Krautsalat nach Art der Vietnamesischen Sommerrolle

Dieser Krautsalat schmeckt einfach phantastisch! Er eignet sich sowohl als Rohkostsalat um fit in den Frühling zu starten sowie als Party- oder Picknicksalat. Unbedingt probieren!

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Krautsalat mit Erdnüssen, Koriander, Paprika und mehr
Dieser Krautsalat schmeckt ganz großartig und ist der perfekte Einstieg in den Frühling!

Weißkraut begleitet mich seit Jahren mehr oder weniger durchs Leben. Ich weiß gar nicht, womit das angefangen hat, aber irgendwann entdeckte ich, dass man mit diesen Krautköpfen ganz leckere und von der Zubereitung her eher unkomplizierte Speisen zubereiten kann, zum Beispiel einen winterlichen Krauttopf oder einen frühlingshaften Krautsalat. Und zwar nicht mit dem Sauerkraut, das bei uns auf den Fildern wächst und unter Naturschutz steht, sondern mit den unfermentierten Krautköpfen. Da nehme ich übrigens auch lieber das spitze Filderkraut als den runden Weißkohl. Das Filderkraut ist irgendwie feiner – finde ich.

Neulich habe ich also mal wieder einen Salat aus so einem kleineren Modell eines Spitzkohls gebastelt. Dieses Mal eben geschmacklich irgendwo an diesen vietnamesischen Sommerrollen angelehnt, die Frollein Tochter und ich so gerne essen. Die Zutaten sind nicht orthodox ausgewählt, sondern eher nach Laune des Chefs. Da darf man gerne flexibel sein und auf das zurückgreifen, was saisonal erhältlich ist bzw. was der Kühlschrank so hergibt.

Meine Zutaten für den Krautsalat nach Art der vietnamesischen Sommerrolle

  • 1 kleiner Spitzkohl (Filderkraut)
  • Meersalz
  • 4 Karotten
  • 2 rote Paprikaschoten (waren auch spitz)
  • 1/2 geschälte Salatgurke
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 150 g gesalzene Erdnüsse (Cashewkerne würden auch funktionieren)
  • walnussgroßes Stück Ingwer
  • helle Sojasauce
  • Saft von 3 Limetten
  • 1/2 Bund frischer Koriander
  • 1-3 frische, kleingeschnittene Chilischoten
  • 1 EL Kokosblütenzucker
  • Öl (ich verwendete Haselnussöl, da es die bessere Alternative zum Olivenöl war. Ansonsten geschmacksneutrales Öl verwenden)
  • Cayennepfeffer nach Bedarf

Zubereitung des Krautsalates

Den Weißkohl von den äußeren Blättern befreien, vierteln und entstrunken. Anschließend mit einem Gemüsehobel direkt in eine große Schüssel hobeln. Danach gut salzen und mit den Händen durchkneten, damit die Fasern vom Kohl gebrochen werden und sowohl das Salz aufnehmen als auch insgesamt leichter verdaulich werden. Zugedeckt mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit werden die geschälten Karotten ebenso wie die halbe Salatgurke in streichholzgroße Stiftchen geschnitten oder grob geraspelt, die geputzten Frühlingszwiebel in feine Ringe und die ebenfalls vorbereiteten Paprikaschoten in kleine Würfel geschnitten. Das alles gibt man dann zum geraspelten Weißkohl und rührt einmal kräftig durch.

Für das Dressing mischt man die kleingehackte Chilischote mit dem geriebenen Ingwer in ungefähr 3 EL heller Sojasauce. Dazu kommt der Saft von den Limetten, der Kokosblütenzucker und Cayennepfeffer nach Belieben. Alles gut durchrühren, Öl dazu, nochmal rühren und dann über den Salat kippen.

Die Erdnüsse und den gewaschenen und in Blättchen gezupften Koriander dazu geben, alles gut durchmischen und anschließend nochmal 15-30 Minuten gut durchziehen lassen, auch wenn’s schwer fällt. Es duftet nämlich schon ganz verführerisch und am liebsten würde man sich gleich über diesen Krautsalat hermachen. Ich spreche aus Erfahrung!


Da wir nichts dazu gegessen haben, hat uns diese Menge für zwei Personen gereicht. Aber ich muss gleich dazu sagen: wir gelten als verfressen…

Selbst wenn etwas übrig bleiben würde, der Salat hält sich garantiert 1-2 Tage im Kühlschrank. Nur bei uns eben nicht.

Die Zutaten gibt es übrigens alle in landläufigen Supermärkten und teilweise auch im Discounter. Es beginnt also keine Jagd auf exotische Früchtchen, die man nur in speziellen Läden oder über den Versandhandel bekommt. Das ist mir immer wichtig bei meinen Rezepten, dass sie für jedermann gut nachzubasteln sind. Außerdem liegt es auch preislich absolut im unteren Bereich, so dass man bei einem Party-Salat für 30 Personen auch nicht gleich komplett pleite ist. Es sei denn, man reicht noch Garnelenspießchen dazu, die übrigens hervorragend zum Salat passen würden. Aber das ist dann eine andere Geschichte…

Mehr zum Thema Kraut findet ihr hier auf meinem Blog.

Lasst mich wissen, wenn ihr das Rezept ausprobiert hat, wie es euch geschmeckt hat!

11 Kommentare

    • Dann freue ich mich, wenn Du mir erzählst, wie es Dir geschmeckt hat!
      Danke für den Tipp, Rezepte als PDF-Downlload anzubieten. Welches Plugin empfiehlt sich da? Bin noch kein halbes Jahr auf WordPress und mit dieser Plattform immer noch nicht so richtig per Du – eher leicht perdu ^^
      Liebe Grüße
      Salvia von Liebstöckelschuh

  1. Oh das klingt ja lecker und ganz zufällig hab ich noch nen halben Kopf Weißkraut im Kühlschrank, für den mir irgendwie die Verarbeitungsideen fehlen 😉 Das Rezept klingt ähnlich zu dem Papaya-Salat, den wir aus Thailand kennen. Werd ich auf jeden Fall mal ausprobieren!

    LG, Katja

  2. Liebe Salvia,
    das Rezept ist genau nach meinem Geschmack, da kann ich auch verfressen werden und nichts übrig lassen.
    ganz liebe Grüße
    Susan

  3. Hi Salvia,
    Krautsalat mag ich erst seit ein paar Jahren. Allerdings habe ich ihn noch nie selbst zubereitet. Deine asiatische Variante klingt toll, mal was anderes als die, die ich bisher kannte.
    LG Melli

    • Liebe Melli,
      Es freut mich zu hören, dass dir diese Variante vom Krautsalat gefällt. Krautsalat gehörte schon seit jeher zu meinen Favoriten, aber meist eben die eher bayerische Variante mit viel Kümmel und eventuell noch etwas Speck.
      LG Salvia von Liebstöckelschuh

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