grasende Büffel
Albbüffel [Bubalus Albensis] stehen im Regen auf der Weide

Johnny, Jim und Little Ben – wir kannten uns schon lange von den großen Weiden des Mittleren Westens, wo wir gemeinsam die riesigen Herden durch die Pampa trieben… [Yippie I ohhh ohh ohh]

Immer entlang der eisernen Schienen, auf denen einmal die Woche genau zur Mittagsstunde das dampfende Stahl-Ungeheuer anraste und die Herde in Angst und Schrecken versetzte… [Yippie I aye ye ye]

grasende Büffel
Albbüffel [Bubalus Albensis] stehen im Regen auf der Weide

Okay, okay, ich hör ja schon auf. Und bemühe mich, alles ganz normal zu erzählen. Also, ihr wisst doch, was Cowboys sind, nicht wahr!? Das sind diese schnieken Jungs mit den breitkrempigen Hüten, die meistens hoch zu Ross und oft einsam oder maximal zu dritt einherreiten, ihre Sehnsüchte abends dem Lagerfeuer unter Klampfenbegleitung erzählen und ansonsten ein sehr einsames Leben mitsamt ihrer 1000-köpfigen Rinderherde führen. Normalerweise gibt es die fast nur noch im Museum, manchmal noch im Wilden Westen und hin und wieder im Kino oder TV zu sehen.

Schwarzer Shire Hengst und rotes Galloway Kalb
Lauter süße Bauernhoftiere,
oben der schnuckelige Shire-Hengst und unten das putzige Galloway-Kalb –
beide mit ganz reizendem Hairstyling

 

Seltenst sieht man so einen Vertreter der amerikanischen Viehhirten noch im richtigen Leben, geschweige denn irgendwo in näherer Umgebung. Es sei denn, man kommt aus Stuttgart und macht einen Ausflug auf die Schwäbische Alb. Noch viel seltener als einen Cowboy entdeckt man einen Rancher mit eigener Herde und weitläufigen Ländereien, auf deren Weiden in der Abenddämmerung die Büffel mit der Sonne im Rücken dem Betrachter entgegenstampfen…

Wanderer MidCut WP European Made
Ich stehe auf rote Schuhe, egal ob mit oder ohne Absätze
Das Ziel „Schwäbische Alb“ bedeutet für uns meistens auch noch, dass man sich ein wenig die Beine vertritt, um es mal ganz salopp auszudrücken. Deswegen dachte ich mir, gute Gelegenheit, um mal endlich die chicen roten Wanderschuhe von KEEN, Wanderer European Made, zu fotografieren, die ich schon seit geraumer Zeit hier habe, schon das eine oder andere mal getragen, aber eben noch nie Bilder in action damit gemacht hatte.

 

Wanderer MidCut WP European Made
Diese Wanderschuhe sehen nicht nur gut aus,
sie sind auch noch richtig bequem und haben eine griffige Sohle

 

Dieser Schuh, der aus einem Materialmix von hochwertigem Nubuk-, Veloursleder und der KEEN.DRY-Membran besteht, verspricht trockene Füße wenn es regnet – natürlich nur, solange es nicht direkt oben reinregnet. Versteht sich von selbst.

Wanderer MidCut WP European Made
Besonders gut gefällt mir vom Design her dieses rot-weiße Webband, was sowohl als Schlaufen als auch zur Weitenregulierung mit eingearbeitet wurde.

 

Die PU-Sohle sorgt für Langlebigkeit und Formbeständigkeit und der als MidCut geschnittene Schuh spricht für komfortables Wandern. Nicht so steif wie in einem hohen Wanderstiefel, aber auch nicht so wenig Halt wie in einem LowCut – für mich absolut perfekt. Die Bequemlichkeit und das angenehme, blasenfreie Tragegefühl habe ich schon auf anderen Strecken erfahren dürfen. Bei einer normalen Schuhgröße von 39 habe ich hier einen 40er genommen und bin wirklich total zufrieden damit. Warme Füße ohne Ende, Bewegungsfreiheit an den Zehen und trotzdem nicht das Gefühl, im Schuh herumzuschwimmen.

Wanderstiefel KEEN
Hier kam die eingearbeitete semipermeable Membran KEEN.DRY gleich voll zum Einsatz:
meine Füße blieben definitiv trocken und warm –
die meiner Schwester nicht, sie hatte die falschen Schuhe an.

 

Auch nicht bei der Veranstaltung, die eigentlich die Krönung unseres Ausflugs auf die Schwäbische Alb darstellen sollte. Wie gesagt, eigentlich wollten wir ein wenig da oben rumwandern und anschließend beim Willi Wolf, dem schwäbischen Cowboy, noch ein gutes Stück Fleisch vom Grill zur Stärkung nehmen. Nur, so einfach ließ sich das nicht umsetzen und schon gar nicht mit den Fotos von den Schuhen in Action…

wasserdichte Wander- und Freizeitschuhe
Solange die Füße trocken sind, macht es auch nichts aus, wenn die Hose nass ist…
zumindest fast nichts.

Während bei Abfahrt in Stuttgart das Wetter noch trocken und der Himmel nur leicht bewölkt war, gerieten wir, je näher wir der Schwäbischen Alb kamen, in immer stärkere Regengüsse. Versteht sich von selbst, dass wir nicht wirklich wasserfest ausgerüstet waren – eben bis auf die Schuhe. Frollein Tochters Schuhe waren welche von der BIG DAYS Aktion und ebenfalls wasserdicht.

Jetzt weiß ich endlich auch, wo #Neuland liegt…

 

Also entschlossen wir uns kurzerhand, erstmal etwas Fleisch vom Grill zu nehmen, einmal quer durchs Sortiment, und dann vielleicht noch ein wenig über die Schwäbische Alb zu wandern und vor allem mal die Büffel von nahem zu betrachten…

Kaltblüter Rappe
Ja, was bist denn du für ein Süßer!?
Das Auto wurde auf der als Parkplatz ausgewiesenen Wiese abgestellt, zu dem Zeitpunkt eben noch regennasse Wiese, gegen später dann eher eine Art Schlammloch. Ich hatte einen Taschenschirm im Rucksack, im Auto befanden sich noch ein paar mehr Schirme in mehr oder weniger guter Qualität, die uns zumindest mal die Frisur halbwegs trocken hielten – aber auch nur das…
Tanzen im Regen
Man kann sagen, es hat dezent geregnet…
Der Country-Tanzclub tanzt derweil unverdrossen seine Schritte unterm Dach
Auf dem großen Festplatz der Ranch von Willi Wolf herrschte mitten unter freiem Himmel noch ein riesiges Angebot an freien Biertischen und -bänken. Unter den Überdachungen hingegen war es schon recht voll und man konnte von Glück reden, wenn man noch ein freies Plätzchen ergattern konnte, wo die ganze Family Platz hatte. Wir hatten jedenfalls Glück und waren nur zu 50 % durchnässt, als wir uns dort niederließen und erstmal aus der Ferne den „überaus temperamentvollen“ Tänzen im Countrystyle zuschauten. Ungefähr so „links-rechts-Seite-Klapp, rechts-links-Seite-Klapp“…
sintflutartige Regenfälle auf der Schwäbischen Alb
Die Kinder hatten gute Laune – trotz Regen
Wie stark es in etwa geregnet hatte, kann man hoffentlich den Bildern entnehmen. Es war aber keineswegs so, dass die Wolken nach einer kräftigen Entleerung aufhörten, Wasser auf die Erde niederzuschütten. Nein, nach einer kurzen Linderung kam gleich darauf ein umso heftigerer Guss. Von Hunde und Katzen regnen konnte fast keine Rede sein, eher von schwäbisch-älblerischen Dinosaurier…

 

Dann auf einmal verstummte die Menge schlagartig und man hörte nur noch den Regen prasseln. Der hatte nichts davon mitbekommen, dass Django mit seinen Vasallen aufgetaucht war, um sich ein Pulled B. oder ein Tässchen Kaffee zu Gemüte zu führen…

 

Weidefest 2016 Willi Wolf Ranch
Hey Leute, nehmen wir erstmal einen Pulled B. und einen Pott Kaffee!

 

Stilecht mit Stetson und hoffentlich ungenutzten Sporen an den Stiefeln blickte Django durch zusammengekniffene Augen in die Runde. Er wollte ganz sicher sein, dass sich nicht sein Erzfeind Little Old Bumblebee, der vor einem Dutzend Jahren das Kriegsbeil wieder ausgegraben hatte, auf dem Festgelände befand. Kaum einer wagte mehr zu atmen…

Westernreiten auf der Schwäbischen Alb
Mit diesem Stiefelschmuck kann man schon Eindruck schinden…

 

Doch dann, auf einmal, ging ein Raunen der Erleichterung durch die Menschenmenge. Django und seine Gefährten hatten genug gesehen, schwangen sich wieder auf ihre Mustangs und ritten gen Ausgang – der Sonne dem WC entgegen. Der Kaffee…

 

Schwäbische Alb Biosphärengebiet
Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung –
diese Cowboys trotzen mit ihrer Ausstattung Wind und Wetter
Dass der Regen heftiger war, als ein kurz andauernder Starkregen, bemerkten wir, als wir es wagten noch einen Blick auf die Umgebung zu werfen. Pfützen von mittlerer Teichgröße schienen wirklich innerhalb kürzester Zeit entstanden zu sein – und zwar nicht nur ein oder zwei, nein, es waren viele.
Sintflutartige Regenfälle Meidelstetten
Überall Riesenpfützen, die man problemlos zum Gartenteich umfunktionieren könnte…

 

Die Marktbeschicker des dem Weidenfest angegliederten Kunsthandwerker- und Westernmarktes konnten für den Sonntag ihr Geschäft vermutlich vergessen. Da ging es bestimmt nur noch um Schadensminimierung und darum, zu retten, was es noch zu retten gab. Teilweise waren die Stände dermaßen von Wassergräben umgeben, dass man noch nicht einmal mit wasserdichten Wanderstiefeln trockenen Fußes da rüber gekommen wäre, um sich eine Tüte Magenbrot zu kaufen. Gestern wären hier oben definitiv Gummistiefel von Hunter angesagt gewesen…

 

Biosphärengebiet Schwäbische Alb
Wer hier keine Rohrstiefel hat, ist erstmal ein klein wenig verloren.
Da hilft auch ein wasserdichter Wanderschuh nichts mehr…
Ein absolutes Highlight war dieser riesige schwarze Hengst, der in den Stallungen auf besseres Wetter wartete. Ein sogenannte Gentle Giant, ein Shire-Horse, die größte Pferderasse der Welt. Eine Zucht aus England, die dort ursprünglich als Brauereipferd, aber auch für Shows und für landwirtschaftliche Arbeiten eingesetzt wurde. Dieser schwarze Hengst war ein besonders schöner, lässiger Typ mit seinen verwegenen Zöpfen und seiner Wildwuchsmähne. Und geflirtet hat er wirklich auf Teufel komm raus mit jedem und jeder, der oder die vorbeikam und mit ihm ein paar Worte wechselte.
Englischer Kaltblüter Brauereipferd
Mich hätte wirklich nicht gewundert, wenn dieser Kerl auf einmal zu sprechen angefangen hätte

 

Zum Abschluss noch dieses bunte Regenbild mit den roten Schirmen und dem Korbstand, der wenigstens nur nass war und nicht per Boot erreicht werden musste. Die Pfütze im Vordergrund ist übrigens genau das, wonach sie aussieht: ausgeschwemmte Gülle aus den benachbarten Viehboxen…

Biosphärengebiet Schwäbische Alb
Das könnte auch sonstwo sein… eben irgendwo in der Pampa, wo fliegende Händler während der Monsun-Zeit versuchen, Kunsthandwerk an die Touristen zu verkaufen.

 

Last, but not least, möchte ich noch erwähnen, dass die Tiere hier oben auf der Ranch von Willi Wolf absolut artgerecht gehalten werden, überwiegend im Freien stehen und sich entsprechend entwickeln können. Der Albbüffel ist über die Grenzen hinweg bekannt, nicht nur als Landschaftspfleger im Biosphärengebiet Schwäbische Alb, sondern auch als Delikatesse beim Fleischer des Vertrauens. Genau darum sind wir überhaupt erst auf den schwäbischen Cowboy Willi Wolf gekommen, weil wir seitdem es den Stand vom Alb-Metzger Failenschmid in der Stuttgarter Markthalle gibt, fast nur noch dort unsere tierische Nahrung einkaufen. Da schmeckt man wirklich die Qualität heraus, egal ob beim Albbüffel, beim Hohensteiner Weiderind oder beim Braten vom Alblinsenschwein, wie hier beim Provencalischen Kräuterbraten verarbeitet.

Übrigens gibt es im Herbst einen Albabtrieb, bei dem die Büffel von den Weiden mit Hilfe der Cowboys in die Stallungen getrieben werden. Das ist wohl jedes Jahr, genauso wie im Frühjahr der Albauftrieb, ein Spektakel, das jede Menge Zuschauer anzieht. Ich hoffe mal, dass ich diesen Herbst Gelegenheit haben werde, dabei zu sein. Gleichzeitig hoffe ich auch, dass das Wetter dann auf jeden Fall ein bißchen freundlicher sein wird…

Wer von den Hiesigen kennt den schwäbischen Cowboy? Oder war vielleicht schon einer von euch dort? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Disclaimer: die hübschen roten Wanderstiefel sind ein PR-Sample, das mir kostenfrei und bedingungslos zur Verfügung gestellt wurde. Meine Meinung wurde dadurch in keiner Weise beeinflusst, obwohl rot ohnehin meine Lieblingsfarbe ist und die Schuhe trotz Starkregen dichtgehalten haben. Alles klar!?

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