365 Cent Challenge 52 Wochen Challenge
Unter dem Jahr schmerzt es nicht, nach System kleinere Beträge wegzulegen. Aber nach einem Jahr freut man sich dann doch über ein nettes Sümmchen, das sich so ganz nebenbei gebildet hat.

Neues Jahr, neues Glück – so ist zumindest die weitverbreitete Stimmung. Nicht nur ich, sondern mit mir viele andere auch, versuchen im jeweils neuen Jahr, bestimmte Dinge besser in den Griff zu bekommen. Sei es, ordentlicher zu werden, gesünder zu leben oder einfach mehr Geld anzusparen, ohne dass sich das wesentlich im Alltag bemerkbar macht. Mit anderen Worten: es soll zwar ein positiver Effekt zu spüren sein, aber es soll möglichst unterm Jahr nicht weh tun.

Natürlich kann man per Dauerauftrag monatlich einen bestimmten Betrag auf ein Sparkonto fließen lassen, dessen Höhe sich nach den verfügbaren Einnahmen bzw. nach dem verfügbaren Überschuss richtet. Zinsen bringt das zwar derzeit nicht, aber das Geld ist dann erstmal vom Konto geräumt und wird nicht leichtfertig für das x-te Paar tolle Sneakers oder die Designerklamotte im Sale ausgegeben.

Da der Mensch aber meist einen Spieltrieb besitzt und auch sonst gerne unterhalten werden möchte, gibt es auch andere Methoden, die nicht so langweilig sind wie ein Dauerauftrag. Ein paar davon habe ich jetzt zusammengestellt, aus denen ihr die für euch passende Methode auswählen könnt.

Bei all meinen vorgestellten Methoden wird das angesparte Geld erstmal zuhause angesammelt und aufbewahrt. Mit anderen Worten: es liegt nicht auf einem Sparkonto bei der Bank, so dass ihr direkt sehen könnt, wie der Betrag wächst, aber auch sofortigen Zugriff darauf habt. Ein gewisses Maß an Selbstdisziplin ist hier also unerlässlich, damit man nicht beim erstbesten Wunsch nach neuen Schuhen gleich die Spardose plündert, die eigentlich für eine tolle Reise gedacht war. Ihr versteht sicher, was ich meine.

52-Wochen-Challenge

Bei dieser Methode spart ihr über 52 Wochen, also sozusagen übers ganze Jahr, bestimmte Beträge pro Woche. Die gängigste Methode, da sie auch am leichtesten zu merken ist, ist einfach die, pro Woche den Betrag in Euro in die Spardose zu geben, der der Nummerierung der Kalenderwoche entspricht. Also KW 1 kommt 1 Euro ins Glas, KW 2 sind es 2 Euro und KW 3 dann entsprechend 3 Euro. Am Ende habt ihr um die 1.400 Euro gespart. Wem das zuwenig ist, der erhöht die Wochenbeiträge um Faktor x – wem es zuviel ist, der reduziert die Beiträge entsprechend. Wer davon ausgeht, dass im Dezember weniger Geld zur Verfügung steht als im Januar, der kehrt die Reihenfolge einfach um und zahlt bereits in KW 1 den Betrag von 52 Euro ins Glas, in KW 2 dann 51 Euro und in KW 3 eben 50 Euro. Ganz einfach, oder!? Hier hatte ich schon einmal etwas detaillierter darüber geschrieben.

1-Cent-Challenge oder 365-Cent-Sparplan

Ebenfalls eine beliebte Methode ist die 1-Cent-Challenge oder der 365-Cent-Sparplan. Hierfür wird einfach an jedem Tag des Jahres der entsprechende Cent-Betrag ins Sparglas gegeben, der der Tagesnummerierung des Jahres entspricht. An Tag eins im neuen Jahr 1 Cent, an Tag 132 dann eben € 1,32 und am letzten Tag des Jahres sind es € 3,65, die ins Glas wandern. Es sei denn, man ist im Schaltjahr, dann sind es € 3,66. Auch diese Beträge sind nach Belieben skalierbar, je nachdem wie hoch die Ansprüche sind und was das Budget hergibt. Mehr Details sowie ein Freebie gibt es hier bei mir.

Los-Sparen

Auch eine Sparmethode, die den Spieltrieb befriedigt und einen gewissen Unterhaltungswert besitzt, ist die Los-Spar-Challenge. Je nach angestrebtem Turnus, ob jetzt täglich, wöchentlich oder monatlich ein gewisser Betrag gespart werden soll, beschreibt man zum Jahresbeginn beispielsweise 52 Zettel mit Beträgen zwischen 1 und 52 Euro oder beispielsweise nur glatte Zehnerbeträge oder was auch immer. Entsprechend dem festgelegten Turnus heißt es dann immer, zum Wochen- oder Monatsbeginn einen Zettel zu ziehen und den darauf angezeigten Betrag ins Sparglas zu legen. Wichtig ist hier natürlich eine einigermaßen realistische Einschätzung des eigenen Budgets. Nützt ja nix, wenn auf dem Zettel Beträge stehen, die zwar guten Sparwillen zeigen, aber letztlich das Budget sprengen.

Pro Waschgang auf die Waschmaschine sparen

Eine interessante Möglichkeit, zuhause auf etwas bestimmtes zu sparen, ist die, dass man sich nach Anschaffung eines Neugerätes auch schon um die Ansparung des Folgemodelles kümmert. Mit anderen Worten: man hat beispielsweise eine neue Waschmaschine und weiß a) genau, welches Loch die plötzlich anstehende Anschaffung in die Haushaltskasse gerissen hat und b) wie lange dieses Gerät vermutlich einwandfrei funktionieren wird. Mit anderen Worten: geht man von einer durchschnittlichen Lebensdauer von ca. 10 Jahren aus, dann sollte man bis dahin einfach den Betrag für eine neue Waschmaschine angespart haben. Geht man davon aus, dass nach dem Ende der gesetzlichen Garantiezeit die ersten großen Reparaturen anstehen, dann wäre ein kleines Polster diesbezüglich auch nicht schlecht. Also nimmt man einfach eine geeignete Spardose und wirft dort pro getätigtem Waschgang einen Betrag von 0,20 bis 1,00 € ein – natürlich legt man sich die Höhe des Betrages selbst fest.

Grob über den Daumen gerechnet mit € 0,20 pro Waschgang ergibt sich bei einem Waschturnus von „jeden dritten Tag“ ein Betrag von knapp € 120 pro Jahr. Ginge diese Maschine schon direkt nach der 3-jährigen Garantie kaputt, hätte man immerhin schon 360 Euro angespart, um sich die nächste günstige Waschmaschine anschaffen zu können. Nimmt man 1 € pro Waschgang, verfünffacht sich der Betrag und es wäre ein echtes Qualitätsmodell drin, das hoffentlichc nicht nach kurzer Zeit den Geist aufgibt. Diese Sparmethode tut nicht weh, lässt sich natürlich ebenfalls auf die Spülmaschine übertragen und wenn’s gut läuft, hat man damit auch gleich einen neuen Herd oder einen neuen Kühlschrank mit angespart.

Kleinvieh macht auch Mist

Eine andere beliebte Methode, kleinere Beträge wegzusparen ist die, sämtliches Kleingeld aus dem Portemonnaie am Ende des Tages in einer Spardose zu sammeln. Je nachdem, ob man nur rotes Münzgeld spart oder ob auch goldenes oder silbernes dazu darf, kommt hier im Laufe eines Jahres doch ein spürbares Sümmchen zusammen, das dann beispielsweise für die höheren Ausgaben während der Weihnachtszeit wieder eingesetzt werden kann. Wie auch bei den anderen Methoden vorher, sind es hier einfach die Kleinbeträge, die sich anhäufen, die aber im normalen Alltag nicht spürbar fehlen.

Pfandgeld sparen

Ebenfalls weit verbreitet ist die Methode, das Pfandgeld zu sparen. Das ist Geld, was ohnehin schon nicht mehr zur Verfügung steht, solange es in Pfandgut gebunden im Keller, in der Garage oder in der Küche steht. Also kann man das eingelöste Pfand dann auch gleich wegpacken und freut sich am Jahresende über ein mehr oder weniger groß ausgefallenes Weihnachtsgeld.

Laufen und sparen

Wer sich fürs neue Jahr vorgenommen hat, nicht nur ein wenig Geld zu sparen, sondern vielleicht auch etwas beweglicher über die Runden zu kommen, der kann beim Gehen oder Laufen Geld sparen. Dazu braucht es allerdings einen Schrittzähler, besser einen, den man am Körper trägt als einen übers Smartphone. Für jeden zurückgelegten Kilometer legt man dann beispielsweile 50 Cent oder einen Euro in die Spardose, egal ob man täglich, wöchentlich oder monatlich abrechnen möchte. Da kann ordentlich etwas zusammen kommen, vor allem dann, wenn man zum Beispiel im Hauptberuf als Kellner*in sowieso schon den ganzen Tag auf den Beinen ist. Und dieses Geld lässt sich dann wieder in neue Schuhe oder Sportklamotten oder Fitnessarmbänder investieren.

Sparen macht glücklich

Solange man nicht zwingend sparen muss, macht sparen tatsächlich nachhaltiger glücklich als sofortige Erfüllung kleinerer und größerer Wünsche. Wer also eine bestimmte Handtasche im Visier hat und sich diese erst kauft, nachdem sie angespart wurde, hat länger etwas davon, allein schon aufgrund der sich steigernden Vorfreude. In unserer schnelllebigen Zeit kann es dabei natürlich passieren, dass die Handtasche dann längst schon wieder out ist, wenn man die Kohle dafür endlich beisammen hat. Von daher stellt sich natürlich gleich die nächste Frage: macht der ganze Konsum tatsächlich glücklich!? Wer hier seine Zweifel hat, kann sich das Geld dafür wirklich sparen und auf ein größeres Ziel hinarbeiten. Nachhaltige Investitionen sind meiner Meinung nach all jene, die man in Bildung, Gesundheit, Erinnerungen und langlebige Klassiker tätigt. Alles, was nach einer Saison bereits ausgemustert werden kann, ist weder nachhaltig noch macht es wirklich glücklich.

Natürlich sind die vorgestellten Sparmethoden nicht geeignet, um für die Altersvorsorge etc. zu sparen. Sie sollen einfach kleine Möglichkeiten vorstellen, die im Alltag nicht weh tun und die eben auch von Leuten, die über ein geringes Budget verfügen, einigermaßen gut umgesetzt werden können und als Ergebnis einen spürbaren Effekt haben. Wer monatlich problemlos ein paar Hundert Euro oder mehr auf die Seite legen kann, der soll das natürlich weiterhin so machen. Wer das nicht kann, für den gibt es hier vielleicht spielerische Anreize.

Da es derzeit auf der Bank sowieso fast keine Zinsen gibt, kann man das Geld eben genausogut zuhause ansparen. Okay, es könnten Einbrecher kommen und das Sparglas finden. Aber es können auch Sparguthaben von einem Tag auf den nächsten nicht mehr verfügbar sein. Im Netz findet man übrigens einige Videos, wie man seinen Notgroschen zuhause am besten versteckt…

Und was sind eure Tricks, um möglichst schmerzfrei ein paar Euronen zusammen zu sparen?

Wer noch mehr zum Thema auf dem Blog lesen möchte, kann mal bei folgenden Artikeln vorbei schauen:

https://liebstoeckelschuh.com/2017/03/geld-sparen-womit-faengt-man-an.html

https://liebstoeckelschuh.com/2016/03/einkaufen-mit-raba.html

https://liebstoeckelschuh.com/2018/02/geschenkkarten-rabatt-einkaufen.html

https://liebstoeckelschuh.com/2018/02/geschenkkarten-rabatt-einkaufen.html

20 KOMMENTARE

  1. Statt Tipps wie man Geld spart, habe ich ein paar Tipps, wie du erfolgreich dein Geld verbrennen kannst: https://www.tanjas-life-in-a-box.com/geld-im-haushalt-verbrennen/
    Ansonsten finde ich es persönlich am besten, jeden Monat eine bestimmte Summe auf ein Sparbuch, Konto oder in einen Aktienfond zu zahlen, wo man nicht ohne Aufwand dran kommt (beispielweise muss man persönlich vorsprechen um Geld vom Sparbuch zu holen). Alles was Aufwand ist, hindert einen daran mal eben dran zu gehen.

  2. Wir haben auch so eine Box in der alle Münzen landen … und wenn sie voll ist, wird sie zur Bank gebracht. Da freue ich mich dann immer weil ein bisschen etwas zusammengekommen ist. Ansonsten ist es mit sparen derzeit wirklich fast unmöglich. Ständig sind irgendwelche ungeplanten Ausgaben (mein Auto ist alt) … und da kratze ich pausenlos alles zusammen 🙁 …

    Liebe Grüße
    Verena

  3. Liebe Salvia,

    das sind ja tolle Ideen. Vor allem die Erste spricht mich ja an.
    Ich habe mehrere Spartechniken und wende die auch eifrig an. Ich bin meistens wie ein Eichhörnchen. Überall habe ich kleine Spardosen 😉
    So kommen zum Beispiel für jeden Maschinenhaarschnitt, den ich meinem Mann verpasse, immer 10€ in die Spardose.
    Bücher, die ich als Rezensionsexemplar erhalte „bezahle“ ich mir selber auf ein Unterkonto. Im Normalfall hätte ich mir die Bücher ja auch selber gekauft. Da kommt dann schon einiges zusammen.

    Liebe Grüße,
    Mo

  4. Hallo Salvia,

    irgendwie sind deine Sparmethoden nichts für mich, ich gehöre zu denen, die lieber mit EC-Karte als Bar zahlen und deshalb habe ich oft nur 25 € in meinem Geldbeutel. Schade, obwohl ich echt gerne mehr sparen würde.

    Liebe Grüße
    Bea

  5. Das mit der Waschmaschine finde ich genial! Es macht einfach so viel Sinn =) Das werde ich mal überdenken, wie wir das einführen können. Wir haben schon ein relativ strammes Budget und führen Listen über alle Ausgaben und Einnahmen um nicht über unsere Verhältnisse zu leben. Aber so richtig Geld ansparen machen wir im Moment nicht (renovieren gerade unser Haus). Das wäre eine schöne Sache, das Geld für die nächste Waschmaschine/Reperatur schon beiseite gelegt zu haben.

    Als ich noch in Israel gelebt habe, habe ich einmal eine Abwandlung der 52er Challenge gemacht. Ich hab einfach irgendwann angefangen und jede Woche einen Shekel mehr beiseite gelegt (plus wenn ich etwas übrig hatte). Da ist ganz schön was zusammen gekommen, kann ich empfehlen =)
    Danke für die schönen Ideen

  6. Tolle Tipps, vielen Dank dafür. jetzt muss ich nur noch überlegen, welche Variante ich nehme. Das Kleingeld sofort in die Sparbüchse zu geben, hatte ich eine zeitlang praktiziert. Dann hat mein Freund angefangen, Münzen zu sammeln und meine gesamten Reserven durchgesehen 😀 ich muss mein Kleingeld vor ihm verstecken 😉 da wir für unseren Sohn schon ein Sparbuch eingerichtet haben, wird das für Baby-Schwester dieses Jahr definitiv auch noch gemacht.

  7. Das sind echt gute Spartipps.
    Ich lege immer Centstuecke in eine Spardose
    Würde man die Spardose am ende des Jahres auf machen, würde man echt viel davon haben auch wenn man ein kleinen Betrag auf die Seite legt.

  8. Liebe Salvia!

    Zum neuen Jahr kommt der Beitrag super gelegen. Wir möchten heuer noch einmal sehr gerne nach Florida fliegen und nächstes Jahr steht noch eine Rundreise an der Westküste auf dem Plan. Dafür müssen wir auch noch einiges wegsparen.

    Mit der 52-Wochen-Challenge hab ich schon begonnen. Wir ziehen aber auch Lose mit dem Betrag, der in der jeweiligen Woche angespart wird.

    Die Idee mit dem Waschgang bzw. für die Spülmaschine find ich super. Das werden wir auch noch mit einbeziehen 🙂

    Danke für die tollen Tipps!

    Lieben Gruß,
    ❤ Alice

  9. Hey, hey!
    Das sind tolle Tipps. Wenn wir Pfandflaschen gesammelt haben, bezahlen wir davon unseren nächsten Einkauf und das lohnt sich dann für uns. Dieses Jahr bin ich aber auch sparsam, dass habe ich mir vorgenommen. Bücher kaufe ich wenn nur gebraucht oder gar nicht, habe noch genug zu lesen, bei Magazinen muss ich auch nicht alles mehr haben. Schaue was mich anspricht und wenn nicht, dann ist es eben so. Ich habe immer gerne was auf dem Konto oder im Portomonnaie.

    Danke für deinen Beitrag.

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