…einmal ausgeht, dann sagt die Mutter meist zum Kind: „Kind, setz‘ doch ’ne Mütze auf und mach‘ nen Schal ran, es ist kalt!“ – allerdings nur dann, wenn die Temperaturen tatsächlich etwas frischer werden oder das Kind vielleicht noch nicht ganz trockene Haare hat. Aber was sagt dann das Frolllein Tochter meist als Antwort? Genau: „Neeee, Mama, mir ist eh viel zu warm!“ und rennt dann bei Temperaturen, die deutlich zu kühl sind, mit blankem Gänsehals und ohne Mütze rum. Ich denke, diese Nummer ist hinlänglich bekannt bei allen Müttern – und bei allen Kindern. Übrigens sagt selbst meine Mutter noch zu mir, ich soll einen Schal umbinden…

Neulich jedoch war alles anders. Das Kind hatte eine neue Mütze bekommen. Nicht dass jetzt an dieser Mütze irgendwas grundlegend anders ist als an all den anderen hundert Mützen, die bereits in der Kommode rumliegen. Nein, die Form ist wie immer, sie ist gestrickt, sie ist in unauffälligem olivgrün und auch diese Mütze kratzt nicht. Und trotzdem zog Frollein Tochter total freiwillig dieses Ding an, ohne dass ich auch nur Luft holen musste, um irgendwas zu sagen. Hätte ich sowieso nicht, weil’s an dem Tag nämlich nicht kalt war. Also ich persönlich wäre da nicht mit Mütze rausgegangen, auch nicht mit mehrfach um den Hals geschlungenen Schal, aber „UMM. OK.“

Das muss wohl wirklich ausschlaggebend dafür gewesen sein, dass diese Mütze selbst bei sonnig-goldenem Herbstwetter mit Frühlingstemperaturen getragen wurde. Da kann ich nur sagen: „Umm. Okay.“ – Wenn das so ist, dann werde ich schauen, dass zukünftig überall so ein Label mit diesem Statement drauf ist, auf der Winterjacke ebenso wie auf den Schals und auch auf bestimmten Schuhen. Dann kann ich auf die Frage, wie es so mit der interfamiliären Kommunikation klappt, sagen: #läuftbeimir Alda.
Der Vorteil dieser Mütze ist, dass man sie auch mal anders stylen kann, zum Beispiel als Kaiser-Wilhelm-Pickelhaube wie auf dem oberen Bild oder man kann sie einfach bei zuviel Sonne direkt übers Gesicht ziehen und die Mütze damit auch gleich als Blendschutz verwenden. Das spart die Sonnenbrille.

Der Grund aber, warum das Kind diese Mütze bekommen hat, war der Rucksack. Klingt logisch, oder!? Ja, also ich war neulich hier vor Ort beim C&A (online unter www.c-and-a.com), eigentlich nur, damit ich die Außentreppen umgehen kann und dort im Laden mit der Rolltreppe elegant den Berg hochkomme. Bei der Gelegenheit entdeckte ich den Rucksack, der mir gleich gefiel, weil er so schön im Retrolook ist. Also bin ich nachmittags mit dem Kind nochmal in den Laden gegangen und wollte wissen, ob der Rucksack chic, angesagt, hip oder so ähnlich ist. Weiß man ja nie, was da gerade hip ist und man will ja seinen Sprössling auch nicht bis ans Lebensende blamieren, wenn man ihn mit einem völlig uncoolen Teil in die weite Welt hinaus schickt. Aber das Kind war guter Dinge und meinte, dieser Rucksack sei so schön oldschool, der würde ihr gefallen (oldschool ist das hippe Wort für altbacken). Mir gefiel er ja auch, aber ich muss ja so tun als ob ich mich nur auf ihren Geschmack verlassen könne.

Der Rucksack war also dann beschlossene Sache und wir schlenderten noch so unauffällig durch die Mützen- und Schalabteilung, wo ich ihr immer mal eine süße Bommelmütze zum Anprobieren anbot und sie diese empört ablehnte, bis ich ihr eben diese olivgrüne unter die Nase hielt. Ummm. Okay. Da war ich dann übrigens mit 5 Euro dabei, günstiger geht es kaum noch, und offensichtlich war es ein echtes Schnäppchen!

Übrigens musste der Rucksack meines Erachtens deswegen her, weil ich einfach nicht mehr mit ansehen konnte, dass sie tagaus, tagein die gleiche Umhängetasche trug, die auch noch zu klein für das Zeug war, was sie da alles reinstopfte. Dieser Cityrucksack hat jetzt ein ordentliches Fassungsvolumen, was sie aber hoffentlich nicht ausnutzen wird. Und chic aussehen tut er obendrein auch noch! Noch ein kleiner Tipp: Wer jetzt Geschmack an der Mütze oder am Rucksack gefunden hat, der schaut bei C&A in der Abteilung Clockhouse – momentan gibt es das Zeug noch…

Und wie bringt ihr eure Kids dazu, mal eine Mütze oder einen Schal anzuziehen? Habt ihr Tricks? Geht das bei euch reibungslos? Oder denkt ihr, das soll doch das Kind machen wie es will!? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

2 KOMMENTARE

  1. Hier neuerdings auch immer grundsätzlich Diskussionen. Nur mit der angehenden Teenietochter. Die anderen beiden funktionieren prima, die sind da wirklich gepolt von wegen "ist kalt, ich ziehe eine Mütze auf". Da muss ich nichts sagen. Tochter ist da eher wie heute Nachmittag: "muss ich eine Jacke anziehen?!" "Äh, ja, natürlich!" "Neee, ich will aber nicht!" und geht ohne. Da fehlen mir die Worte. Ok, sie wollte nur 3 Häuser weiter, aber warum dann die Frage? Wäre sie einfach so entschwunden wäre es nie herausgekommen. Aber wir bekommen das noch hin. Spätestens, wenn sie auszieht, sag ich immer.

    Viele Grüße, Sandra

  2. Ich habe eher das Problem, dass die Mützen und Schals zwar mitgenommen werden, aber nicht zurückkommen. Da meine jungen Mitbewohner inzwischen alt genug sind, um Temperaturunterschiede wahrzunehmen (kurze Haare, also kein natürlicher Ohrenschutz!), lasse ich sie einfach so gehen – ggf. auch ohne Jacke. Tatsächlich ist kaum mal einer krank (*knockonwood*) und wenn's richtig knackig kalt ist, greifen sie fürs Fahrradfahren von allein wenigstens zu den Handschuhen. Bei Mützen hat es ein bisschen geholfen, die Jungs die Farben für Selbstgehäkeltes à la Boshi selbst auswählen zu lassen. Ich habe diesen Blog gestern zufällig entdeckt und freue mich: Liebstöckel und Salbei mag ich gern, das ist ein gutes Omen. 🙂 VG Johanna

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