Genuss – das ist es, was in allem gesucht wird.
Lucius Annaeus Seneca [ca. 4 v. Chr – 65 n. Chr.]

 

Wir erreichten am frühen Nachmittag das Hotel der Luxusklasse. Unser Gepäck wurde nach dem einchecken direkt vom Pagen entgegen genommen und kurze Zeit später auf die Suite gebracht. Marmorbad, genügend Platz um sich frei zu bewegen, ansprechende Möblierung in klassizistischem Stil und ein kulinarischer Willkommensgruß auf dem Coffeetable lassen uns ein Lächeln aufs Gesicht huschen.

Was eignet sich besser als so ein Luxus-Ambiente, um mal schnell ein paar Bilder zu machen. Zum Beispiel von dem roten Kleid, das ich eigentlich zum Fünf-Gänge-Menü am Abend tragen möchte. Dieses Kleid mag ich recht gerne, es ist bequem und anpassungsfähig, knittert nicht und man kann es einfach waschen – perfekt dafür wenn man unterwegs ist.

 

Ein kleiner Blick in den Spiegel um zu prüfen, ob das Licht ausreicht. Es reicht nicht ganz, es muss geblitzt werden beim Fotografieren. Aber was soll’s, wichtig ist ja nur das, was am Ende dabei rauskommt.
Und wichtig bei solchen Kleidern ist auch das, was man untendrunter trägt. Ich meine jetzt nicht die Dessous, sondern eher das, was Leib und Seele zusammenhält. Ach nein, das was Leib und Seele zusammenhält war ja das, was dafür sorgt, dass wir figurformende Shapewear tragen müssen um in fließenden Kleidern nicht uferlos daherzuwallen. Ja, ich weiß, jede Frau hat so ihr kleines Geheimnis – und sei es eben nur, dass die straffe Bauchdecke und der stramme Po durch Miederhöschen & Co. geformt werden. Frau hat eben nicht immer Lust Zeit, sich durch Fitnessprogramme zu quälen, dafür aber viel mehr Lust auf Genuss, der sich dann eben irgendwo manifestiert.

Während ich also in der nächsten halben Stunde die figurformende Strumpfhose über meinen Revuekörper ziehe und zerre, genieße ich den Ausblick auf unsere entzückende Sitzgruppe in der Suite Augustus, von wo aus man den perfekten Blick zum gegenüberliegenden Spa hat. Die Strumpfhose mit der Superkompressionstechnologie, die wirklich alles zusammenhält was auszuufern droht, lässt sich nur mit viel Willenskraft anziehen. Aber wenn man sie dann mal anhat, dann sitzt sie bombenfest und formt einen völlig neuen Körper. Der Vorteil von diesem Ding ist, dass man sich dank eines höher geschnittenen Leibes den Body als Shapewear sparen kann. Außerdem kriegt man sich mit diesem Ding glatt um eine Konfektionsgröße kleiner. Super Diät: 5 Kilogramm weniger in 30 Minuten…

 

Zum roten Kleid und den schwarzen Strümpfen und Schuhen habe ich mir noch ein seidenes Beutelchen voller Schmuck mitgenommen. Schwarz natürlich, wie meine Seele Strümpfe. Man erkennt es kaum auf dem Foto, aber wie gesagt, die Lichtverhältnisse waren schwierig. Der große Ring ist ein Fund vom Flohmarkt, ein Ring aus auf Gummifaden gefädelte Rocailles-Perlen und als Hingucker eine schwarze Blüte aus einem schwarzen gerafften Satinband. Mit drei Euro war ich dabei…

 

Dazu ein Set bestehend aus Armreif und Ohrringen, schwarzer Stahl belegt mit schwarzen Steinen aus facettiertem Glas, genau das, was ich mag. Schlicht, edel und trotzdem etwas Besonderes. Und natürlich schwarz, erwähnte ich das schon?

 

Ein skeptischer Blick in den Spiegel. Steht mir der Look? Passt das alles oder ist der Blütenring doch etwas zuviel an meinen Fingern? Und vor allem: hält die Strumpfhose, was sie verspricht? Die Speckröllchen (hört sich charmanter an als -rollen) sind tatsächlich irgendwie besser verteilt und lassen das Gesamtbild harmonischer erscheinen. Auch das Kleid scheint etwas lockerer um mich herum zu fallen, aber ob ich genau eine Kleidergröße eingespart habe!?

 

Vielleicht hätte ich mich optisch geschickter so halb hinter der römischen Marmorsäule platzieren sollen, dann wäre meine Statur ruckzuck halbiert gewesen. Muss ich mir merken fürs nächste Mal. Aber so ein Stuhl hilft auch ungemein, hinter der Lehne kann sich der Betrachter dann eine Wespentaille vorstellen…

 

Egal ob Wespentaille oder nicht, wir genießen das Zimmer, vielmehr die Suite, und machen noch ein paar Bilder von diesem Look. Zum Beispiel ganz nachdenklich im Stile der Operndiva Maria Callas

 

…oder dahingeworfen auf der Chaiselongue, die als Abwandlung der Ottomane in einer in römischem Stil eingerichteten Suite nicht fehlen darf. Wo sonst als auf so einem Möbelstück ließe sich die Dekadenz des endenden römischen Reiches besser zelebrieren! Es gibt tatsächlich noch ein paar dekadentere Fotos, aber da stimmte dann der Faltenwurf nicht ganz mit meinen Vorstellungen überein. Ich hoffe ihr versteht, dass diese Bilder dann im Nähkästchen verbleiben…

 

Übrigens war unsere Suite doch so groß, dass wir uns völlig problemlos aus dem Weg gehen konnten und die Wege zu Kleiderschrank, Badezimmer, Sekretär oder Sitzecke waren doch so beachtlich, dass ich, wäre ich drei Wochen länger hier geblieben, sicherlich 2 Konfektionsgrößen abgenommen hätte…

 

Obwohl, bei dem guten Essen und der reichhaltigen Auswahl zum Frühstück wäre auch das kein leichtes Unterfangen gewesen. Okay, man hätte im Pool und im Fitnessraum alles wieder neutralisieren können, aber ob das für mich dann noch etwas mit Genuss zu tun gehabt hätte!?

 

Bevor ich hier aber vergnügt weiter plaudere, vertröste ich euch auf später. Schließlich möchte ich auch in den nächsten Beiträgen noch ein paar Sachen von unserer Bloggerreise mit Wellnessfaktor erzählen, die wir dank Wellness-Bummler unternehmen konnten. Ihr dürft gespannt dabei bleiben!

 

Am liebsten würde ich ja glatt nochmal kehrt machen und in der Suite 505 überwintern. Nicht etwa weil ich die kalte Jahreszeit nicht mögen würde, nein, vielmehr deswegen, weil ich mich dort wirklich sehr wohl gefühlt habe. Wer weiß, vielleicht eines Tages…

Brille: smarteyes
Ohrringe & Armreif: byKranz
Ring: Flohmarkt
Shapewear & Strumpfhose: ITEM m6
Kleid: LANDS‘ END
Schuhe: Tamaris
Location: Suite 505 im Victor’s Residenz-Hotel Schloss Berg
Model: Salvia von Liebstöckelschuh
Fotos: Lettilop

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