Eine klassische Fliegeruhr mit 43 mm ist für Damen natürlich auffällig, macht aber definitiv ein schlankes Handgelenk

Während man derzeit auf vielen Blogs Jahresrückblicke und -vorschauen liest, habe ich mich entschlossen, mich aus dieser Mühle herauszuhalten und lieber über die Dinge zu schreiben, die mir derzeit im Kopf herumgeistern.

Manchmal sollte man sich einfach auch die Zeit nehmen und in Ruhe abwarten, was geschieht. Oft ergeben sich Dinge, wenn sie Zeit haben, sich zu entwickeln, die man nie für möglich gehalten hätte.

Zum einen ist es aktuell die Zeit, dieses unfassbare Etwas, was uns meist an allen Ecken und Enden fehlt, manchmal aber auch im Überfluss vorhanden zu sein scheint und uns dann zäh wie kalter Honig vorkommt. Zum anderen sind es die Dinge, die mir derzeit durch den Kopf gehen, die klassisch sind, keiner Mode unterworfen, die man sich ein-, zwei- oder dreimal im Leben anschafft, einfach weil sie so perfekt sind wie sie sind und nur deswegen eventuell nachgekauft werden müssen, weil sie entweder verloren gingen, verschenkt wurden oder vielleicht doch mal kaputt gegangen sind. Übrigens, genau über diese Dinge, die zeitlosen Evergreens, möchte ich hier eine kleine Serie in loser Abfolge starten.

Manche Geschenke sollte man sich einfach selbst aussuchen, damit es genau das ist, was man tatsächlich haben möchte.

Und da mir jetzt gerade jahreswechselbedingt die Zeit ein Thema ist, bietet es sich nachgerade an, mit einer zeitlosen Uhr zu beginnen. Uhrenmodelle gibt es natürlich fast so zahlreich wie Sand am Meer, aber nur wenige sind so gestaltet, dass sie nicht nur funktional, sondern eben auch klassisch zeitlos und mit einem gewissen Wiedererkennungsmerkmal ausgestattet sind.

Am liebsten trage ich tatsächlich Herrenuhren, und zwar schon seit mehreren Jahrzehnten. Wie diese 43 mm große Fliegeruhr von Gigandet.

Genau deswegen habe ich mich auch für diese Fliegeruhr von Gigandet.com entschieden, deren Designvorbild klar erkennbar der Bautyp B der B-Uhren von ca. 1942 ist: klar ablesbare Skalierung mit dem Minuten-/Sekunden-Index am äußeren Rand und dem Stunden-Index in einem innenliegenden Kreis, außerdem eine gut bedienbare zwiebelförmige Krone, mit der nicht nur die Uhrzeit, sondern auch die auf der drei liegende Datumsanzeige eingestellt wird. Das Ziffernblatt sowie die Zeiger sind auch nachts dank integrierter Leuchtmasse ablesbar und der Automatic-Aufzug sorgt für Ganggenauigkeit mit einer Vorlaufzeit von über 40 Stunden.

Dank Leuchtmasse auf Ziffernblatt und Zeigern ist die Uhrzeit auf der Red Baron von Gingandet auch nachts ablesbar – das Foto allerdings ist stilisiert und zeigt bildet nicht die reale Situation bei Dunkelheit ab.

Genau das ist es, was mir derzeit als Zeitmesser am liebsten ist. Eine schlichte Automatic-Uhr, die keinen Batteriewechsel verlangt, die klassisches Design mit hoher Funktionalität vereint und außerdem allein schon aufgrund ihres 43 mm Durchmessers für ein sehr schlankes Handgelenk sorgt.

Auf dem oberen Foto sieht man eine Bü 131 Jungmann, die in erster Linie die Farbe mit dem Red Baron gemein hat.
Auf dem Foto darunter sieht man die seitliche Gravur „Red Baron“ auf dem Gehäuse der Fliegeruhr von Girandet.

Diese Uhr trackt nichts, benachrichtigt mich nicht bei unwichtigen Messages und gibt auch niemandem meinen Standort preis – etwas, was mir heutzutage fast schon als Luxus erscheint. Sie ist mit ihrem seitlich eingravierten Modellnamen „Red Baron“ außerdem eine Hommage an den deutschen Jagdflieger aus dem ersten Weltkrieg Freiherr Manfred von Richthofen, dessen Todestag sich in wenigen Monaten zum 100. Male jährt und der aufgrund seines Faibles für rot gestrichene Flugzeuge als „Red Baron“ in die Geschichte einging.

Noch kurz ein Blick auf die Uhr, dann geht’s los!

Da speziell über Weihnachten und zwischen den Jahren die Zeit ja so unendlich zu sein scheint, vor allem im Vergleich mit der Zeit vor Weihnachten, haben wir es uns heute nicht nehmen lassen, einfach mal als Besucher zum Stuttgarter Flughafen zu fahren und völlig ohne Zeitdruck auf der Besucherterrasse ein wenig die alten Maschinen zu bewundern und dem Betrieb auf dem Rollfeld zuzuschauen, um abschließend dann noch einen Kaffee im ebenfalls nach dem Roten Baron benannten Flughafenrestaurant zu uns zu nehmen. Alles absolut entspannt und in dem Wissen, dass uns die Zeit nicht davon läuft.

Aufgrund des frischen Windes haben wir uns nicht allzu lange auf der Besucherterrasse des Stuttgarter Flughafens aufgehalten.

Noch bis zum 6. Januar wird es sich für viele anfühlen, als sei die Zeit stehen geblieben. Ein wenig kommt es mir immer vor, als ob genau zwischen Heiligabend und Drei Könige alles in einen Dornröschenschlaf gefallen ist, aus dem die Welt dann allmählich in der zweiten Januarwoche erwacht. Geht das außer mir auch noch anderen so!?

Die Zeit zwischen den Jahren eignet sich bestens, um sein ureigenes Uhrwerk wieder richtig zu justieren.

Auf jeden Fall kann man diese Zeit nutzen, um seine Zeit und seine Ziele fürs kommende Jahr ein wenig zu planen, um gemütlich mit Familie und Freunden von alten Zeiten zu schwärmen oder um sich einfach ganz ohne jeglichen Druck treiben zu lassen, damit der Start im neuen Jahr dann umso besser gelingt.

Wie verbringt ihr die Zeit zwischen den Jahren? Habt ihr bestimmte Rituale? Oder ist es für euch einfach wie jeder andere Tag!?

33 KOMMENTARE

  1. Was für ein toller Beitrag und so eine fesche Uhr! 🙂 Ich denke du hast mit der Zeit völlig recht. Wir haben uns dazu entschlossen heuer zwischen Weihnachten und Silvester zu arbeiten. Nutzen aber den frühen morgen bevor es ans Werk geht für Skitouren oder machen auch mal früher Schluss um den Nachmittag zu genießen. Es ist schon schön, sich einfach mal bewusst Zeit füreinander zu nehmen!

    Liebe Grüße,
    Jen von http://www.cj-on-tour.at

  2. Ich bin kein Silvester-Mensch und verbringe den letzten Tag des Jahres mit meiner Familie, dann wird gewartet bis 0 Uhr, einige Raketen werden gestartet und das wars. Total unspektakulär. Die Zeit rennt sowieso wie im Flug.

    Schöner Artikel mit tollen Fotos.

    Lg

    Steffi

    • Eigentlich ist es ja auch eine Herrenuhr, aber da ich Damenuhren meistens nicht mag, weil sie meistens für mein Empfinden zu klein(lich) sind, trage ich mit Vorliebe Herrenuhren. Ich finde Herrenuhren auch an Damenhandgelenken sehr schön!

    • Die Uhr für deinen Mann finde ich auch sehr chic. Gefällt mir wirklich gut, das minimalistische Design. Da ich aber aktuell schone eine im minimalistischen Look von einer anderen Marke habe, entschied ich mich für dieses RetroModell. Design aus früheren Jahrzehnten gefällt mir nämlich mindestens genauso gut 😉

  3. Wow, sehr tolle Uhr. Meine Tochter sucht sich auch gern Herrenuhren aus. Und die hier ist so zeitlos. Ich trage eher selten Uhren, bei dieser würde ich aber trotzdem nicht nein sagen! Die Fotos sind so klasse!
    LG Antje

  4. Liebe Salvia,

    eine sehr schöne Uhr! Steht dir auch super!

    Also bei uns ist aufgrund der kleinen Kinder, eine etwas andere Silvestersituation als früher. Wir machen jetzt eine Party nur für uns … aber Fondue, Bleigießen, Walzertanzen und Feuerwerk sind immer dabei. Die Kinder freuen sich schon seit Weihnachten auf unser nächstes Famillien-Highlight.

    Hab einen tollen Jahreswechsel!
    Liebe Grüße
    Verena

    • Liebe Verena,

      das hört sich sehr stilvoll an, wenn ihr das ganze Programm auch in der Familie durchzieht.
      Bei uns ist es eher gemütlich und unspektakulär. Wir bleiben Silvester immer zuhause wegen der Miez, damit sie sich nicht rund um Mitternacht in Grund und Boden fürchten muss.

      Liebe Grüße und alles Gute für 2018
      Salvia von Liebstöckelschuh

  5. Die Uhr ist wirklich super schön. Die wäre super für meinen Mann. Das Design ist einfach zeitlos schön. Super Bilder.

    Wünsche dir einen guten Start ins neue Jahr

    Alles Liebe

    Freya

  6. Schöner Beitrag mit einer interessanten Uhr 🙂 die Zeit rast zur Zeit unglaublich schnell wie ich finde. Manchmal bräuchte der Tag zur Zeit ein paar Stunden mehr :/

  7. Ich bin richtig begeistert von deiner Uhr, sie ist ja wirklich etwas besonderes und sticht zwischen den anderen wirklich hervor. Den Text hast du dazu wundervoll verfasst und dazu dieser geschichtliche Hintergrund ist toll 🙂 Ein bessere Kulisse dafür hätte man sich wirklich nicht aussuchen können.
    Ich habe die Zeit zwischen den Feiertagen und Silvester in Ruhe verbracht und die Zeit bewusst langsamer verstreichen lassen 🙂

    Ganz liebe Grüße

    • Das freut mich sehr, dass dich die Uhr begeistert und dir mein Blogpost dazu gefällt! Ja, ich war froh, dass mir einfiel, dass wir auf dem Flughafen so kleine rote Flugzeuge haben, die natürlich bestens zu der Uhr passten!

      Wir haben die Zeit zwischen den Feiertagen und dem Jahreswechsel ebenfalls ruhig und stressfrei verstreichen lassen. Das braucht man einfach manchmal um sich wieder zu erden.

      Liebe Grüße
      Salvia von Liebstöckelschuh

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