Überreife Bananen – perfektes Bananenbrot [Rezept]

Im Supermarkt lachen einen knallgelbe Bananen an, man denkt an Müsli mit Banane und ähnliches Zeug. Zuhause bleiben diese Früchte dann erstmal liegen...

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Zustand der Bananen beim Einkauf
So lachen mich die Bananen immer im Supermarkt an. In meiner Vorstellung essen wir dann zum Beispiel Müsli mit Bananen...

Die Situation mit den Bananen kennen vermutlich die meisten Menschen, die Bananen kaufen. Wenn man diese Energielieferanten mit nachhause nimmt, sind sie  noch zartgelb mit einem Hauch Grün oder vielleicht schon richtig kadmiumgelb, aber keinesfalls angebräunt. Höchstens so ein oder zwei Sommersprossen pro Banane. Alllerhöchstens.

Zuhause werden sie dann meist nicht in adäquater Geschwindigkeit verspeist. Bei uns ist es oft so, dass diese Früchte dann einfach nur dekorativ im Obstkorb rumliegen wie Stranddiven in der Sonne. Beiden kann man förmlich zusehen, wie sie mit Fortschreiten der Liegedauer zunehmend bräunen. Bei den Bananen ist das dann so, dass sie keiner mehr haben möchte. Wie das bei den Stranddiven ist, weiß ich nicht…

Zustand der Bananen sobald sie ein paar Tage bei uns zuhause sind
So sehen die Bananen bei uns nach geraumer Zeit aus – gleichgültig, welches Etikett drauf klebt.

 

Vor ein paar Wochen hatten wir mal wieder so ein Bündel mit fünf dunkelbraunen Bananen, und zwar Sonntagabends. Frollein Tochter meinte dann zu mir, sie brauche montags für die Schule noch welche, da sie versprochen habe, diese Südfrüchte in die Französisch-Stunde mitzubringen. Meinem leicht verständnislosen Blick folgten dann weitere Erklärungen. Die Klasse sollte Crêpes backen und als Füllung boten sich u. a. Bananen an. Leicht peinlich berührt gab ich ihr dann Montagmorgen die braunen Dinger mit. Angeblich hatte sich aber niemand beschwert und sie hätten in den Crêpes ganz gut geschmeckt, erzählte mir hinterher Frollein Tochter. Allein mir fehlte der Glaube…

Bananen zerdrücken ohne Stromverbrauch
Bananen lassen sich selbstverständlich ganz leicht mit Muskelkraft und ohne Küchenmaschine zerdrücken. Ein Kartoffelstampfer reicht für diesen Zweck

 

Keine zwei oder drei Wochen später hatten wir wieder ein braunes Bananenbündel rumliegen, diesmal bestehend aus sechs Exemplaren. Wegwerfen wollte ich sie nicht, also suchte ich nach Inspirationen, wie man diese ehemals gelben Teile verarbeiten könnte. Mein Fokus fiel auf Bananenbrot. Da gibt es ja die unterschiedlichsten Rezepte, von super einfach bis raffiniert gemischt.

Wie früher: Messbecher statt Waage
Statt die Küchenwaage rauszukramen, habe ich die trockenen Zutaten lieber mit dem Messbecher „gewogen“

 

Als Grundrezept habe ich ein super einfaches genommen, nämlich dieses hier. Daraus habe ich ein Rezept für die doppelte Menge Bananen und mit allerlei ergänzenden Zutaten gebastelt. So richtig lecker waren die beiden Bananenbrote, ganz besonders auch, weil durch die Komponenten süß und salzig eine sehr reizvolle Geschmackskomposition entstand. Die beigemengten Nüsse sorgten für den kernigen Biss. Das Bananenbrot war so gut, dass es wirklich ruckzuck vertilgt wurde. Zwei Brote hatte ich Freitagabend gebacken und Montagmorgen wurde der letzte Rest als Vesper für die Schule mitgegeben…

Teig für Bananenbrot
Durch den Kokosblütenzucker und das Kürbiskernöl bekam der Teig die dunkle Farbe

 

Okay, jetzt will ich aber nicht weiter rumtexten, sondern direkt zum eigentlichen Grund dieses Blogartikels kommen, nämlich zum Rezept meines megaleckeren Bananenbrotes.

Rezept Bananen-Brot mit Pekan- und gesalzenen Macadamia-Nüssen

Die Mengenangaben beziehen sich auf 6 dunkle Bananen – reicht locker für 2 Kastenbrote.

  • 6 sehr reife Bananen
  • 400 g Mehl
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 180 g Kokosblütenzucker
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 2 Päckchen Vanillezucker mit echter Bourbonvanille
  • 2 Päckchen Backpulver
  • 100 g geschälte Pekannüsse
  • 100 g gesalzene(!) Macadamia-Nüsse
  • 4 EL Kürbiskernöl
  • ca. 75 g weiche Butter

Zubereitung

Die Bananen schälen, grob auseinanderbrechen und in eine Schüssel geben. Zusammen mit der weichen Butter unter Einsatz eines Kartoffelstampfers zerdrücken. Kokosblütenzucker, Vanillezucker, Salz, Öl und Eier hinzufügen und verrühren. Backpulver mit Mehl und gemahlenen Mandeln vermischen und in die Bananenmasse einrühren.

Anschließend die Pekan- und Macadamia-Nüsse unterheben. Den Teig auf zwei mit Backpapier ausgelegte Kastenformen verteilen und ca. 45 Minuten auf mittlerer Schiene bei ca. 180 Grad backen.

Nach dem Backen noch ein wenig im ausgeschalteten Ofen zur Ruhe kommen lassen. Nach ca. 10 Minuten zum Abkühlen aus der Form nehmen und auf ein Kuchengitter setzen. Anschließend steht dem Hochgenuss nichts mehr entgegen.

 

Jetzt habe ich schon wieder fünf überreife Bananen hier und überlege gerade, ob ich damit nochmal ein oder zwei Bananenbrote backen soll oder vielleicht wieder etwas anderes ausprobiere.

Zur Verarbeitung von nachgebräunten Bananen eignen sich nämlich auch ganz hervorragend Bananen-Hafer-Cookies oder auch Bananen-Eis.

Was macht ihr so mit Bananen, die keiner mehr essen möchte? Habt ihr irgendwelche Rezepte? Dann her damit, gerne als Link in die Kommentare!

5 Kommentare

  1. Oh ja, das Phänomen kenne ich nur zu gut! Bei mir wird dann meißt Schokikuchen mit Banane daraus. Aber dein Rezept sieht auch sehr lecker aus, das werde ich doch direkt mit meinen Bananen zu Hause ausprobieren! 🙂

    Liebe Grüße,

    Theresa von theresaskuechenchaos.de

  2. Hallo,

    ich liebe ja Bananenbrot und probiere immer gerne neue Rezepte aus! Dieses hier wird nun auch in meine Sammlung wandern!

    Liebe Grüße, Lisa

  3. Ich kauf super gern die überreifen Bananen bei unserem Obsthändler um sie dann zu verarbeiten. Es wäre viel zu schade, wenn sie dann im Müll landen. Dein Rezept wird nachgebacken ☺

    Liebe Grüße Lia

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