Obwohl es momentan trotz Sonnenschein wieder empfindlich frisch ist und obwohl rein kalendermäßig noch ziemlicher Winter vorherrscht, macht sich bei mir schon wieder so eine innere Unruhe bemerkbar, die nichts anderes bedeutet als: Kauf Blumen, kauf Erde, kauf Setzlinge und fang an!


Erschwerend kam dann heute noch hinzu, dass mir ein Newsletter vom schwedischen Möbelhaus ins elektronische Postfach flatterte, in welchem mit den Worten „Nichts wie raus mit dir!“ lauthals der Beginn der Gartensaison beworben wurde. Da bin ich irgendwie ziemlich empfänglich für solche Geschichten und würde am liebsten natürlich auch gleich losfahren und ein komplettes Sortiment Balkonausstattung kaufen, inklusive sommerlicher Pflanzkübeldeko und passenden Windlichtern dazu.

Aber natürlich wäre das momentan noch alles sehr unvernünftig, denn bevor man die neuen Pflänzchen setzt und Balkon, Terrasse und/oder Garten wieder schön macht, muss erst einmal die Frostgefahr gebannt sein. Was aber jetzt auf jeden Fall schon erledigt werden kann und teilweise auch erledigt werden muss, sind Sachen wie das Vorziehen von Pflänzchen aus Saatgut und draußen kommen jetzt nochmal solche Arbeiten wie der Rückschnitt von Gräsern, Stauden und Hecken. Gerade bei den Hecken ist der Februar die letzte Möglichkeit zum Rückschnitt, da in Wohngebieten ab 1. März bis 30. September Bestandsschutz gilt und die Hecken als Brut- und Nistplätze für Vögel und Kleintiere dienen sollen.

Ich persönlich bin ja auch eher der Frühjahrszurückschneider, auch wenn bei mir auf dem Balkon weder Igel noch Brutvögel Schutz im Gestrüpp suchen. Ich mag einfach viel lieber den Anblick von dürren Stauden als den von nackten Kübeln. Deswegen werde ich demnächst auch erst die Schere ansetzen und mir am besten gleich einen Container für die Grüngutentsorgung kommen lassen. Quatsch, natürlich nicht für den Balkon. Sicherlich auch nicht für eine kleine Terrasse oder einen handtuchgroßen Vorgarten. Aber wer so ein freistehendes Häuschen mit genügend Grundstück drumherum hat, kommt vermutlich um einen Container nicht herum. Obwohl, die schwäbischen Eigenheim-mit-Garten-Besitzer fahren dann lieber mit ihrem alten Mercedes-Diesel und Anhänger zehnmal zwischen Deponie und Garten hin und her…

Aber zurück zu meiner alljährlichen Frühlingseuphorie, die meist schon lange vor dem meteorologischen Frühlingsbeginn anfängt. Auch dieses Jahr werde ich natürlich wieder versuchen, eine schöne Mischung aus Zier- und Nutzpflanzen zu kombinieren. Das eine oder andere Pflänzchen hat sogar wieder den Winter überlebt und fängt jetzt schon wieder an auszutreiben. Mein Ziel wäre ja, eine Permakultur auf dem Balkon einzurichten, so dass ich nicht jedes Jahr wieder von vorne anfange, sondern nur dort, wo mal ein Pflänzchen über den Jordan ging, die Lücke mit einer frischen Primel wieder schließen kann. Aber bis ich so weit bin, wird es vermutlich noch ein Weilchen dauern. Inspirationen dafür hole ich mir in verschiedenen Büchern, Zeitschriften und vor allem in Facebookgruppen und auf PinterestBoards zu den Themen Selbstversorgung, Urbangardening, Permakultur und ähnliches.

Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr auch schon wieder im Frühlingsfieber und wollt am liebsten gleich den Garten umgraben? Wann fangt ihr an, die Vorbereitungen für die kommende Frischluftsaison zu treffen? Ich freue mich über eure Kommentare! Übrigens, die Fotos sind natürlich vom Vorjahr 😉

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