Festliches Menü in drei Gängen

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KüchenAtlas-Blogparade: Festliches MenüKaum naht die kalte Jahreszeit, schon denkt man wieder in ganz anderen Kategorien ans Essen. Nicht mehr so an Salätchen mit Rohkost und Dips, sondern an mehrgängige festliche Menüs zum Beispiel. Schließlich kann man die langen Abende jetzt bestens damit verbringen, seine Lieben zu bekochen und zu verwöhnen.

Und genau das wird auch der Grund gewesen sein, warum Küchen Atlas zur Blogparade unter dem Motto „Festliches Menü“ aufrief. Richtig attraktiv wurde die Parade überdies noch dadurch, dass Villeroy & Boch für die teilnehmenden Blogger jeweils drei Geschirrteile zur Verfügung stellte, um mindestens einen Gang eines Festmenüs auch gebührend kredenzen zu können – für den Blog versteht sich. Man hatte die Auswahl aus drei verschiedenen Geschirrkollektionen, nämlich La Classica Contura, Anmut My Color und Artesano Provençal Verdure.

Ohne groß zu überlegen entschied ich mich schnell für Teile der Kollektion Anmut My Color, und zwar hier für die neue Farbe Emerald Green. Diese Farbe war sofort meine, obwohl ich sonst eigentlich eher auf schlicht weißes Geschirr stehe wie zum Beispiel das klassische Anmut oder das Royal.

anmut my color
Trockenübung für die Tischdekoration

Dieses Geschirr ist für mich dermaßen inspirierend, dass ich mich nicht nur auf einen Gang beschränken wollte, sondern in Zusammenarbeit mit meiner Ma gleich drei Gänge kredenzt habe. Es hat uns richtig Spaß gemacht, uns zu überlegen, in welche Richtung das Menü gehen sollte und uns die passenden Gerichte für jeden einzelnen Gang auszudenken.

anmut my color emerald green
Mit Licht sieht es gleich viel besser aus – und dieses Geschirr passt auch gut zu bunten Tischen

Und was uns auch Spaß machte, war neben dem Kochen das Dekorieren und Anrichten der Speisen, damit sie später auf dem Foto möglichst gut rauskommen. Aus dem Nähkästchen geplaudert kann ich verraten, dass wir im ersten Durchlauf ein Dessert gebastelt haben, das zwar nicht schlecht schmeckte, aber rein fotografisch dermaßen miserabel rüberkam, dass wir uns ein paar Tage später nochmal in die Küche stellten und uns eine andere Süßspeise einfallen ließen. Die konnte man dann auch fotografieren, so dass sie appetitlich aussieht und auch als i-Tüpfelchen für ein festliches Menü geeignet ist.

Verschiedene Lichter zaubern eine festliche Stimmung

Wir haben übrigens für jeden Gang die Deko etwas verändert, damit man einfach sieht, wie vielfältig das Geschirr Anmut My Color in Emerald Green einsetzbar ist. Gleich, ob man eher traditionell auf Damasttischdecken setzt oder auf bunte bedruckte Baumwolltischdecken im Ethno-Look oder den blanken Holztisch mit dem Geschirr eindeckt – es sieht einfach immer gut aus. Und es lässt sich auch kombinieren, zum Beispiel mit Dessertellern der Serie Royal, wie wir es bei der Nachspeise gemacht haben.

Kartoffel-Kürbis-Suppe macht sich sehr gut im edlen Speiseservice von Villeroy & Boch

Da wir hier gerne bodenständige und ehrliche Küche bevorzugen, haben wir uns ein Menü ausgedacht, das diesem Anspruch gerecht wird. Es sollen weitgehend nur Zutaten verwendet werden, die zum einen regional und zum anderen saisonal erhältlich sind. Deswegen gibt es als Vorspeise eine erwärmende Kartoffel-Kürbissuppe, die mit Kirschtomaten, Petersilie und steirischem Kürbiskernöl noch einen Hingucker bekommt.

Wir rätseln immer noch, was die Zeichnung aus dem steirischen Kürbiskernöl darstellen soll

Außerdem setzen wir beim Essen auf „schmackhafte“ Farben, also lieber Gerichte, die allein von der Farbkomposition her schon Lust auf Schlemmereien machen und appetitanregend wirken. Ok, das apptitanregende ist nicht von allen Leuten immer gewünscht, aber das Jahresende ist wirklich keine geeignete Zeit um sich diätmäßig zu kasteien. Deswegen bleiben wir lieber bei den optischen Farbräuschen, die Appetit auf mehr machen.

Rinderfilet mit Karottentagliatelle und Steinchampignons
Porzellan: Villeroy & Boch
Besteck: WMF
Glas: Riedel

Wie unschwer zu erkennen ist, wird es bei uns zu festlichen Menüs weder vegan noch weinlos zugehen. Wein und Fleisch gehören bei uns einfach zum Festmenü, alles andere wäre zu karg. Da verzichten wir beim Hauptgang dann lieber auf die kohlehydratreiche sogenannte Sättigungsbeilage, da wir ja zuvor schon die leckere Kartoffel-Kürbis-Suppe hatten. Doch was gibt es eigentlich hier als Hauptgericht? Es ist ein Filetsteak gebraten nach Wunsch, rare, medium oder well done, dazu Gemüsetagliatelle aus Karotten und Champignons mit Lauchzwiebeln an einer Ingwer-Soja-Sauce.

Sieht auch von oben lecker und vor allem schön appetitlich aus

Das war dermaßen gut, dass sogar das Kind anfing zu schwärmen – und das will was heißen! Und außerdem war der Hauptgang relativ unkompliziert zuzubereiten, so dass man an den Feiertagen keinen großen Stress hätte, wenn man sich für dieses Hauptgericht entscheiden würde.

Genau für dieses Hauptgericht möchte ich hier das Rezept aufschreiben. Es ist meiner Meinung nach relativ schnell zubereitet und schmeckt sowohl bei einem herbstlichen als auch bei einem winterlichen oder weihnachtlichen Menü.

Pro Person nehmen wir 
1 Rinderfilet à ca. 300 Gramm
100 g Karotten
100 g Steinchampignons
3-4 Lauchzwiebeln
Sojasauce

heißes Wasser
etwas Kartoffelstärke
Portwein oder Sherry
Honig
frischer Ingwer
frischer Knoblauch
Salz
Pfeffer
Öl zum Braten

Zuerst die Steaks waschen und trocken tupfen, dann Öl in einer Eisenpfanne erhitzen und das Steak von beiden Seiten je nach gewünschtem Gargrad 3-6 Minuten braten. Danach gleich aus der Pfanne nehmen, salzen und pfeffern und in Alufolie eingewickelt ruhen lassen.

In der Zwischenzeit am besten Ehegatten, Kinder oder Nachbarn engagieren, um mit dem Sparschäler aus den Karotten Tagliatelle zu schneiden. Ist etwas mühsam, sieht aber hübsch aus und ist dann auch ruckzuck gedünstet. Außerdem die Champignons putzen und in Scheiben schneiden, die Lauchzwiebeln in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Die Champignons in einer kleinen Kasserolle mit etwas Öl dünsten, später die Lauchzwiebeln dazu geben. In einem anderen flachen Topf die Karottentagliatelle in wenig Öl andünsten, hier aufpassen, denn die hauchdünnen Streifen sind ruckzuck gar. Das Gemüse und die Pilze nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Sauce bereiten wir aus Sojasauce, heißem Wasser und Portwein bzw. Sherry zu, indem wir jeweils ein Drittel davon in einen Kaffeebecher geben und verrühren. Dann kommt kleingehackter Ingwer dazu, kleingehackter Knoblauch ebenso und ein halber Teelöffel Kartoffelstärke. Das ganze gut verrühren, nach Belieben noch mit Chilipulver abschmecken – durfte ich aber nicht, da das Kind mitgegessen hat – und dann in einer Sauteuse kurz aufköcheln lassen und unter rühren leicht reduzieren.

Jetzt kommt das ausgeruhte Filetsteak wieder auf den Plan, das man jetzt in hübsche Scheiben schneiden und fächerförmig auf dem Teller anrichten kann. Dazu legt man dann die Karottentagliatelle und die Pilze mit den Lauchzwiebeln. Das verbliebene Viertel des Tellers wird mit der sehr leckeren Sauce ausgefüllt und fertig ist der Hauptgang! Dann heißt es nur noch servieren und schmecken lassen!

Wer hierfür noch eine Sättigungsbeilage braucht, nimmt am besten Basmati- oder Jasminreis dazu.

Das Dessert macht nicht nur optisch was her

Unser Dessert, das erst im zweiten Anlauf so richtig fotogen wurde, greift auch nochmal richtig in die Farbtöpfe, natürlich nur in die Töpfe mit den ungekünstelten Naturfarben. Hier leuchtet ein orangefarbenes Carpaccio von Persimonen mit gestürzter bayerischer Creme und Himbeeren an einem dunkelroten Beerenspiegel.

Eine sehr gelungene Komposition
Hier gefiel uns vor allem auch die geschmackliche Kompositon von fluffigzarter Creme zu den abgerundet süßen Kaki-Früchten und als Gegenpol dazu der säuerliche Beerenspiegel. Das war so lecker, dass ich gleich wieder schlucken muss, während ich das hier schreibe.
Der Letzte macht das Licht aus…

Und weil zu jedem Festmenü auch eine festliche Beleuchtung gehört, haben wir natürlich zu entsprechenden Anlässen jede Menge verschiedene Kerzen an, am besten immer so, dass weder Kind noch Katz mit den flackernden stimmungsvollen Lichtern Unsinn machen können.

Die Rezepte für die Vorspeise und das Dessert werde ich demnächst noch gesondert aufschreiben und dann hier verlinken. Für heute ist es nur ein wenig spät und morgen rufen dann erstmal wieder andere Pflichten.

Wie gefällt euch unser festliches Menü? Wäre das auch etwas für euch? Und wie gefällt euch das Geschirr, das ich für diese Blogparade zum schöneren Kredenzen auswählen konnte? Ich bin jedenfalls total verliebt in dieses Geschirr und überlege schon, ob ich vielleicht demnächst irgendjemanden heiraten sollte, damit ich einen ordentlichen Grund habe, mir dieses Service schenken zu lassen…

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