Auch bei der essbaren Bepflanzung darf man hin und wieder eine Geranie als Solitär setzen,
aber bitte nicht verspeisen…

Der Frühling war schon nah letzte Woche und hat uns pünktlich nach offiziellem Frühlingsbeginn wieder im Stich gelassen. Aber so ein richtiger Gutsbesitzer lässt sich durch solche Wetterkapriolen nicht beirren und sieht zu, dass er trotzdem alles rechtzeitig gepflanzt bekommt. Okay, da wären dann im Mai noch die Eisheiligen, die einem einen Strich durch die Rechnung machen könnten, aber man achtet dann schon drauf, dass jetzt erstmal die Frühkartoffeln gesetzt und die frost- und kälteresistenten Pflänzchen einbuddelt werden. Sonst ist die ganze Arbeit umsonst und man ist entweder gefrustet und lässt es ganz bleiben oder fängt dann eben Mitte Mai wieder von vorne an.

Dank unseres passgenauen Frostschutzes haben
Thymian, Lavendel, Rosmarin und Oregano den harten Winter bestens überstanden.

Hier auf Gut Liebstöckelschuh ist die Pflanzsaison schon in vollem Gange. Dank eines exorbitant guten Frostschutzes (s. Bild) hat ein Großteil meiner Kräuter vom Vorjahr den harten Winter überlebt. Jetzt hoffen wir nur, dass der Sommer nicht gnadenlos wird, denn spätestens dann blüht meinen Trockenböden liebenden mediterranen Kräutern vermutlich der Verdurstungstod. Ich trau mich bei großer Sommerhitze meist nicht auf den Balkon, sondern warte dann ab, bis es wieder kühler wird, so im Oktober, November. Mein grüner Daumen ist oft nur bis Anfang Juni grün, danach gleichen bei mir die Beete einer Miniaturausgabe der Sahelzone während der großen Dürre.

Wie das duftet! Einfach traumhaft, eine Balkonbepflanzung nach unserer Vorliebe

Aber trotzdem haben wir hier viel Spaß beim jährlichen Neubepflanzen des Balkons und widmen uns immer wieder frisch dem Thema „Urban Gardening“ und Urbarmachung der Balkonbrüstung. Ähnlich wie meine Sammlung von Kochbüchern wächst auch hier meine Sammlung von entsprechender Literatur, wie man seine paar Quadratmeter Freisitz in ein üppiges Paradies voller essbarer und nutzbarer Pflanzen verwandeln kann. Ihr wisst ja, jedem Anfang wohnt ein Zauber inne – und das jedes Jahr aufs neue!

Frisch auf den Tisch? Wer? Ich? Nö, bestimmt nicht!

Jetzt flatterte mir auch noch ein Magazin in die Hände namens „Frisch auf den Tisch – GROW IT. COOK IT. EAT IT„, das genau meinen Nerv trifft. Ich hatte das Glück die Erstausgabe zu bekommen, die es derzeit für 1 € im gut sortierten Zeitschriftenhandel zu kaufen gibt. Wieviel das Magazin später kosten wird!? Keine Ahnung, aber Pflanzzeit ist jetzt für mich und deswegen ist die März/April-Ausgabe natürlich äußerst interessant für mich.

Ein Rezept für falsche Taube…

Pflanztipps für Garten und Balkon, viele Tipps zu essbaren Pflanzen wie Kräuter, Obst und Gemüse, Inspirationen für Urban Gardening, die aber natürlich genauso im Cottage auf dem Land umsetzbar sind, schöne Bilder, viele Informationen und einiges an Rezepten – das ist genau das richtige für mich und besser als jeder Hochglanzwälzer, weil ich eben hier gebündelt genau das bekomme, was ich aktuell benötige. Virtuell mal reinblättern kann man übrigens hier und wer das Magazin lieber in digitaler Form durchblättern möchte, kann es bei GooglePlay, Amazon oder im AppStore für 0,99 €/Ausgabe downloaden.

…und uns ging ein stattlicher falscher Hase ins Netz, den man an Ostern im Petersilienbett servieren kann.

Übrigens habe ich jetzt auch schon Erdbeerpflänzchen gekauft, die darauf warten, endlich eingepflanzt zu werden. Da ich aber möglichst auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichten möchte, werde ich den Tipp aus dem Heft befolgen und einen perfekten Nachbarn neben die Erdbeeren setzen, der bestimmt aufgrund seiner Ausdünstung die meisten Schädlinge in die Flucht treibt.

Für die Tagetes schwärmte schon mein Vater und ich fand sie immer eher naja.
Aber sie hält wohl allerlei unerwünschte Gartenbewohner fern.

Den ersten biologischen Schädlingsvertilger haben wir auch schon gesichtet. Er war wohl auf Erkundungsflug, sah die Petersilie und dachte sich, da sind bestimmt auch bald die Läuse dran. Deswegen hat er sich gleich ein strategisch günstiges Plätzchen reserviert, frei nach dem Motto „first-come – first-served“ und wartet jetzt auf die Plage. Wir hingegen von Gut Liebstöckelschuh können der Lausplage gelassen entgegensehen mit so einem fantastischen Vertilger. Übrigens, auch dazu gibt es Tipps bei „Frisch auf den Tisch“, nämlich welche Krabbel- und Kriechtierchen man als willkommene Gäste behandeln sollte.

Der bringt uns Glück bei der Neubepflanzung von Gut Liebstöckelschuh

Übrigens haben wir bei der sukzessiven Neubepflanzung der Ländereien von Gut Liebstöckelschuh auch an unsere lieben Tiere gedacht und extra ein paar bewusstseinserweiternde Pflänzchen auf dem Wochenmarkt geholt: Katzenminze, Katzengamander und Baldrian. Ihr glaubt gar nicht wie hoch erfreut Miss Neko darüber war, Sie hat sich schier nicht mehr eingekriegt vor lauter schnüffeln. Schließlich sollen ihr ja die Revierinspektionen Spaß machen, wenn sie mal wieder die Ländereien abgeht und schaut, ob es überall mit rechten Dingen zugeht.

…und jagt im Sauseschritt durch die Petersilie um jede einzelne Laus zu wegzufuttern. Naja, wem’s schmeckt!

Ich sehe schon, wenn ich es dieses Jahr mal schaffe, unsere Güter durchgehend und vor allem regelmäßig zu bewässern, dann werden wir diesen Sommer viel Freude in und an unserer Oase haben! Wie sieht es bei euch aus? Seit ihr auch schon im Pflanzwahn? Oder könnt ihr euch noch beherrschen und wartet vorsichtshalber die kalte Sophie und ihre Schwestern ab? Also bei meinen Nachbarn sind ja noch die Christrosen und die Weihnachtskugeln auf dem Balkon, die scheinen da noch sehr beherrscht zu sein…

6 KOMMENTARE

    • GRINS! Da könnten wir doch glatt zusammen eine nachhaltige Kolchose zur Bewirtschaftung brachliegender Ödflächen gründen – vielleicht zeitgeistig per KrautFanding den monetären Grundstock beschaffen und dann an unserem Ernteerfolg alle ehrenamtlichen Mithelfer teilhaben lassen ^^
      LG
      SvL

  1. Sehr schöner Post, deine Katze ist ja niedlich.
    Ich werde wohl demnächst meiner Mutter wieder im Garten helfen müssen, ich muss aber zugeben ich hasse Gartenarbeit. 🙂

    LG Jasmin

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