Lesedauer 3 Minuten

Immer häufiger stelle ich fest, dass mehr und mehr Menschen anfangen, sich so langsam Gedanken darüber zu machen, wie sie ihr Leben ressourcenschonender gestalten können. Dazu gehört zum einen, nicht über die Maßen Ressourcen zu verschwenden – ich sage nur Lebensmitteleinkauf während man einen leeren Magen hat – zum anderen gehört sicherlich auch dazu, sich in der nächsten Stufe zu fragen, wo kann ich was noch besser machen!?

Etwas langsamer, bitte

Es ist in der Tat ein Schritt zurück, ein „back to the roots“, der diesem Lifestyle à la „nach mir die Sintflut“ Einhalt gebieten könnte. Menschen, die Nachkommen in die Welt gesetzt haben, möchten in den allermeisten Fällen, dass es eben jenen in Zukunft gut gehen sollte. Dass dies bei der derzeitigen Entwicklung eher fraglich ist, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein und wird wohl nur noch von notorisch Unverbesserlichen negiert.

Natürlich weiß auch ich nicht, ob es global gesehen etwas nützt, wenn ich zukünftig so weit wie möglich auf Plastik verzichte, lieber die Bahn statt Auto und Flugzeug nehme, hauptsächlich auf regionale und saisonale Küche setze, mich nicht jede Saison komplett neu einkleide und vieles lieber repariere, upcycle oder modernisiere, um es einfach weiterzunutzen.

Klar treibt das nicht unbedingt den Konsum an und trägt damit wenig zur Erhöhung des Bruttosozialproduktes bei. Aber, mal ganz ehrlich, ist es eigentlich sinnvoll und erstrebenswert, rund um die Uhr zu malochen, nur damit man sich all diese Dinge leisten kann, die für ein paar Monate angesagt sein sollen!? Und wenn jeder seinen kleinen Beitrag dazu leistet, dann dürfte es in der Gesamtheit eine nicht mehr zu ignorierende Auswirkung haben!

Einschränkung des Konsum

Natürlich müssen wir arbeiten, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Aber wir müssen nicht jede Mode mitmachen, alle paar Jahre die Wohnung in einem anderen Stil einrichten, uns jährlich ein neues Smartphone gönnen oder uns ausschließlich von teurem, importiertem Zeugs ernähren.

Es nimmt schon unheimlich viel Stress aus dem Leben, wenn man ein, zwei Gänge runterschaltet, sich statt der monatlichen Mitgliedsbeiträge fürs FitnessStudio lieber mal ein paar Strecken zu Fuß gönnt, das Auto öfter stehen lässt und anstelle von exotischem SuperFood mal wieder zum heimischen Kohl, Wurzelgemüse und Lauch greift. Ich sage nicht, dass ein totaler Verzicht angesagt ist, aber doch eine ziemliche Mäßigung sinnvoll wäre.

Meine BabySteps zu weniger Konsum

Klammheimlich für mich allein und ohne große Öffentlichkeitsbeteiligung mache ich schon seit längerer Zeit eine Challenge, deren Namen und Hashtag ich noch nicht benennen kann, die aber zum Ziel hat, mehr zu leben und weniger irgendetwas hinterher zu jagen, was letztlich andere für mich als richtig und wichtig erachten.

Wer einen kleinen Einstieg zum partiellen Ausstieg haben möchte, kann zum Beispiel schon mal damit anfangen, das ein odere andere selbst herzustellen, was sonst nur gedankenlos und selbstverständlich eingekauft wird. Habt ihr schon mal versucht, Butter selbst herzustellen?

Oder wollt ihr lieber Inspirationen haben, wie ihr etwas aufmöbeln odere upcyclen könnt? Das soll natürlich keine Aufforderung sein, es 1:1 genauso zu machen, sondern einfach ein Ansporn, um kreativ tätig zu werden. Bald ist wieder Garten- und Balkon-Saison, da gibt es vielleicht das eine oder andere, was man aufhübschen könnte, statt es wegzuwerfen und neu zu kaufen.

Ich werde auf jeden Fall in nächster Zeit immer wieder Dinge selbermachen und wenn sie mir gelungen sind, hier auf dem Blog darüber berichten. Gibt es irgendwelche Themen, die ihr in diesem Bereich besonders interessant findet? Dann schreibt mir euren Vorschlag doch als Kommentar hier drunter! Ich feue mich schon, von euch zu lesen.

4 KOMMENTARE

  1. ich finde solche Babysteps einfach perfekt! ich handhabe das in vielen Bereichen meines Lebens so … z.B. auch beim Lernen: eines nach dem anderen, dann kommt man zum Ziel und das nimmt dabei den Druck enorm raus 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com

  2. Ich finde deine Überlegungen super, da auch ich viele davon bereits beherzige. Nachhaltigkeit, in so kleinen Babysteps wie man mag, ist so wichtig und ich finde, es sollte viel mehr Blogger und Influencer geben, die darauf aufmerksam machen (statt ständig nur zum Konsum zu verleiten) und ihre Steps aufzeigen 🤗✨

    Ein Lächeln,
    Miri

  3. Liebe Salvia
    Das war ein wirklich interessanter Beitrag. Ich habe mir auch vorgenommen in diesem Jahr wieder mehr selber zu machen und vor allem meinen Konsum einzuschränken. Man muss wirklich nicht jeden Trend mitmachen und jedes Jahr ein neues Smartphone haben. Solche Babysteps sind wirklich perfekt um einen Schritt in die richtige Richtung zu machen.
    Alles Liebe Lena

HINTERLASSE EINE ANTWORT

Bitte trage deinen Kommentar ein!
Bitte trage deinen Namen hier ein