Seit ich mir A.D. MCMXCI meinen ersten Computer zugelegt habe, hatte ich auch immer wieder passende Drucker dazu. Abwechselnd mal Tintenstrahldrucker, mal Laserdrucker und dann mal zwischendurch gepflegt die Schnauze voll von Druckern. Warum? Einerseits weil mein Druckverhalten nie kompatibel mit den Tintenstrahldruckern war und meistens irgendwann der Drucker-Super-GAU eintrat, dass die Düsen der Patronen wegen zu seltenem Drucken irreparabel verklebt mit eingetrockneter Tinte waren, weil ich mich definitiv bei vielen Ausdrucken vorher gefragt hatte: Muss das sein? Und oft war die Antwort. Nein!

 

Flora und Fauna als dekorativer Ausdruck im Vintage Look
Ich habe so tolle alte Botanikbilder im Netz gefunden,
die alle darauf warten, ausgedruckt und gerahmt zu werden.


Nicht etwa weil ich so ein 150 prozentiger Ökostrumpf bin, nein, ich scheute meist die meiner Ansicht nach horrenden Kosten für den Nachkauf von Tintenpatronen. Wobei diese mittlerweile im Vergleich zu damals preislich gesehen etwas günstiger geworden sind. Aber oft lohnte es sich mehr, sich einen einfachen neuen Drucker anzuschaffen, der preislich reduziert und gleich mit einem Set Patronen ausgestattet war, als Patronen zu kaufen.

 

Ich liebe alte Illustrationen
Ein Pfau und Lavendel als dekorativer Druck – fehlt nur noch der passende Rahmen

 

Das andere Dilemma mit den Tintenstrahlpatronen ist, wenn man mal wirklich das ganze Internet oder seine Dissertation für den Abgabetermin übermorgen ausdrucken möchte, dann sind die Dinger beim Abschicken des Druckjobs so gut wie leer. Und zwar am besten endgültig leer nach den ersten fünfeinhalb Seiten und am allerbesten natürlich zum Beginn eines verlängerten Wochenendes, wenn schnelle Beschaffung von Nachschub unmöglich ist. Wer hält schon größere Mengen Tintenstrahlpatronen auf Vorrat, wenn nie sicher ist, ob vielleicht der Drucker noch vor dem Aufbrauchen des letzten Tanks schlapp macht…

 

Dekorativ für Graphikgalerien an der Wand
Lavendel, Rosen und Päonien

 

Aus diesen Gründen war ich natürlich höchst erfreut, als Hewlett Packard Leute suchte, die den neuen Tintenpatronen-Lieferservice HP InstantInk ausprobieren wollten. Und noch mehr gefreut hatte ich mich, dass ich dann tatsächlich zu den Auserwählten gehörte, die bei dieser Aktion dabei sind. Da mein jetziger Drucker HP Officejet 4622 für diesen Service nicht kompatibel ist, bekam ich einen HP Envy 4520 zur Verfügung gestellt. Direkt auf der Seite von HP InstantInk kann man übrigens prüfen, ob der eigene Drucker für den Tintenpatronen-Lieferservice geeignet ist oder nicht.

 

graphische Ausdrucke sehen kumuliert an der Wand gut aus
Eine Ecke im Büro wurde mit einer ganzen Ladung moderner Graphiken und Sprüchen bestückt

 

Wie funktioniert HP InstantInk?

Sobald man also festgestellt hat, dass der zur Verfügung stehende HP Drucker kompatibel mit HP InstantInk ist, kann man sich direkt hier für den Service anmelden. Auf der Seite von HP Connected findet man rechts oben den blauen Anmeldebutton, der einen direkt zum Formular führt.

Einrichten des Druckers für den HP InstantInk Service
Strenge Wareneingangskontrolle von unserer Chefin Miss Neko und Ersteinrichtung des HP Envy 4520 durch mich

 

Zur Anmeldung bei HP InstantInk benötigt man lediglich eine Internetverbindung, eine gültige Email-Adresse und eine Kreditkarte bzw. ein Konto mit der Möglichkeit zum Lastschrifteinzug. Außerdem sollte man sich noch entscheiden, für welchen Tarif des Tintenstrahl-Lieferservices man sich anmelden möchte. Je nach Druckaufkommen gibt es unterschiedliche Preisgestaltungen.

Was ist bei der Registrierung für den Service HP InstantInk zu beachten?

Für die Menge von 50 Blatt pro Monat werden monatlich € 2,99 fällig, für 100 Seiten pro Monat ist man mit € 4,99 dabei und Vieldrucker, die 300 Seiten monatlich bedrucken möchten, zahlen pauschal € 9,99 pro Monat – und zwar egal ob die Seiten jeweils nur mit einer dünnen schwarzen Linie bedruckt sind oder komplett dicht bedruckt mit einem vielfarbigen Tapetenmuster oder einem Farbfoto in DIN A4. Wer also gerne farbig druckt, kann hier wirklich sparen. Das muss ich glaube ich hier gar nicht groß vorrechnen, das sieht man fast auf einen Blick.

 

Beutel zur kostenfreien Rücksendung der leeren Kartuschen
Das Willkommenspaket ist angekommen und die Druckerkartuschen werden ausgetauscht.
Die Kartuschen vom HP InstantInk Service sind größer als die anderen Kartuschen,
passen aber perfekt in den Drucker.

 

Sobald man sich angemeldet hat, den HP InstantInk kompatiblen Drucker registriert, mit HP Connected via WLAN verbunden (geht viel einfacher als es sich anhört) und die Bestätigungsmail erhalten hat, wird auch schon bald ein Begrüßungspaket von HP InstantInk auf den Weg geschickt, das zwei etwas größere Tintentanks enthält sowie eine Versandtasche, um die verbrauchten Patronen zum Recyclen kostenfrei an HP zu schicken.

 

Installation des Druckers für den Service HP InstantInk

Das war in der Tat eine der einfachsten Übungen. Ich habe zwar mehr oder weniger fast jeden Schritt mitfotografiert, aber ich will jetzt hier auch nicht alle Fotos reinsetzen. Der Drucker erklärt alles sehr nachvollziehbar über das kleine Display, sowohl wie man die Patronen einsetzt als auch welche ID-Nummer man beim Konnektieren mit dem WLAN-Router eingeben darf. Alle Daten lassen sich über den Touchscreen des Druckers auch nochmal separat ausdrucken, so dass man alles auf Papier archivieren kann. Der Drucker selbst bekommt via HP Connected eine eigene Email-Adresse zugeteilt, die aus einer wilden Zahlen- und Buchstabenmischung besteht. Man kann diese aber einfach individualisieren, so dass der Drucker dann beispielsweise unter dem Namen „DonaldDruck“ oder ähnlich erreichbar ist.

Übrigens war meine Druckertaufe zunächst etwas ungünstig, was den Namen betraf, da dieser ähnlich mit einer realen Person war. Diese hat dann versehentlich zwischendurch mindestens ein bis zwei meiner Druckjobs per Mail zugesandt bekommen, sich aber bis jetzt noch nicht beschwert…

Es lässt sich auch steuern, wer den Drucker per Mail mit Druckjobs bombardieren darf. Entweder man gibt die Mailadresse nur für bestimmte Absenderadressen frei oder man vertraut darauf, dass die lieben Kinder nicht allen Schulkameraden die Druckeradresse mitteilen. So kann man auch mal von unterwegs aus etwas zum heimischen Drucker schicken.

 

Ab wann beginnt der Abrechnungszeitraum für HP InstantInk?

Erst wenn die HP InstantInk Patronen in den Drucker eingesetzt wurden, beginnt der Abrechnungszeitraum für den Tintenlieferservice zu laufen. Dadurch, dass der Drucker per WLAN mit HP Connected verbunden ist, kann seitens dieses Services festgestellt werden, wieviele Seiten zum einen ausgedruckt wurden und wieviel Tinte noch vorhanden ist. Rechtzeitig bevor man auf dem Trockenen sitzt, sollen dann die nächsten HP InstantInk Kartuschen versendet werden. Diese Situation hatte ich seither noch nicht, ich werde aber berichten, wie es weitergeht.

 

Dank selbsterklärendem Drucker ist die Installation von HP InstantInk auch für Anfänger problemlos möglich
Der Drucker ist sehr kommunikativ und sagt einem bei jedem Schritt, was zu tun ist.

 

Jedenfalls bin ich schon so sehr angetan, dass ich jetzt hemmungslos Druckjobs los schicke und mir schon mal eine ganze Ladung dekorativer Motive ausgedruckt habe. Die einen schmücken jetzt einen Winkel in meinem Büro – das spart den Maler –  und die anderen habe ich nur zum Fotografieren mit Malerkrepp an eine Tür geklebt. Hier werden wir bestimmt an einer Wand eine hübsche Galerie mit verschiedenen gerahmten alten Stichen anlegen. Ich habe so tolle Archive entdeckt, aus denen man sich ganz offiziell für den Privatgebrauch bedienen kann…

Und was mich auch sehr freut: meinen anderen HP Drucker kann ich nur mit meinem Windows-Rechner bedienen. Ich arbeite aber lieber mit meinem Linux-Rechner. Deswegen war es seither so, dass ich mir die wichtigsten Sachen zum Ausdrucken per Mail an den anderen Laptop geschickt habe und diesen dann erstmal nur zum Drucken unterm Tisch hervorkramen musste. Jetzt gibt es das Problem nicht mehr. Ich schicke meine Druckjobs einfach per Mail direkt an den Drucker! Und auch das Problem mit dem Tintenfüllstand und dem Nachschub scheint gelöst zu sein – zumindest verspricht das HP InstantInk. Mal abwarten, wie pünktlich die nächste Ration hier ankommt und ob ich dann wirklich noch denke „Tintenfüllstand kann mich mal…“. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Auch Frollein Tochter ist höchst erfreut. Sie erschrickt mich jetzt regelmäßig, wenn sie über ihr Android Tablet einen Druckjob aus ihrem Zimmer an den Drucker neben meinem Schreibtisch schickt. Ich werde jedes Mal bleich, wenn es auf einmal neben mir unvermittelt anfängt, leise zu rappeln und dieses Geräusch eindeutig nichts mit Katze Miss Neko zu tun hat…

5 KOMMENTARE

  1. Ich habe so gut wie immer Tintenpatronen auf Vorrat. 😉 Aber ich kaufe keine originalen, sondern sehr preiswerte über Amazon, da kosten zweimal alle Farben um die 10€. Natürlich halten die nicht ewig, aber für den Preis ist das ok. Die Farbe ist auch wirklich super, ich drucke auch Fotos auf Fotopapier aus. Beim Papier spare ich allerdings nicht, da merkt man wahnsinnige Unterschiede von preiswert zu hochwertig.

    Diesen Lieferservice finde ich auch ok, habe ich das richtig verstanden, dort wird registriert, wie viel ich drucke und wenn HP sieht, dass meine Patronen leer werden, schicken die mir automatisch neue?
    Aber das mit der Mail habe ich nicht verstanden. Muss ich da erst eine Mail hin schicken, dass ich das ausdrucken kann?

    Viele Grüße,
    Moppi

  2. Für den Lieferservice meldest Du Dich selbst unter Angabe deines voraussichtlichen Druckvolumens an, 50, 100 oder 300 Seiten pro Monat. Entsprechend unterschiedlich ist der Tarif. HP sieht via HP Connected, wieviel Seiten du bedruckt hast. Je nach benötigter Menge kann man auch ein zusätzliches Seitenkontingent dazubuchen oder den Tarif wechseln.

    Außerdem kommuniziert der Drucker via WLAN mit HP InstantInk und teilt den sozusagen mit, wenn bald Patronenwechsel angesagt ist. Dann wird ein Päckchen auf den Weg geschickt.

    Was die Mail an den Drucker betrifft, so ist das zum einen für mich ganz toll und wichtig, weil ich mit dem Betriebssystem Linux am liebsten arbeite und dafür die wenigsten Drucker ausgerichtet sind (was die Treiber betrifft). Zum anderen könntest du mir von deinem PC aus per Email einen Ausdruck deines Lieblingsrezeptes oder wasweißich schicken, wenn ich dir die Mailadresse des Druckers verraten würde 😉
    Über Windows, MAC, Android Tablet & Smartphones lässt sich der Drucker entsprechend der Kompatibilität von Treibern und OS-Versionen ganz normal über das Menü ansteuern…

    Liebe Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

  3. Das hört sich wirklich interessant an. Gerade, wenn man mal wirklich viel druckt… Bei mir sind das immer mal wieder Phasen in denen der Drucker auf Hochtouren läuft und dann auch meistens mehr als nur ein paar Zeilen. Da ist man schon öfter mal von Tintenständen und Co genervt.

  4. Wow, Deine Druckerstory könnte meine sein … 🙂 Die Informationen, die Du gibst, sind sehr wertvoll. Danke vielmals.

  5. das klingt super interessant 🙂 Muss ich mir unbedingt mal genauer anschauen, zumal ich auch sehr oft Fotos und so etwas ausdrucke… 🙂

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