Osterbrot mit wenig Hefe und Übernachtgare
Selbstgepflückte Blümchen vom Balkon dekorieren das Osterfrühstück mit dem leckeren Osterbrot aus Vollkornmehl. Auch wenn die etwas dunklen Stellen nicht ganz der EU-Norm entsprechen, war das Osterbrot doch ein echter Genuss und innerhalb einer Stunde verschwunden. Das geht hier immer ruckzuck...

Traditionell betrachtet ist ja Ostern der Zeitpunkt, um mit dem Fasten zu brechen und ab da auch wieder Gebackenes, Gesottenes und bestimmt auch Gezuckertes zu sich nehmen zu dürfen. Jetzt sind wir diesbezüglich nicht so sehr der Tradition verpflichtet, sondern eher dem Genuss und von daher habe ich schonmal vorgebacken und ein sehr leckeres Rezept für Osterbrot getestet. Normalerweise wird es mit hellem Weizenmehl Type 550 gebacken, ich jedoch habe mich für die Vollkornvariante entschlossen, damit dieses leckere Gebäck wenigstens einigermaßen „gesund“ ist – ihr wisst, was ich meine. Entsprechend ist auch die Flüssigkeitsmenge im Rezept auf Vollkorn ausgelegt. Bei hellem Weizenmehl einfach die Zugabe von Flüssigkeit etwas verringern, da muss man nach Gefühl arbeiten…

Ideal um Reste aus der Weihnachtsbäckerei zu verwerten

Ich selbst mag gerne Orangeat, Zitronat, Rosinen, Sultaninen etc. im Gebäck, aber nicht im Käsekuchen (Rosinen!), deswegen habe ich das Rezept entsprechend ausgelegt. Wer eine der Zutaten nicht so gerne mag, kann diese natürlich durch mengenmäßige Umverteilung auf die anderen Trocken- oder kandierten Früchte weglassen. Die Verwendung der genannten Früchte in getrockneter und kandierter Form entspricht ebenfalls der Tradition, da man sich hiervon ein fruchtbares Jahr versprach. Ich sehe es vor allem pragmatisch: zum einen mag ich diese Zutaten und zum anderen werden dann die Reste der Weihnachtsbäckerei endgültig verbraucht. Den Sommer über gibt es ja genügend andere Früchte, die man verarbeiten kann.

Vollkornmehl, wenig Hefe und lange Teigführung

Osterbrot mit Puderzucker - hier gibt es ein Rezept für die Variante mit wenig Hefe
Auch wenn es ein wenig dunkel aussieht, verbrannt hat es nicht geschmeckt. Wohl aber wäre der Bräunungsgrad nicht mehr nach der EU-Norm, aber das juckt uns ja privat (bislang noch) nicht.

Außerdem habe ich das Teigrezept mit langer Teigführung und reduzierter Hefemenge gestaltet, so dass man das Osterbrot schon am Abend vorbereiten kann, bevor es anderntags zum Frühstück oder Brunch aufgetischt wird. Die lange Teigführung macht das Brot auch insgesamt bekömmlicher.

Aber jetzt genug um den kalten Teig geschwafelt, hier kommt das Rezept:

Zutaten für das Osterbrot aus Vollkornmehl

Vorteig

  • 120 g Weizenvollkornmehl
  • 100 g Vollmilch
  • 8 g Frischhefe
  • 5 g Zucker

Hauptteig

  • 280 g Weizenvollkornmehl
  • 40 g Wasser
  • 120 g Butter
  • 50 g Zitronenzucker (alternativ normaler Haushaltszucker)
  • 2 Eier
  • 4 g Meersalz
  • 6 g abgeriebene Zitronenschale
  • 130 g Sultaninen
  • 120 g gemahlene Mandeln (alternativ gehackte Mandeln, wer’s gerne kerniger mag)
  • 120 g Zitronat und Orangeat gemischt

7 KOMMENTARE

  1. Das sieht sehr köstlich aus. Was aber bitte ist eine lange Teigführung?
    Ich gebe zu selten zu backen, aber das habe ich noch nie gehört.

    Das Rezept könnte selbst ich glatt nachbacken.
    Alles Liebe
    Katja

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