Norwegischer Ziegenfrischkäse oder…

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„Was man als Bloggerin so erlebt“ – zwischen diesen beiden Überschriften musste ich mich gerade entscheiden und wusste jetzt nicht, welche passender wäre. Also fangen wir einfach mal ganz von vorn an.

Wie ihr sicherlich alle wisst, bekommen Blogger und auch Bloggerinnen meist kurz vor oder nach der Markteinführung bestimmter Produkte Probierpakete zugeschickt, idealerweise natürlich so, dass man vorher gefragt wird bzw. sich auf ein Angebot bewerben kann. So auch dieses Mal. Es geht hier um norwegischen Ziegenfrischkäse, der demnächst auch in Deutschland käuflich zu erwerben sein soll. Und da wir BloggerInnen ja immer aufgeschlossen für neue Dinge sind, besonders wenn sie auch noch gut schmecken sollen, habe ich mich natürlich für ein Probierpaket des Ziegenfrischkäses von Snofrisk beworben.

Von den fünf verschiedenen Sorten Snofrisk haben es leider nur vier aufs Foto geschafft
– einer war zu langsam bzw. wurde zu schnell verzehrt…

Seither kannte ich noch keinen norwegischen Ziegenfrischkäse, schon gleich gar keinen in dreieckiger Verpackung, die entfernt an Spitzbergen erinnert, und außerdem fand ich die Produktbeschreibung attraktiv, nämlich dass im Frischkäse bzw. in der Frischkäsezubereitung nichts anderes drin ist als 80 % Ziegenmilch, etwa 20 % Kuhsahne, Salz und je nach Sorte dann eben noch Pfifferlinge, Meerettich, Dill oder rote Zwiebeln und Thymian – das war’s dann auch schon. Keine E-Nummern, keine Geschmacksverstärker, keine anderen Ingredienzen dubioser Herkunft – genau so wollen wir das haben.

Ein klein wenig skeptisch war ich wegen der Ziege und ihrem manchmal zickigen Geschmack, aber gut, wir sind ja erstmal vorbehaltslos und probieren, bevor wir meckern. Nachdem ich mich erfolgreich beworben hatte, wartete ich sehnsüchtig auf das Päckchen. Fünf Sorten sollte ich zum Testen bekommen, ich wusste nur nicht wann. Letzte Woche Donnerstag war es dann soweit. Ich sah noch den Postwagen in weiter Ferne, als ich das Haus verließ und dachte mir nichts dabei. Als ich wiederkam, fand ich eine Benachrichtigung im Briefkasten, die darauf schließen ließ, dass das Paket in einem Büro abgegeben worden war, das mittlerweile aber nicht mehr besetzt war. Am nächsten Tag gegen Mittag holte ich ein arg verbeultes Päckchen ab und wunderte mich gar sehr, als ich es öffnete und mich fünf dreieckige Frischkäsepackungen von Snofrisk und sechs aufgetaute Kühlakus anschauten. Kalt war das Zeug definitiv nicht mehr, dafür war ich ein wenig ratlos, da die Wetterlage hierzulande schon wieder dampfkesselig war und ich nicht wusste, ob man mit einer unterbrochenen Kühlkette etwas riskieren würde oder nicht. Vorsichtshalber kam der Käse erstmal in die extra kalte Schublade im Kühlschrank und ich telefonierte ein wenig herum, mit dem Ergebnis, dass mir ebenso viele Leute davon abrieten den Käse zu probieren, wie mir Leute versicherten, da würde nichts passieren.

Hier könnt ihr einen Blick auf den Snofrisk Frischkäse mit Dill werfen – der ideale Sparringpartner für Lachs und Gurke

Tja, den Anfang hat dann mein nichtsahnendes Kind gemacht und sich einfach eine Scheibe Brot mit dem Snofrisk Frischkäse Pfifferlinge gestrichen. Ich bekam es erst mit, als Frollein Tochter zu mir ins Büro kam und meinte, woher ich den Frischkäse hätte, der sei ja sehr lecker und würde richtig toll nach Pilzen schmecken. (Normalerweise bekommt sie immer Motzanfälle, wenn ich was mit Champignons mache – Anm. der Red.)

Ich habe dann  mal schweigend und scheinheilig abgewartet, ob der Frischkäse die unterbrochene Kühlkette gut überstanden hat und siehe da, es ist nichts passiert. Also schwang ich gestern mutig den Kochlöffel und habe die angebrochene Packung Snofrisk Frischkäse Pfifferlinge gleich in ein aus meinem Ärmel geschütteltes Rezept integriert. Das Abendessen war dann so lecker, dass ich gleich noch ein Schulessen für heute mittag davon abzweigen konnte, so dass das Kind heute nicht auf Döner & Co. zurückgreifen musste.

Jetzt wollt ihr noch wissen, was ich gekocht habe? Okay, dann lege ich mal los mit dem Rezept. Es ist übrigens sehr üppig bemessen für zwei Personen, das hätte garantiert auch für 3-4 Personen gereicht, dann aber nicht mehr als Mittagessen für den nächsten Tag.

Ist zwar keine Haute Cuisine, dafür aber echtes SoulFood – Champignons mit Bulgur und Snofrisk Pfifferling

Wir brauchen
eine angebrochene Packung Snofrisk Frischkäse Pfifferlinge, bei der ungefähr die Bergspitze fehlt

500 g Steinchampignons, wahlweise auch weiße Champignons

1 große Gemüsezwiebel

ca. 600 ml Gemüsebrühe

ca. 250 g Bulgur

Schnittlauch

Salz (aufpassen, die Brühe und der Frischkäse sind schon gesalzen!)

Pfeffer

etwas Öl zum dünsten


Zunächst schneiden wir die Zwiebel in Würfel und dünsten diese glasig in einer hochrandigen Pfanne oder in einem Wok. Währenddessen putzen wir im Eiltempo die Champignons und schnippeln die dann scheibchenweise in die Pfanne. Immer mal wieder umrühren und bei mittlerer bis niedriger Temperatur weiter dünsten.

Sobald die Champignons nicht mehr ganz roh sind, geben wir die Gemüsebrühe dazu und gleich anschließend den Bulgur. Kurz aufkochen lassen und dann bei mittlerer bis kleiner Flamme garen lassen. Der Bulgur braucht so ca. 10 – 15 Minuten, bis er gar ist. Solange noch Flüssigkeit in der Pfanne sichtbar ist, kann man den Snofrisk Frischkäse Pfifferlinge einrühren, bis er sich ganz aufgelöst hat und dem Bulgur-Champignon-Gemisch eine sahnig-würzige Note verpasst.

Kurz vor dem Servieren werden noch die Schnittlauchröllchen untergemischt, eventuell noch vorsichtig nachsalzen und mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Dann servieren und gleich genießen! Uns hat es sehr gut geschmeckt und das Kind hat sogar total vergessen, über die Champignons zu meckern und hat die zweite Portion klaglos heute mittag in der Schule verspeist… 

Übrigens, wir haben mittlerweile noch die Sorten Snofrisk Frischkäse Dill und Snofrisk Frischkäse mit Roten Zwiebeln und Thymian probiert. Schmeckt! Ganz hervorragend sogar! Wäre es heute nicht so dämpfig gewesen, ich hätte glatt Kartöffelchen abgekocht und dazu einen Frischkäsedip gereicht. Aber so haben wir uns einfach nur Brote gemacht und den Frischkäse pur genossen.

Ich freue mich jedenfalls schon, wenn das Zeug in der Kühltheke zu finden ist, weil ich das definitiv nachkaufen werde. Habe ich eigentlich schon gesagt, dass dieser norwegische Frischkäse aus 80 % Ziegenmilch besteht und nur ganz dezent ziegig schmeckt?
      

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