Vor ein paar Tagen habe ich euch ja schon ein Dessert kredenzt, zumindest rein blogologisch, was ich mit Persimon®-Kaki zubereitet hatte. Und weil das so schön war, geht es dann heute direkt weiter, dieses Mal mit einem Hauptgericht. Mit anderen Worten, die Persimon®-Kaki lässt sich sowohl süß als auch salzig zubereiten, obwohl die Frucht selbst süß ist.

Aber man kennt ja spätestens seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, dass eben auch mal süße Früchte im salzigen Essen landen, damals noch mit dem revolutionären Toast Hawaii des ersten deutschen Fernsehkochs Clemens Wilmenrod, der Kochschinken, Käse und Ananas auf einem Toast vereinte und der bei den besonders innovativen Gastronomen noch mit einer Belegkirsche aus dem Glas verfeinert wurde – der Toast, nicht der Koch.

Inzwischen sind ein paar Jahrzehnte vergangen, die Phase mit Pute Bombay, bei der Bananen nebst Belegkirschen in der Sahnecurrysauce dümpelten, hat man auch erfolgreich hinter sich gelassen und findet diese Art von Hauptgerichten höchstens ab und an noch auf der Speisekarte eines Landgasthofes mit sogenannter internationaler Küche. Heute geht man anders zu Werke und kombiniert zwar auch süße Früchte mit salzigen Speisen, aber die Vorgehensweise ist spielerischer und experimenteller geworden. Die Inspiration holt man sich nicht mehr nur via TV, sondern beispielsweise auch auf eigenen Reisen oder beim Besuch von Restaurants mit ausländischer Küche.

rezepte finden mit persimon kaki
Der magische Kochlöffel beschert mir immer wieder Geistesblitze

So auch bei mir. Auch wenn ich eine Zeitlang wirklich nicht an deftige Speisen mit Fruchteinlage ran wollte, so hat sich das mittlerweile geändert und ich kann durchaus Erdbeeren am Salat, Mango beim Huhn oder Backpflaumen in der Gans ertragen. Ja, es schmeckt mir sogar, aber nur dann, wenn die Fruchtsüße nicht zu penetrant wird und eher dazu da ist, das Salzige, Deftige noch zu unterstreichen. Eben wie die berühmte Prise Zucker am Salzigen oder die Prise Salz am Süßen, da ja die jeweiligen Gegensätze dadurch besser hervortreten.

Um ein Hauptgericht mit Persimon®-Kaki zu kreieren, habe ich erstmal allerlei Zeug eingekauft, damit ich gewappnet sein würde, wenn mich ein Geistesblitz trifft. Allerdings habe ich nur ganz normale Sachen im Haus gehabt, wie zum Beispiel Karotten, Kürbis, Spitzkohl, Knoblauch, Zwiebeln und ähnliches Zeug. Nicht zu vergessen die Persimon®-Kaki. Nachdem ich meinen magischen Kochlöffel mit meinem Hexenblick fixiert und die kosmischen Strömungen aufgefangen hatte, bekam ich auch schon eine Erleuchtung und ging frohen Mutes ans Werk um ein leckeres Abendessen für Frollein Tochter und mich zu köcheln. 
erdnüsse geben dem ganzen noch raffinesse
Hier befindet sich alles noch in der Pfanne

Um es gleich vorneweg zu nehmen: es hat geschmeckt. Das sage ich jetzt nicht nur, um dann hämisch zu lachen, wenn ihr es nachgekocht habt und findet, dass es nicht schmecken würde. Nein, es war wirklich gut und ich bin weiß Gott kein Fan von Putencurry und Hawaii-Toast. Auch dem Kind hat es geschmeckt. Das können wir durchaus wieder kochen und möglicherweise sogar Fremden kredenzen.

Bevor ich aber jetzt groß weiterschwafle, fange ich direkt mal an, das Rezept hier auszuplaudern.

Wir brauchen für zwei verfressene Weibsen


ungefähr 400 – 600 g Hähnchenfilet (je nach Hunger)
3 Karotten
1 Persimon®-Kaki 
die Spitze vom Spitzkohl
2-3 Knoblauchzehen
eine Handvoll gesalzene Erdnüsse
Sojasauce
Ingwerpulver (gerne auch frischen, hatten wir aber nicht vorrätig)
1 guter Teelöffel voll Kokosöl
Garam Masala
Salz
Pfeffer
ggf. Cayennepfeffer oder eine Chilischote zum mitbrutzeln (ist bei mir wegen Kind immer nicht so angesagt)

spitzkohl und erdnüsse geben dem kaki-karotten-gemüse das gewisse etwas
Das war richtig lecker, nicht verkocht, nicht trocken und geschmacklich sehr gut

Zubereitung:

Die Stücke vom Hähnchenbrustfilet waschen und gut trocken tupfen. In einer Pfanne das Kokosöl erhitzen und die Filetstücke hineingeben, sobald das Öl heiß genug ist. Von beiden Seiten anbraten und aus der Pfanne nehmen, sobald die Filetstücke eine leichte Farbe bekommen und innen nicht mehr roh sind. Ich habe direkt eines für die Katze aus der Pfanne geholt und klein geschnitten, dann wusste ich auch, dass es durch ist. Der Katze hat’s übrigens geschmeckt. Die restlichen Filetstückchen aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller zugedeckt zwischenlagern.

Die mittlerweile geschälten und in Scheiben geschnittenen Karotten in die Pfanne geben, bei mittlerer bis niedriger Temperatur andünsten. Dann die Spitzkohlspitze in feine Streifen geschnitten dazu geben, den in Scheiben geschnittenen Knoblauch auch. Wer frischen Ingwer verwendet, kann ihn jetzt feingewürfelt auch in die Pfanne werfen. Immer mal wieder durchrühren damit alles gleichmäßig gegart wird. Die Erdnüsse dazu geben und zum Schluss die klein gewürfelte Persimon®-Kaki. Alles nochmal kurz dünsten und dann mit einem Schluck Wasser ablöschen. Jetzt kippt man einen Schuss Sojasauce dazu. Wer eine helle Sojasauce vorrätig hat, kann diese nehmen. Ich hatte nur die dunkle, was den Geschmack aber nicht nachhaltig beeinträchtigte.

Nun legt man die Hähnchnfilets wieder in die Pfanne und schmeckt alles mit Salz, Ingwerpulver (es sei denn man verwendet frischen) und Garam Masala ab. Sobald die Filetstücke wieder auf richtiger Betriebstemperatur sind, darf dann serviert werden.

Ich finde, Reis als Beilage passt am besten zu diesem Gericht. Bei uns gab es Sadri-Reis aus dem Iran dazu.

hähnchenfilet, reis und erdnüsse
Unsere virtuellen Gäste auf den Kissenbezügen würden am liebsten zugreifen

Irgendwie habe ich Lust bekommen, noch ein wenig mhr mit diesen tollen Früchten herumzuexperimentieren. Im Hinterkopf schleichen sich schon die nächsten Ideen an, was man mit Persimon®-Kaki noch so alles anstellen könnte. Gerade die Kombination zu salzigen Gerichten finde ich jetzt ganz spannend, zumal uns dieses Experiment hier wirklich gut gelungen ist. Schaumermal, ob ich demnächst nicht noch etwas kredenzen werde. Passende Zutaten hätte ich nämlich schon zuhause!

Was meint ihr, schmeckt euch diese Kombination oder wäre das eher nicht so euer Geschmack? Habt ihr vielleicht noch eine Idee, wie sich Persimon®-Kakis noch zubereiten ließen? Ich bin gespannt auf eure Anregungen!


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4 KOMMENTARE

  1. Das sieht echt lecker aus. Das werde ich meinem Mann der bei uns kocht auch mal vorschlagen. Das Ganze hat für mich so einen indischen Touch. Mit Hühnchen lässt sich Süßes immer gut kombinieren. Kann die Kaki vielleicht auch mal in eine Suppe mit Curry und Garnelen?

    • Ich bin mir sehr sicher, dass die Kaki auch zu Garnelen in die Suppe mit Curry passt. Das wäre dann mein nächster Versuch gewesen, wenn das mit dem Hähnchenfilet nicht so gut geworden wäre 😉
      Probiert es doch mal aus und erzählt mir, wie es geworden ist!

  2. Das klingt lecker, ich stehe auf solche "perversen" Kombis ja mitunter sehr. Also ich würde es auf jedenfall testen 🙂 ja mein Rock ist von h&m allerdings sind die Fakten sehr nervig, man muss immer wieder zubbeln damit sie richtig sitzen….das nervt..es hätte also seinen Grund warum er und sein andersfarbiger Kollege ewigkeiten im Schrank hangen…;) die Farben ansich gefallen mir aber sehr. Ich sollte mal nach mehr beerige farben schauen…:)

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