Roulette, Black Jack und andere Glücksspiele im Casino Baden-Baden
Zur Spielbank Baden-Baden? Hier entlang, bitte!

Es war vor einigen Jahren – um nicht zu sagen Jahrzehnten – als ich noch nicht durfte, aber den dringenden Wunsch verspürte, mal endlich die große, weite Welt der Spielbanken zu schnuppern. Allen voran war die Spielbank in Baden-Baden mein ausgemachtes Ziel. Ich hatte damals schon einige abenteuerliche Geschichten gehört, teils hinter vorgehaltener Hand, wenn mal wieder ein Bekannter von Bekannten Haus, Hof und Frau verspielt hatte. Andere wiederum schienen mehr Glück zu haben und konnten sich an einem Abend im Casino einen Mittelklassewagen erspielen.

Nicht nur das hörte sich für mich reizvoll an, sondern auch die Berichte über das glamouröse Ambiente in der Spielbank, die unbestechlich erscheinenden Groupiers an den Roulettetischen und natürlich die illustre Gesellschaft, die sich dort aufhielt. Vom Unternehmer zum Kleinganoven samt aufgetakelter weiblicher Begleitung bis hin zu Berufsspielern schien dort alles vertreten zu sein.  Die Lektüre von Dostojewskis Roman „Der Spieler“ tat ein übriges, mich darin zu bestärken, so bald wie möglich dem Casino Baden-Baden einen Besuch abzustatten. Das einzige Problem war mein Alter. Erst ab 21 Jahren gab es Zutritt zum Casino, damals wie heute unverändert.

Roulette, Black Jack und andere Glücksspiele im Casino
Im Kurhaus kann man sein Glück beim Spiel versuchen – das Casino bietet mittlerweile sogar Automatenspiele an

Also plante ich meinen 21. Geburtstag von langer Hand. Und ich fand jemanden, der mitspielte, ein Bekannter, der zwar nicht oft, aber trotzdem regelmäßig ins Casino Baden-Baden ging. Damals gab es einfach noch nicht die Möglichkeit wie heute, ab 18 Jahren übers Internet sein Glück zu versuchen. Sonst hätte ich wahrscheinlich nach dem Lesen beispielsweise der Futuriti Casino Berwertung einfach online schon längst mein Glück versucht gehabt, zumal dort auch Klassiker wie Roulette angeboten werden und man obendrein auch ein paar Euro Spielgeld bei der Anmeldung gratis bekommen kann.

Reinfeiern im Casino

Aber zurück zu meinem Casino-Besuch in Baden-Baden. Am Abend vor meinem 21. Geburtstag fuhren wir in die Kurstadt, gingen erstmal gut essen – schließlich ist die badische Küche bekannt dafür, erlesen zu sein. Dem Anlass entsprechend trug ich ein elegantes Seidenkleid und stöckelte auf Highheels einher.

Gegen 22 Uhr versuchten wir es in der Spielbank, obwohl ich streng genommen noch nicht 21 Jahre alt war. Aber der Herr am Eintrittsschalter drückte ein bis zwei Augen zu und ich durfte die heiligen Hallen betreten. Wir wechselten etwas Spielgeld in die kleinste Einheit von Jetons, damals 5-DM-Jetons. Im nachhinein hätte ich mir eher gewünscht, dass wir welche mit einem höheren Nennwert genommen hätten…

Zunächst schlenderten wir erstmal durch den Roulette-Saal und schauten uns die verschiedenen Tische an. Da es unter der Woche war, waren die Spieltische nicht überfüllt. An irgendeinem Tisch, an dem uns die Groupiers sympathisch erschienen, ließen wir uns nieder. Nachdem wir ein paarmal einfach nur die Spiele beobachtet hatten, setzten wir auch. Mein Begleiter setzte auf einfache Chancen wie Rouge oder Noir. Ich war jung und mutig und setzte auf volle Zahlen, verlor drei-, viermal meinen Einsatz und hatte dann „Plein!“

Roulette, Black Jack und andere Glücksspiele im Casino
Hier der Treppenaufgang zum Casino Baden-Baden, wo ich mir mein Geburtstagsgeschenk erspielte.

Das war vielleicht ein Gefühl! Ich war wirklich fasziniert und natürlich absolut davon hin und weg, dass ich gerade den 36-fachen Einsatz in Jetons zugeschoben bekam. Mein Begleiter meinte dann, jetzt sollte man eine kleine Pause einlegen, bevor einen der Spielrausch erwischt und man innerhalb kürzester Zeit alles wieder auf den Kopf haut. Er schien diesbezüglich Erfahrung zu haben…

Nach einer kleinen Pause an der Bar gingen wir jedoch zurück an einen der Spieltische. Für mich kam damals nur Roulette in Frage, alle anderen angebotenen Spiele interessierten mich nicht. Vermutlich deswegen, weil ich die Spielregeln nicht kannte. Bei unserer zweiten Spielrunde setzte ich wieder nur auf ganze Zahlen, während mein Begleiter nach wie vor entweder auf einfache Chancen oder auf Zahlengruppen setzte. Auch hier hatte ich wieder Glück und räumte ein zweites Mal voll ab, was mir insgesamt ein hübsches Geburtstagsgeschenk bescherte.

Nach dem zweiten Mal „Plein“ an diesem Abend wurde ich auf einmal sehr vernünftig und dachte mir: lieber „den Spatz in der Hand“, als „wie gewonnen, so zerronnen“. Wir tauschten unsere Jetons wieder gegen Bargeld ein, freuten uns, nahmen noch einen Abschiedsdrink und düsten anschließend wieder gen Stuttgart.

Für mich war das jedenfalls einer dieser wenigen Geburtstage, deren feierliche Zelebrierung mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist. Seither war ich fast nicht mehr in einer Spielbank, aber hin und wieder sporadisch in einem Online-Casino. Mal mit mehr, mal mit weniger Glück…

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist keine Aufforderung zum Glücksspiel. Ihr wisst ja, mal hat man Glück, mal hat man Pech. Und wenn man richtig Pech hat, kann man beim Spiel Haus und Hof verspielen. Außerdem können Glücksspiele süchtig machen. Wenn ihr also euer Glück versuchen wollt, dann bitte immer mit Bedacht!

 

2 KOMMENTARE

  1. Danke für die schöne Geschichte. Das ist doch eine großartige Erinnerung. Ich war 2004 das erste Mal im Casino. Damals wurde die Spielbank am Potsdamer Paltz eröffnet und danach vielleicht noch ganze 5 x an verschiedenen Orten. Auch immer nur Roulette Tisch, denn das kapiere ich. Öfter darf ich aber nicht gehen, denn ich kann mir vorstellen, dass es süchtig macht und mir reicht schon meine Handysucht 😉 Ich habe mich sehr über Deine Fotos gefreut. Baden-Baden hat mir nämlich super gut gefallen – Ich war erst einmal dort, nicht zum spielen, sondern zu einem Konzertbesuch und fand den Rahmen so wunderbar und das Brenners Hotel…ich könnte ja mal was zum 60. planen *ggg*
    Liebe Grüße
    Bärbel ☼

    • Dass Glücksspiel süchtig macht, kann ich mir bei mir gut vorstellen. Genau aus diesem Grund mache ich auch eher einen Bogen um derlei Orte. Einen ganz ähnlichen Effekt wie das hinfiebern auf „plein“ beim Roulette hat übrigens der Besuch einer Auktion, wenn man ein ganz bestimmtes Ding ersteigern möchte, aber gefühlt hundert andere Leute auch. Sehr zur Freude des Auktionators, wenn die Bieter mit Schwitz- und Zitterhänden versuchen, den Zuschlag zu bekommen, indem sie den Preis in schwindelerregende Höhen steigern…
      Ein Ausflug nach Baden-Baden zum runden Geburtstag ist sicherlich eine gute Idee – wenn du rechtzeitig bescheid sagst, komme ich auch 😉
      Liebe Grüße
      SvL

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