Winterzeit - Zeit für Suppe
Habt ihr schon mal Haferrflockensuppe probiert? Schmeckt viel besser als es sich anhört. Und ist als Suppe aus der Tasse eine echt aufwärmende Angelegenheit.

Wenn man einschlägigen Medien Glauben schenken darf, dann wird es wohl für die nächsten 3-4 Wochen so richtig winterlich. Zapfenkalt, arschkalt, eiskalt. Ist ja eigentlich nicht verwunderlich, so gegen Ende Januar, dass es da nochmal richtig frostig wird. War zu meiner Jugendzeit öfters so, selbst als junge Erwachsene habe ich das Wetter so in Erinnerung. Nur heutzutage wird dann gleich ein Katastrophenwinter daraus gebastelt. Kommt eben besser beim Publikum an.

Winterzeit – Suppenzeit

Okay, halten wir fest: es wird kalt. Bei uns sind für die kommende Woche als Tiefsttemperaturen Minusgrade im mittleren einstelligen Bereich angekündigt. Ist jetzt nicht so schlimm, da muss noch nicht einmal die Heizung über Nacht laufen. Eine zweite Decke über die Bettdecke sollte genügen, wenn man etwas kälteempfindlich ist. Ich erinnere mich da an ganz andere Temperaturen. Dauerhaft zweistellig im Minusbereich, Eisblumen am Fenster, nur ein überforderter Gaseinzelofen pro Etage und im Keller geplatzte Wasserrohre – nachdem Tauwetter eingesetzt hatte. Das war so kurz vor der Jahrtausendwende in einer völlig unisolierten Hütte, die ich damals bewohnte. War zwar romantisch und mit Garten ums Haus, aber im Winter dann fast wie in Sibirien, zumal das Häuschen auch noch auf der Hochebene lag…

Eintopfwetter

Gegen die wetterbedingte Kälte helfen die nächsten paar Wochen Suppen und Eintöpfe aller Art. Zumindest der heißen Art. Von Gazpacho, der kalten Gemüsesuppe aus Spanien, würde ich jetzt eher abraten. Stattdessen finden jetzt Suppen mit von sich aus wärmenden Zutaten Anklang. Zum Beispiel Hühnersuppe mit Ingwer. Oder eine sämige Haferflockensuppe wie oben auf dem Bild. Leicht zu kochen, auf Wunsch total vegan und tatsächlich wohlschmeckend. Hat nichts mit dem Haferschleimsüppchen für Kranke und Genesende zu tun und kostet obendrein auch noch fast kein Geld. Ebenfalls gut bei diesem Wetter sind Kartoffelsuppen in diversen Varianten, aber auch solche Eintopfgerichte wie Chili con/sin Carne, die allein schon aufgrund der Verwendung von scharfen Gewürzen ordentlich Dampf von innen heraus machen.

Und damit dieser Wochenstarter noch einen echten Mehrwert hat, gibt’s hier jetzt ein Rezept für die Haferflockensuppe. Schmeckt tatsächlich erstaunlich gut und ist aus den einfachsten Zutaten gekocht. Übrigens völlig ohne Chiasamen, Avocado, Kokosöl oder andere hippe Zutaten…

Haferflockensuppe Rezept

  • Butterschmalz oder Öl
  • 2 fein gewürfelte Zwiebeln (oder Sellerie oder Lauch)
  • 80 g feinblättrige Haferflocken
  • 1,5 l Flüssigkeit (z. B. 2/3 Wasser und 1/3 Milch)
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Cayenne
  • Röstzwiebeln, Schnittlauch oder Kresse zum bestreuen

Die Zwiebeln oder das alternative Gemüse fein gewürfelt zusammen mit den Haferflocken in Butterschmalz anschwitzen bzw. glasig dünsten. Dann mit der Flüssigkeit ablöschen und gut durchrühren. Kurz aufkochen lassen und anschließend bei kleiner bis mittlerer Flamme noch ca. 15 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch immer mal umrühren. Abschmecken mit Salz, Pfeffer, Muskat und Cayenne. Beim Servieren Röstzwiebeln, Schnittlauchröllchen oder Kresse drüber streuen. Fertig!

Dieses kleine Rezept lässt sich natürlich noch weiter variieren. Sicher schmecken auch Speckwürfel in der Haferflockensuppe oder Möhrchen oder anderes Gemüse. Und mit ein wenig mehr Cayenne heizt die Suppe besser ein.

Habt ihr schonmal Haferflockensuppe probiert? Also ich meine nicht als Schonkost sondern als ganz normale Suppe?

10 COMMENTS

  1. Also gestern haben sie (zumindest für Österreich) angesagt: Der FROST hat uns weiterhin im Griff. Die winterlichen Temperaturen verschwinden und wir haben in den nächsten Tagen wieder bis zu +5 Grad. Verwirrt hat mich nur – der FROST hat uns weiter im Griff, aber die Kälte verschwindet???? Ich nehm das nicht so ernst, was in der Wettervorhersage erzählt wird 😉

  2. Liebe Sabine,

    also ich liebe die Suppen- und Eintopfzeit im Winter. Das ist lecker und wärmt von innen. Haferflockensuppe klingt interessant – ich glaube die werde ich gleich am Wochenende ausprobieren. Danke dir für den Tipp!

    lg
    Verena

  3. Ich muss zugeben, dass ich es kaum erwarten kann, dass es endlich Winter wird. Ab in Winterstiefel und Mantel, mit dem Hund raus in den Schnee und danach eine heiße Suppe und Tee. 😋
    Deine Rezepte klingen da wirklich gut!
    Viele Grüße,
    Lea

  4. Ich habe ehrlich gesagt noch nie Haferflocken Suppe gegessen, werde es dank dir aber jetzt definitiv mal ausprobieren ,) Danke für den Tipp.
    Liebe Grüße,
    Saskia

  5. Ich liebe ja den Winter. Und ich liebe Suppen. Eine Haferflockensuppe habe ich noch nie probiert. Passt zwar nicht so ganz zu low carb, aber hört sich lecker an. Ich glaub, die probier ich mal aus.
    LiebGruß an Dich
    Sandra

  6. Ich liiiiebe Suppen! Die HaferflockenSuppe klingt auf jeden Fall super lecker, muss ich mir mal merken. 🙂

    LIebe Grüße
    Lisa

  7. Ich habe noch nie Haferflocken-Suppe gegessen. Im Müsli mag ich Haferflocken sehr gerne.
    Ich finde aber auch das Winter Suppenzeit ist. Morgen gibt es bei uns eine Pilzsuppe. Auf die freue ich mich schon sehr.

    Liebe Grüße,
    Saskia Katharina

  8. Ich liebe Suppen und Eintöpfe im Winter! Dein Rezept werde ich gleich morgen mal testen, da ich hier in der Eifel gerade zu Besuch bin und mächtig eingeschneit werde – ideal also für einen Seelenwärmer!

    Ein Lächeln,

    Miri

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