Hyvää pälvää! Mitä sinun nimesi on?

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Alles klar? Nö, oder!? Gut, ich hab das jetzt auch aus dem zweiseitigen kleinen Sprachführer für Finnland abgetippt und die Überschrift bedeutet nichts anderes als „Guten Tag! Wie heißt du?“ – zumindest behauptet das das Büchlein und ich muss es wohl oder übel glauben, da meine finnischen Sprachkenntnisse über die Worte „hullu poro“ kaum hinausreichen. Hullu poro ist übrigens das verrückte Rentier, nur falls jemanden die Bedeutung interessiert…

Aber wieso komme ich jetzt ausgerechnet auf Finnland zu sprechen? Ganz einfach, kaum sind die Weihnachtsferien vorbei und das Kind schon wieder eine Woche in der Schule, schon darf man sich auf die nächsten Ferien vorbereiten, die hierzulande schon wieder in drei Wochen beginnen. Als Schüler kommt man gar nicht mehr raus aus dem Ferientrott, die vier Wochen Schule dazwischen reichen kaum, um sich wieder auf den Ernst des Lebens zu besinnen – finde ich zumindest.

Symbolbild für Winter, Kälte und Schnee aus dem Archiv


Wie dem auch sei, mein Kind hat das Glück und darf nach Finnland reisen. Genauer gesagt nach Lappland, also dorthin, wo der Weihnachtsmann mit seinen verrückten Rentieren wohnen soll. Zusammen mit der lieben Tante gibt es eine Woche lang Schnee ohne Ende, Schlittenfahrten mit Motor, Hunden oder Rentieren, ungefähr eine Stunde am Tag sogenanntes Tageslicht, Rentierfleisch in allen Varianten und voraussichtlich auch ganz viel Lakritz. Um letzteres beneide ich sie ja ein wenig, hoffe aber, dass ich mindestens zwei Zentner davon mitgebracht bekomme.

Jetzt sind ja die Winter bei uns eher kurz und harmlos verglichen mit den meteorologischen Gegebenheiten in Lappland. Natürlich ist das Kind da noch nicht so richtig ausstaffiert gewesen und wir haben inzwischen mal so allerlei Wärmendes im Ausverkauf ergattert. Besonders lustig und heute bei Temperaturen um die Null Grad auch gleich anwendbar gewesen, ist die doppellagige Gesichtsmaske von Airhole – nein, nicht das Modell Meow – mit dem wir heute gleich die Innenstadt unsicher machten. Amüsant waren die Reaktionen der Passanten, von verwirrt über konsterniert bis amüsiert war alles dabei, auch wenn unsere Maske eher zu den harmlosen unifarbenen zählte und nicht eine von denen mit Fotodruck ist. Dieses Ding wird jedenfalls in Lappland gute Dienste leisten, zumal sich dort die Durchschnittstemperatur im Februar bei um die -15° C bewegen soll.

Außerdem entdeckten wir neulich eine tolle Fleecejacke bei TK Maxx, von denen wir seit ein paar Monaten auch eine Niederlassung in Stuttgart haben und deren Vorzüge mir auf den ersten Blick verborgen blieben, was sich aber mittlerweile relativiert hat. Man kann, wenn man Glück hat, schon echte Schnäppchen machen. Aber zurück zur Fleecejacke. Da gibt es ja ziemliche Unterschiede. Manche haben eine richtig widerliche Haptik, so dass es mir bei Berührung derselben ungefähr genauso kalt den Rücken runter läuft, wie wenn der Lehrer früher mit Kreide und Fingernagel an der Tafel rumkratzte. Und manche Fleecejacken haben wiederum einen angenehmen Griff, wie unser Modell von Geographical Norway, welches wir fürs Kind kauften, damit es in Lappland nicht dauernd frieren muss, das arme Ding. Wenn es stimmt, dann war die Jacke von fast 100 Euro auf 35 Euro reduziert. Von der Qualität her könnte es hinhauen, nur leider habe ich im Netz kein vergleichbares Modell gefunden, damit ich den Rabatt hätte nachprüfen können. Wie dem auch sei, die Jacke ist total gemütlich und richtig kuschelig warm.

Dann mussten noch Thermohosen her, die nicht aussehen wie Skihosen, da wir hierzulande ja mit normalen Jeans auskommen, die maximal noch mit einer Legging drunter angezogen werden, wenn es doch mal etwas frischer werden sollte. In Lappland hingegen soll es ja so frisch sein, dass man sicherlich sein Frischfleisch nur auf die Fensterbank legen muss und schon wird es mehr oder weniger schockgefroren. Und damit genau das nicht mit dem Kind passiert, haben wir eben auch noch Thermohosen gekauft. Bestimmt brauchen wir die hier nie wieder, aber vielleicht irgendwann nochmal für eine Reise ins ewige Eis.

Bereits zu Weihnachten gab es im Hinblick auf bevorstehende kalte Tage eine Tschapka, die dem Kind ganz ausgezeichnet steht und die dann natürlich mit nach Sibirien Lappland reisen darf. Innerlich muss ich ja schon ein wenig grinsen, wenn ich mir vorstelle, wie die beiden dann kältesicher eingekleidet durch die zauberhafte Schneelandschaft stapfen werden.

À propos stapfen – Schneeschuhe haben wir natürlich auch. Da passen glücklicherweise noch die von Kamik vom vorletzten Winter, die seinerzeit noch etwas zu groß waren und dank milder Temperaturen so gut wie nie getragen wurden. Aber angeblich halten diese kanadischen Schneestiefel bis -40° C die Kälte fern, so dass das Kind nicht befürchten muss, mit Eisbein wieder nachhause zu kommen.

Ich bin jedenfalls gespannt, ob wir all diese dicken Klamotten in einen normalen Koffer bekommen und vor allem bin ich natürlich auf die Eindrücke und Erzählungen der beiden gespannt. Das Kind hat mir hoch und heilig versprochen, viele und vor allem gute Fotos für den Blog zu schießen, damit wir anschließend hier auch wenig über Lappland berichten können.

Wer von euch war schon mal in Lappland und kann mir vielleicht noch den einen oder anderen Tipp geben? Was Bekleidungstipps angeht, nehme ich die natürlich auch von den Leuten an, die schon im Winter in Kanada, Sibirien, Grönland oder anderen entzückenden Schneegebieten waren…

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