So langsam wird es allerhöchste Zeit, sich um die Urlaubsplanung zu kümmern. Ein Land, was für meine Begriffe ein wirklich vielseitiges Angebot hat, egal ob ein Strandurlaub geplant ist, ein Wanderurlaub oder vielleicht einfach eine Städtereise mit Schwerpunkten auf Kultur und Kulinarik – Frankreich hat diesbezüglich einiges zu bieten. Auch wenn sich das Vorurteil hartnäckig hält, dass man in Frankreich unbedingt der Landessprache mächtig sein müsse, um sich verständigen zu können – nein, muss man nicht unbedingt, kann ich nämlich auch so gut wie gar nicht. Je nach Gebiet kommt man auch bestens mit Englisch oder im grenznahen Elsass zum Beispiel mit Deutsch hervorragend durch.

Mein Tipp vorneweg: wer es sich zeitlich leisten kann, sollte den Sommerurlaub in Frankreich auf den Spätsommer ab ca. 1. September legen. Dann nämlich müssen die französischen Schulkinder alle wieder die Schulbank drücken und deren Eltern tummeln sich dann ebenfalls nicht mehr an den touristischen Anziehungspunkten. Das Wetter ist noch bombastisch, wohingegen die Preise für Unterkünfte teilweise schon spürbar reduziert sind.

Wild, rau und wunderschön – die Bretagne

Auch wenn es mittlerweile schon wieder etwas zu lange her ist, seit ich dort war, so ist die Bretagne und hier ganz besonders das Département Finistère ein wunderschöner Platz, um sich von den Strapazen des Alltags zu erholen. Hier gibt es so einiges zu entdecken, nicht nur die schöne, zerklüftete Atlantikküste, sondern auch geheimnisvoll anmutende kleine Dörfer, die einen mit ihren steinernen Häusern, den bretonischen Straßen- und Ortsnamen und den mystisch wirkenden kleinen Kirchen sofort in eine andere Welt entführen.

Sehenswert: der Schiffsfriedhof von Camaret-sur-Mer

Unterkünfte in der Bretagne

Als Unterkunft empfiehlt es sich, entweder eine Ferienwohnung bzw. ein Ferienhaus zu nehmen und von dort aus die Gegend zu erkunden oder aber, wie wir es vor ein paar Jahren gemacht haben, auf einem gut ausgestatteten Campingplatz mit Mobile Homes zu logieren. Letzteres ist ideal, wenn Kinder mitreisen, die sehr viel Spaß in einer gut geführten Anlage haben können. Wer unsere Erfahrungen dazu lesen möchte, klickt hier (Link funktioniert nur im Originalbeitrag).

Schlemmen am Atlantik

In Sachen Kulinarik kommen in der Bretagne vor allem Liebhaber von Krusten- und Schalentieren voll auf ihre Kosten, kann man hier doch fast in jedem Küstenort fangfrisches Meeresgetier, Muscheln, Meerschnecken und natürlich auch Austern essen. Je nachdem in welchem Lokal man landet, werden die Meeresfrüchteplatten immer wieder anders, aber jedesmal opulent und pittoresk angerichtet. Alleine das lohnt sich schon, ganz zu schweigen vom Genuss.

Wer gerne wissen möchte, wo wir in der Bretagne, speziell im Finistère, gut gegessen haben, der findet hier mehr Informationen (Link funktioniert nur im Originalbeitrag)

Südfrankreich

Côte d’Azur

Wer sich mehr nach zuverlässig warmen Temperaturen sehnt, nach dem leichten, süßen Leben lechzt, für den dürfte Südfrankreich die richtige Wahl sein. Speziell die Côte d’Azur mit bekannten Städten wie Saint Tropez, Cannes oder Nizza bietet einiges, um einfach nur das Leben zu genießen. Dabei muss man aber keineswegs Multimillionär sein und eine Luxusyacht in einer der Marinas liegen haben, sondern auch für Normalsterbliche hat dieser Küstenstreifen seinen Reiz.

Preiswertes Stadthotel in Nizza

Mitten in der Stadt, unweit des schönen Bahnhofs von Nizza haben wir in dem Boutique-Hotel Villa Bougainville übernachtet, dass ideal ist, um die Stadt zu Fuß zu erkunden. Außerdem ist es preisgünstig sowie sehr originell bzw. instagrammable eingerichtet. Wer mit dem Zug anreist, was übrigens absolut problemlos geht, der ist in 5 Minuten im Hotel und wenn es direkt weitergehen soll, auch schon in 20 Minuten am azurblauen Strand von Nizza – zu Fuß. Ebenfalls gut ist die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel wie Bus & Straßenbahn. Perfekt, wenn man ohne Auto unterwegs ist.

Museen, die man in Nizza besuchen sollte

In Nizza selbst gibt es so viel zu entdecken. Nicht nur das mondäne Leben wie man es aus Hollywoodfilmen der 60er Jahre kennt, sondern eben auch kulinarisch und kulturell. Für Kunstinteressierte lohnt sich ein Besuch des MUSÉE NATIONAL MARC CHAGALL sowie des MUSÉE MATISSE, beide auf den Hügeln oberhalb Nizzas gelegen mit einem wunderbaren Blick über die Stadt. Am besten legt man sich den Besuch der beiden Museen auf einen Tag, außer Dienstag, und zahlt dann derzeit 10 Euro regulär Eintritt für städtische Museen, die innerhalb von 24 Stunden zu besuchen sind. Mehr Informationen gibt es hier (Link funktioniert nur im Originalbeitrag).

Im M.A.M.A.C. in Nizza bei einer temporären StreetArt Ausstellung

Ebenfalls empfehlenswert ist das MUSÉE D’ART MODERNE ET D’ART CONTEMPORAIN M.A.M.A.C, welches sich im Acropolis Viertel in der Innenstadt Nizzas befindet. Hier ist Montag Ruhetag, was bei einer Routenplanung zu berücksichtigen ist. Übrigens kommt man mit dem FrenchRivieraPass gratis in die städtischen Museen und auch sonst beinhaltet dieser Pass jede Menge Gratisleistungen sowie Ermäßigungen. Wer die Stadt aktiv erkunden möchte, sollte sich das Angebot des FrenchRivieraPass auf jeden Fall anschauen.

Einen kleinen Überblick darüber, was wir speziell in Nizza gemacht haben, findet man hier (Link funktioniert nur im Originalbeitrag).

Abenteuerlich und lebendig: Marseille

Marseille als älteste Stadt Frankreichs hat sich bis heute eine Aura von Abenteuer, romantischer Seefahrt und Verwegenheit bewahrt – so zumindest mein Empfinden. Diese Stadt sprudelt nur so vor Lebhaftigkeit, alles wirkt authentisch, nichts hat den Anschein, nur für den Tourismus konserviert worden zu sein.

Auch hier kommen Liebhaber von Kunst, Kultur und Kulinarik ganz besonders auf ihre Kosten. Wir hatten leider nur einen Tag Zeit in Marseille, viel zu kurz für diese sprudelnde Stadt, aber unsere Eindrücke kann man hier nachlesen (Link funktioniert nur im Originalbeitrag). Wir haben uns jedenfalls vorgenommen, unbedingt nochmal nach Marseille zu fahren, dann jedoch mit mehr Zeit im Gepäck.

Und weil Frankreich so viele tolle Reiseziele für den Urlaub bietet, werde ich demnächst auf jeden Fall eine Fortsetzung schreiben. Wer also noch ein wenig Inspiration sucht, sollte hier auf jeden Fall wieder reinschauen oder diesen Blog ganz einfach über einen Kanal der eigenen Wahl abonnieren!

11 KOMMENTARE

  1. Ich liebe Frankreich. Leider bin ich der Sprache nicht mehr so mächtig, aber das kann aufgefrischt werden. Warum nicht direkt in dem Land? Von uns aus ist es nicht mal weit bis in den Elsass, aber trotzdem war ich lange nicht dort. Jetzt habe ich wieder richtig Lust drauf. Danke dafür.

    Lieben Gruß, Bea.

  2. Frankreich steht auch noch auf meinem/unserem Reiseplan. Vor kurzem habe ich mit meinem Verlobten darüber geredet. Bevor wir aber ans Reisen denken, muss das Baby erst mal etwas größer werden 🙂

    Liebe Grüße
    Fio

    • Als mein Baby noch ein Baby war, bin ich auch nicht so viel verreist, eher nur so Tagesausflüge oder übers Wochenende, damit man schnell wieder daheim sein kann. Für mein Empfinden braucht ein Baby auch noch keine riesigen Reisen und für mich persönlich wäre der damit verbundene Stress zu groß gewesen.

  3. Hey, ich war schon öfter in Frankreich im Urlaub und fand es immer wieder toll. 🙂 Ich selbst spreche fließend französisch, daher macht mir die Sprach-Barriere nichts aus. Frankreich hat einfach soo viel zu bieten!
    Liebe Grüße,
    Marie

  4. Mit diesem Beitrag hast du bei mir als Frankreichfan natürlich genau ins Schwarze getroffen. Marseille und Nizza fand ich toll und hab auch darüber auf meinem Blog geschrieben. In der Bretagne war ich leider noch nie, steht aber definitiv auf meiner Liste.
    Ein wirklich schöner Beitrag! Konnte mich direkt wieder in mein Lieblingsland träumen.
    Danke dir dafür!
    Viele liebe Grüße
    Julie

  5. Hallo, nach einer dreijährigen Pause geht es dieses Jahr für uns wieder nach Südfrankreich. Ich freue mich schon, den Campingplatz Les Sablons und die Gegend mit Hund zu erkunden.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

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