Sobald es herbstlich wird, findet man in den Obstabteilungen der Supermärkte oder bei uns in der Stuttgarter Markthalle wieder Früchtchen, die es vorwiegend in der kälteren Jahreszeit gibt. Neben Zitrusfrüchten und Granatäpfeln bereichern jetzt auch Kakis das Obstangebot und leuchten mit ihrer intensiv orangen Farbe warm und stimmungsvoll aus der Obstschale.

Ich erinnere mich noch daran, als Kaki noch recht selten hier zu kaufen waren und meine Mutter im Winter hin und wieder eine mitbrachte. Damals waren diese Früchte für mich als Kind noch von zweifelhaftem Geschmack. Einerseits fand ich sie ja gut, weil süß waren, andererseits hatte man nach dem Essen einer Frucht immer einen komplett pelzigen Mund, was ja für Kinder manchmal auch noch irgendwie lustig ist. Später bekam man andere Züchtungen und der pelzige Geschmack war weg. Seit diesem Zeitpunkt gehört der Verzehr dieser orangefarbenen Früchte bei mir zu Herbst und Winter absolut dazu.

Bayrisch Creme mit spanischen Früchten
Die halbtransparenten Scheiben des Carpaccio von Persimon®-Kaki sehen hübsch auf dem Teller aus


Eine Kakisorte, die angenehm süß schmeckt, keine störenden Kerne hat und deren Schale so zart ist, dass man sie auch verzehren kann, ist die Persimon®-Kaki. Sie hat rein geschmacklich alle Eigenschaften, dass sogar Kinder hier gerne zugreifen und die vitaminreiche Frucht auch gerne pur essen. Geerntet wird speziell die Persimon®-Kaki aus Spanien von Mitte Oktober bis in den Dezember hinein und dank ihres festeren Fruchtfleisches verdirbt sie auch nicht so schnell wie andere Früchte. 

Wir haben nun ein wenig mit der Frucht gebastelt und dabei herausgekommen ist ein Dessert, das sich absolut nicht zu verstecken braucht. Im Gegenteil, diese Nachspeise ist sogar so gut, dass man sie im Rahmen eines festlichen Menüs als krönenden Abschluss servieren kann.

Bildquelle: www.persimon-kaki.de

Rezept Carpaccio von Persimon®-Kaki mit halbgefrorener Bayrisch Creme auf Beerenspiegel

Am besten ist, man beginnt mit der Herstellung der Creme bereits einige Stunden vor dem Servieren des Desserts, damit diese genug Zeit hat, in den Zustand des halben Erfrierens zu fallen. Wer die Creme lieber nicht halbgefroren möchte, der kann natürlich das ganze auch in einem Glas schichten und dieses Dessert relativ kurzfristig zubereiten.

Wir brauchen für 4-6 Portionen (je nach Größe des Desserts)


4 Blatt Gelatine
80 g Zucker
1 Vanilleschote 
250 ml Milch
250 ml Sahne
4 Eigelb (am besten BIO)
Eiswürfel für ein Eisbad

Zunächst werden die Gelatineblätter in lauwarmem Wasser eingeweicht. Währenddessen kann man dann schon die vier Eidotter zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen, am besten in einer Schüssel, die später auch ins Wasserbad gesetzt werden kann.  

In einem hochwandigen Rührgefäß wird die Sahne steif geschlagen und wartet dann erstmal auf ihren nächsten Einsatz. 

Anschließend die Vanilleschote aufschlitzen, das Mark auskratzen und zu der Milch, die sich schon im Milchtopf befindet, dazu geben. Die ausgekratzte Schote ebenfalls dazu legen, dann diese Milche-Vanille-Mischung erhitzen, aber nicht zum kochen bringen, sonst hüpft sie übermütig aus dem Topf!

Bevor man dann die heiße Milch zur schaumigen Eigelb-Zucker-Masse hinzugibt, entfernt man zunächst die leere Vanilleschote. Die Schüssel, am besten Edelstahl mit rundem Boden, befindet sich jetzt schon in einem heißen Wasserbad und nun schlägt man mit dem Handrührgerät diese Masse auf niedrigster Stufe so lange, bis sich eine schöne Creme entwickelt hat.

Jetzt greifen wir wieder auf die mittlerweile eingeweichte Gelatine zurück, drücken die Blätter aus und geben sie zur noch heißen Creme. Hier darauf achten, dass sich die Blätter auflösen und gleichmäßig verteilen.

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, wo wir die Creme zunächst einmal vorsichtig runterkühlen können. Hier setzen wir die Schüssel nun in ein kaltes Wasserbad, dem Eiswürfel zugesetzt wurden und schlagen die arme Creme erneut, aber bitte nur ganz sachte. Irgendwann merkt man dann, dass die Creme fester wird und so langsam zu gelieren beginnt.

Wir erinnern uns jetzt hoffentlich noch an die steifgeschlagene Sahne vom Anfang des Rezeptes und jubeln diese nun vorsichtig unter die entstandene Creme. So, und nun füllen wir die Creme in kleine Förmchen, wenn wir sie halbgefroren haben möchten, aber auch wenn wir sie einfach nur fest werden lassen möchten, um sie später dekorativ auf den Teller zu stürzen. Wer es eilig hat, kann sie auch direkt in Gläser füllen und gleich anfangen zu schichten.

Bei uns ist die Creme jetzt im Gefrierschrank, da wir sie ja gerne halbgefroren haben möchten. Sie ist dann idealerweise nicht steinhart, wenn wir sie wieder herausnehmen, sondern so ähnlich wie knirschender Schnee. Ihr wisst bestimmt, was ich meine.

Solange die Creme also vor sich hinfriert, können wir uns dem Beerenspiegel widmen. Hierfür brauchen wir 

100 g Himbeeren
100 g Brombeeren
1/2 Persimon geschält
1/2 Banane (damit es etwas sämiger wird)
1 EL Puderzucker
etwas Zitronen- oder Limettensaft

Die Früchte mit dem Stabmixer pürieren, den Puderzucker dazu geben und den Zitronen- bzw. Limettensaft. Alles gut vermischen und anschließend durch ein Haarsieb streichen, damit die kleinen Kernchen der Himbeeren herausgefiltert werden. Diese Fruchtsauce dann in einem verschließbaren Gefäß kalt stellen.

Kurz vor dem Servieren des Desserts die Bayrisch Creme aus dem Gefrierschrank nehmen. Idealerweise lässt sich die halbgefrorene Creme jetzt problemlos aus den Förmchen lösen, die man zuvor noch kurz in heißes Wasser getaucht hat und sich dabei die Finger verbrannt hat. In der Praxis kann es aber dann durchaus so sein, dass sich die Creme nicht zu 100 % aus der Form löst und dann eben nicht ganz genauso aussieht, wie dieses entzückende Gugelhupfminiformat oder was auch immer man hier als Form verwendet hat. Wir hatten beides, Gugelhupf in der Silikonmatte und Mokkatassen aus Limoges, die den Aufenthalt im Gefrierschrank unbeschadet überstanden und aus denen sich die Bayrisch Creme irgendwie besser lösen ließ.

mit Bayrisch Creme auf Beerenspiegel
Das sieht doch lecker aus! Ein Dessert mit Persimon®-Kaki als krönender Abschluss eines Menüs
Porzellan: Villeroy&Boch
Besteck: WMF

Also, kurz und knapp: Zum Anrichten Bayrisch Creme auf den Dessertteller stürzen, je nachdem, wie das Gesamtbild aussehen soll, entweder vor dem Sturz oder danach den Beerenspiegel auf dem Teller verteilen und anschließend mit dem Gemüsehobel oder mit dem Sparschäler hauchdünne Scheiben der Persimon®-Kaki schneiden und diese auf einer Hälfte des Dessertellers fächer- oder schuppenartig anrichten. Ein paar Himbeeren lassen sich noch dazu dekoriern. Wer mag und hat, kann noch ein paar Blättchen Minze als Deko auf den Teller setzen.

Fertig ist das leckere Dessert, das ein Geschmackserlebnis aus der Kombination von runder Süße der Persimon®-Kaki zusammen mit dem säuerlichen Geschmack der Beeren und der winterlich vanilligen Bayrisch Creme bietet. 

einfaches Dessert mit Kaki-Früchten
Töchterlein richtet das Dessert völlig unkomplizieret an 😉

Übrigens, am Tag danach waren die Minigugelhupfförmchen dann soweit durchgefroren, dass sich auch hier die Creme problemlos und ohne an Form zu verlieren stürzen ließ. Da servierte mir mein Töchterlein überraschenderweise das Dessert zum Frühstück, angerichtet nach Art des Landmanns in der Schüssel mit einer halbierten Kaki und ohne Beerensauce – aber auch sehr lecker!

Was meint ihr dazu? Wäre das auch ein Dessert, das euch schmecken würde? Mögt ihr gerne Kakis? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

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