Adventskalender nachhaltig und mit Bedacht auswählen
Bald heißt es wieder "Apfel, Nuss und Mandelkern" - ach nein, eigentlich sind es ja mittlerweile eher "Sneakers, Phones und Beautykram", was bei den Youngsters gut ankommt...

Man sollte es nicht für möglich halten, aber es ist tatsächlich heute in sechs Wochen bereits Heiligabend. Und das bei dem derzeitigen Wetter – fast unvorstellbar! Heute morgen hörte ich sogar ganz frühlingshaft die Vöglein zwitschern. Aber das Phänomen des Novemberfrühling ist ja mittlerweile hinreichend bekannt. Klimaerwärmung? Mit Sicherheit!

Und genau aus diesem Grunde versuche ich mittlerweile mehr und mehr auf Nachhaltigkeit, Ressourcensparsamkeit und Wiederverwertung in jeglicher Form zu setzen. Sei es nun Recycling, Upcycling oder sonstiges cycling. Ein interessanter Aspekt dazu ist meiner Meinung nach auch die Bewegung der Frugalisten, auch wenn hier nicht alle die Beweggründe haben, dass sie die Welt retten oder zumindest deren Untergang noch ein Weilchen hinauszögern möchten.

Nein, ich bin nicht in Weltuntergangsstimmung, aber wenn man sich dafür entschieden hat, Nachwuchs in die Welt zu setzen, dann überlegt man sich doch schon hin und wieder, wie die Welt auch für die nächste Generation noch lebenswert sein könnte. Es sei denn, man ist derzeit Präsident… aber lassen wir das.

Inflationäre Entwicklung bei Adventskalendern

Zurück zu Weihnachten, das schon fast vor der Tür steht. Wenn ich derzeit durch die Läden stiefle, dann fällt mir weniger auf, dass schon überall Weihnachtsdeko angeboten wird, als vielmehr, dass das Angebot an Adventskalendern mittlerweile inflationär ist. Klar, es gibt vereinzelt immer noch die ganz billigen Kalender, so wie ich sie aus meiner Kindheit kenne. Einfach weihnachtlich bedruckt und hinter jedem Türchen ein Stückchen Schokolade in Form eines vorweihnachtlichen Motivs. Genau solche Kalender hat anfänglich auch Frollein Tochter bekommen, ich erinnere mich hier an Preise von € 0,59 beim Discounter meiner Wahl – mittlerweile übrigens für € 0,79 zu bekommen.

Dem gegenüber stehen Adventskalender mit Beautyartikeln, Spielzeug, Alkohol und wasweißichnochalles. Für die preislich harmlosesten Modelle berappt man knapp 20 €, aber es ist definitiv noch viel Luft nach oben. Man kann auch locker 75 Euronen hinblättern, nur damit irgendjemand jeden Tag ein Miniaturprodukt von irgendwas bekommt, was am Ende größtenteils ja doch nicht genutzt und letztlich dann irgendwann entsorgt wird. Nachhaltig? Nö. Deswegen nicht mit mir!

Selbermachen ist nachhaltiger

Und, nebenbei bemerkt, man kann natürlich auch einen Adventskalender selber basteln und befüllen. Geht gar nicht mal so schwer, selbst wenn man talentfrei bei DIYs ist. Butterbrottüten beschriften, befüllen, zubinden und irgendwo befestigen oder in eine Kiste stellen dürfte selbst demjenigen gelingen, der von Basteln keine Ahnung hat. Und da lässt sich eben individuell mal ein kleines Lieblingsbeautyprodukt, mal ein Pralinchen und mal ein Gutschein unterbringen, ganz nach Wahl. Finde ich jedenfalls besser, als 24 Tage lang täglich einen neuen Nagellack zu bekommen.

Warum ich das alles im Wochenstarter für diese Woche schreibe? Ganz klar, weil eben so langsam alle in die Gänge kommen, die noch auf der Suche nach passenden Adventskalendern sind. Schließlich darf man in zweieinhalb Wochen schon das erste Türchen öffnen, auch wenn draußen noch die Sonne frühlingshaft strahlt. Zumindest zur Zeit noch…

In diesem Sinne wünsche ich euche eine schöne, friedliche, erfolgreiche Woche!

5 KOMMENTARE

  1. haha, die Entwicklung mit Adventskalendern ist mir auch aufgefallen – nicht nur dass JEDES Label einen herausbringt, jedes Label bringt inzwischen sogar MEHRERE verschiedene heraus 😉

    persönlich hatte ich seit Jahren gar keinen mehr – würde mich aber schon über einen DIY-Kalender freuen 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  2. Ja da hast du so recht! Hier gibt es dieses Jahr gar keinen Kalender, da wir umziehen und da würde das sowieso nicht funktionieren. Die Kinder haben jetzt schon einen Schokokalender, den wir einfach zu einem wann ziehen wir um Kalender umfunktioniert haben ;-).

    LG aus Norwegen
    Ina

  3. Meine Katzen haben einen und mein Mann kriegt einen. Jeden Tag ein anderes Bier, und die Katzen, jeden Tag ein Leckerlie. Ich bin aus dem Adventkalender auch schon herausgewachsen. Lieber tue ich mir jeden Tag etwas Gutes. Für mich persönlich. Mir ist die Inflation der Adventskalender auch schon augefallen. Vor allem in den Blogs wird gebastelt und verlinkt, was das Zeug hält. Sind aber einige schöne Sachen drunter, dass muss ich schon sagen. Kreativität beginnt im November 🙂

  4. Die Sache mit den Adventskalendern ist mir auch schon aufgefallen. Kaum zu glauben, dass Weihnachten gar nicht mehr allzu weit weg ist und dass die Adventmärkte schon sind.

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