Wer gestern gedacht hat, ich bin schon fertig mit dem Veröffentlichen der Rezepte meiner kulinarischen Geburtstagspartygestaltung, der hat sich leider getäuscht. Heute kommt noch eines. Dieses Mal von den kleinen Zimtschneckchen, von denen ich gefühlt Unmengen produziert habe, obwohl es letztendlich nur ein Hefeteig aus 500 g Mehl war und nur zwei Backbleche komplett mit Schneckchen gefüllt waren. Aber so von der Anzahl her waren es ganz bestimmt viele. Genauer weiß ich es nicht, ich habe die Dinger nämlich nicht zum Appell antreten und durchzählen lassen.

süßes fingerfood aus hefeteig
Zimtschneckchen mit Mandeln im festlichen Plissee-Rock


Ich konnte jedenfalls den Freundinnen meiner Tochter je noch ein Tütchen mit Zimtschneckchen in die Hand drücken und wir hatten am Tag danach auch noch einige für den Eigenbedarf, wobei Hefegebäck eigentlich immer am Backtag am besten schmeckt.

Die Zubereitung war kinderleicht, auch wenn ich zwischendurch die Befürchtung hatte, der Hefeteig werde möglicherweise nicht gelingen. Aber Pustekuchen, das Ding ging auf wie der Vollmond im Dezember, vergrößerte sich mindestens um ein vierfaches, wenn nicht noch mehr. Als ich zwischendurch mal so nach meinem Teig schaute, war ich wirklich sehr erstaunt, welche Ausmaße der angenommen hatte und bekam schon Befürchtungen, dass er mir demnächst aus der Schüssel flüchtet…

Aber nun zum Rezept von den Zimtschnecken, mit denen man Partygäste glücklich macht. Die Dinger waren übrigens nicht pappsüß, sondern angenehm rund gesüßt, was immer das auch bedeuten mag. Aber genau so habe ich den Geschmack empfunden.

Wir brauchen für 2 Backbleche voller Minizimtzickenschneckchen (Größenordnung ca. 5 cm Ø)

Hefeteig

500 g Mehl
80 g Muscovadozucker
1 Würfel frische Hefe (42 g)
170 ml lauwarme Milch
1 Prise Salz
1 TL Zimt
60 ml Walnussöl
1 Päckchen Vanillezucker mit echter Bourbonvanille
2 EL Joghurt

Füllung

2 TL Zimt
50 g flüssige Butter
50 g Muscovadozucker
100 g gehackte oder gestiftelte Mandeln

Guss

100 g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker mit echter Bourbonvanille
2 EL Milch

Zunächst habe ich aus dem Mehl, dem Zucker, der Hefe, der lauwarmn Milch, der Prise Salz und dem Zimt einen Vorteig geknetet und diesen dann ca. 30 Minuten auf der angeschalteten Heizung gehen lassen. War ja eh kalt genug, dass man die Heizung brauchte.

Anschließend wurden unter den Teig noch das Walnussöl, der Vanillezucker und der Joghurt untergeknetet. Ich denke, man hätte sicherlich auch alles auf einmal vermischen können, das hätte sicherlich auch funktioniert. Diesen Teig habe ich wieder abgedeckt und wieder auf der Heizung für 60 Minuten gehen lassen. Da kam er mir aber schon fast entgegen zur Begrüßung, als ich das Deckchen lüftete…

Zimtrollen backen mit Rezept
Wenn sich der Hefeteig auf den Weg macht, weil die Schüssel zu eng wird…

 

Bevor ich den Teig ausrollte, habe ich noch schnell die Füllung aus dem Zimt, der flüssigen Butter und dem Zucker zubereitet. Dann den Teig in zwei Hälften geteilt, sonst hätte ich Platzprobleme bekommen und die eine Hälfte erstmal schön rechteckig ausgerollt. Funktionierte bei mir natürlich nicht, deswegen habe ich die ausgefransten Ränder kurzerhand abgeschnitten und damit begradigt.

Auf den dünn ausgewellten Teig mit dem Silikonpinsel dann die Butter-Zimt-Zuckermischung gleichmäßig draufpinseln, aber bitte nur die Hälfte, die andere Hälfte brauchen wir ja für die zweite Portion. Anschließend noch die zerkleinerten Mandeln darauf verteilen und dann den Teig von der längeren Seite her aufrollen, dann gibt es kleinere Schneckchen, dafür aber viele. Wer lieber große Schnecken möchte, der rollt von der kürzeren Seite her auf.

Die Rolle dann in 1,5 cm dicke Streifen schneiden und die Schneckchen ordentlich aufs gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Backblech setzen. Anschließend bei 180° C auf mittlerer Schiene ca. 20-25 Minuten backen. Je nach Ofen und je nach gewünschtem Bräunungsgrad kann das etwas variieren.

In der Zwischenzeit kann man sich um die zweite Hälfte des Teiges kümmern und den Guss aus Puderzucker, Vanillezucker und Milch anrühren. Sobald das erste Blech mit den Schnecken fertig ist, werden im Eilverfahren die noch heißen Schnecken jeweils mit dem Zuckerguss bestrichen und zum Auskühlen am besten auf ein Kuchengitter gesetzt.

Mit dem zweiten Blech verfährt man genauso. Zum Servieren habe ich die Schneckchen jeweils in eine Muffinpapiermanschette gesetzt, dann sieht es auf der Etagere gleich viel hübscher aus. Außerdem lässt sich das dann besser aus der Hand essen, weil das Risiko von klebrigen Fingern um 50 % minimiert wird.

Geschmeckt haben die Teilchen wirklich gut und auch diese Dinger sind bestens geeignet, nicht nur als süßes Fingerfood bei Parties angeboten zu werden, sondern auch für den Osterbrunch, für Picknick oder als Mitbringsel an Geburtstagen in Schule und Kindergarten.

Wie gefallen euch die Minischnecken? Wäre das etwas für eure Kaffeetafel? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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