ich hingegen fand die Zuckermenge genau richtig.

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