Die besten Gasthäuser in Deutschland
Mit dem Slow Food Genussführer findet man nicht die teuersten, sondern die besten Restaurants: Gut, sauber und fair!

Mittlerweile hat es sich bestimmt schon rumgesprochen, dass ich gerne gut esse – entweder zuhause, bei Familie und Freunden oder aber in Restaurants. Gut essen heißt bei mir genießen, und das möglichst mit allen Sinnen. Nicht nur das Essen und der Wein sollten schmecken, auch die Atmosphäre darf gerne stimmig sein, das Ambiente sowie natürlich die Geräuschskulisse und die Messages, die direkt über die Nase an den olfaktorischen Lappen gesendet werden.

Mein Prototyp von Restaurant, wo ich gerne essen gehe, tischt nur frisch gekochtes, überwiegend regionales Zeug auf, hat einen charmanten Service und ist insgesamt so locker von der Atmosphäre, dass man unvergessliche Abende mit viel Spaß erleben kann, dabei aber trotzdem noch nicht jegliche Kultur über Bord werfen muss. So. Das klingt jetzt erstmal ziemlich anspruchsvoll. Ist es wohl auch, denn sonst bräuchte ich ja keinen Slow Food Genussführer, den ich in aktueller Form jüngst erst zugesendet bekam.

Beim Durchblättern des doch recht umfangreichen Buches habe ich mich natürlich gleich mal an die hiesige Region rangemacht, um zu schauen, welche Lokale es überhaupt in den Genussführer geschafft haben. In Stuttgart sind das genau zwei Restaurants und nur eines davon kenne ich und bin mit der Auswahl und Aufnahme in das Nachschlagewerk absolut einverstanden. Ich spreche hier vom Lamm in Stuttgart-Feuerbach, wo man wirklich sehr gut essen kann in bäuerlich-gemütlichem Ambiente und mit viel guter Stimmung im Lokal. Nein, es hat nichts mit „guter Ballermann-Stimmung“  zu tun, sondern einfach mit einer überproportional großen Ansammlung gut gelaunter Genussmenschen.

Der Slow Food Genussführer 2019/20 mit 125 neuen Restaurants

Ich blätterte weiter und fand in Baden-Württemberg weitere Lokale, die ich bereits von innen kenne und mit deren Auszeichnung als Slow Food Restaurant oder Gasthaus ich wirklich konform gehe. Das ist für mich eine Art Beweis, dass voraussichtlich auch die anderen aufgeführten Restaurants und Gasthäuser meinen Geschmacksnerv treffen werden, auch wenn ich das bis jetzt noch nicht aus eigener Erfahrung verifizieren kann.

Im Hauptteil des Slow Food Genussführers findet man also nach Bundesländern vorsortiert und dann in der Feinsortierung alphabetisch nach Orten gelistet die Restaurants und Gasthäuser, die den Auswahlkriterien des Slow Food e.V. entsprechen. Gut muss es sein, sauber in jeglicher Hinsicht und fair, was die Preise betrifft. Und wen wundert’s: in Bayern gibt es die meisten Lokalempfehlungen, dicht gefolgt von Baden-Württemberg. Im Süden Deutschlands wird offensichtlich der Genuss von Slow Food großgeschrieben!

Vor jedem neuen Kapitel bzw. Bundesland findet man in diesem Buch eine Übersichtskarte, auf der die Orte der gelisteten Restaurants und Gasthäuser aufgeführt sind. Das ist praktisch, wenn man unterwegs ist und schauen möchte, wo ein guter Gasthof mit Bewirtung nach Slow Food Kriterien liegt.

Die Beschreibung der einzelnen Lokalitäten macht mir definitiv den Mund wässrig. Da könnte ich direkt losziehen und essen gehen, so gut hört sich das jeweils an. Es gibt an Informationen zum einen natürlich die Adresse, Telefonnummer sowie die Website der beschriebenen Gasthäuser, zum bekommt man Auskunft über die vorhandenen Plätze, die Preisspanne bei den Hauptgerichten, die ganz oft schon ab unter 10 Euro zu haben sind, sowie über Zahlungsmöglichkeiten und Öffnungszeiten. Also alle Informationen, die ein hungriger Gast benötigt! Da einige der Slow Food Gasthäuser auch noch in ländlicher Umgebung liegen, gibt es da, wo es passt, auch gleich den einen oder anderen Wander- oder Ausflugstipp dazu. Nach einer schönen Wanderung lässt sich ein schmackhaftes Mahl gleich doppelt und dreifach genießen!

Vor dem Hauptteil findet man einen Teil mit warenkundlichen Informationen, das ABC der regionalen Spezialitäten (nicht jeder weiß, was Döppekooche, Mistkratzerle oder Snirtjebraten bedeutet) sowie die Regionen und ihre Gerichte.

Ein Must have für Außendienstler mit Hang zur guten Küche

Für mich ist dieser Slow Food Genussführer 2019/20 ein schönes Nachschlagewerk für alle, die gerne gut essen und dabei ehrliche Küche bevorzugen. Es müssen keine gestapelten Kunstwerke auf dem Teller liegen und auch keine zehn Kellner*innen pro Gast abgestellt sein, damit man unvergessliche Stunden in einem Gasthaus erlebt. Wichtig ist meiner Meinung nach die Qualität der Speisen bezüglich der Zutaten und Zubereitung, das Wohlfühlambiente und die stimmige, heitere Atmosphäre. Und genau solche Restaurants findet man in diesem Buch.

Für Genießer, die viel und oft unterwegs sind, sei es privat oder sei es aus beruflichen Gründen, ist dieses Buch perfekt und sollte am besten griffbereit im Handschuhfach aufbewahrt werden. Und wenn ich da jetzt gerade so im Kopf meine Lieben durchgehe, dann weiß ich auch schon, wer einen Slow Food Genussführer 2019/20 demnächst von mir zu Weihnachten bekommt!

Fazit: Ganz klar eine Empfehlung!

SLOW FOOD Genussführer 2019/20
Unsere besten Restaurants und Gasthäuser in Deutschland

Taschenbuch: 752 Seiten
Verlag: oekom verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783962380571
ISBN-13: 978-3962380571
Preis: € 28,00

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5 KOMMENTARE

  1. Oh wie cool! Wusste gar nicht, dass es einen Genussführer gibt. Danke fürs Vorstellen! Hört sich echt sehr interessant an und da ich auch gerne gut esse, werde ich es mir bestimmt ansehen.
    LG Petra

  2. Ich liebe gutes Essen und trinken. Deshalb bin ich immer wieder auf der Suche nach guten Adressen. Dieser Genussführer den du vorstellst, kommt gerade recht. Den werde ich meinem Mann zum Geburtstag schenken. Danke dir!

    Liebe Grüße
    Verena

  3. Das liest sich großartig, ich als Slowtraveler und immer auf der Suche nach Genussreisetipps werde mir sofort diese Lektüre besorgen 🙂
    Danke für den tollen Tipp.
    Liebe Grüße aus dem WellSpa-Portal, Katja

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