Lea, Sophie, Sara, Luca, Felix oder Max?

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Stellt euch vor, ihr kriegt ein Kind und wisst nicht wie es heißt! So jedenfalls ging es mir vor über einem Jahrzehnt. Nicht nur, dass ich nicht wusste, wie das Baby heißen würde, ich wusste noch nicht einmal genau, was es eigentlich werden wollte, also ob Junge oder Mädchen. Es hatte sich immer sehr geschickt drapiert, wenn die Ultraschalluntersuchungen waren, so dass ich fast bis zum Schluss ziemlich überzeugt davon war, dass es ein Junge werden würde. Jedenfalls fielen mir mehr brauchbare Jungen- als Mädchennamen ein. Von letzteren war ich so dermaßen uninspiriert, dass ich echte Schwierigkeiten hatte, hier etwas zu finden, was sowohl mir als auch dem Vater des Kindes und möglichst auch noch der nächsten Verwandtschaft gefällt. Und was sich noch in Kombination mit dem Nachnamen erträglich anhören sollte. Außerdem sollte es ein Name sein, aus dem die späteren Schulkameraden möglichst keinen abfälligen Spitznamen basteln könnten.


Also kaufte ich ein Nachschlagewerk für Namen, in dem fein säuberlich nach Geschlechtern getrennt und in alphabetischer Reihenfolge gefühlte zwei Millionen Vornamen aufgelistet waren. Was für eine Freude, all diese Namen durchzulesen und all diejenigen rauszuschreiben, die erträglich bis gut klangen. Sehr gut klang für mich zunächst einmal keiner, weil der Name auch immer irgendwie zum Typ passen sollte. Und da ich überhaupt nicht wusste, wie das Baby aussehen würde, konnte ich mir auch absolut keinen passenden Namen vorstellen.

Die echten Probleme gab es dann, als ich den Vater bat, doch seine Favoriten aufzuschreiben. Meine Mutter, also die zukünftige Großmutter, durfte auch eine Liste mit Vorschlägen einreichen. Wir waren uns geschmacklich hier näher als der Vater meiner Tochter und ich. Hier gab es definitiv keine einzige Übereinstimmung. Ich fand jeden Namen, den er vorschlug, zum Davonlaufen und hätte es als Verbrechen am Kind empfunden, es auf einen dieser Namen zu taufen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir warteten also dann, bis das Kind endlich da war, waren überrascht, als es sich dann doch als Mädchen entpuppte und hatten mitsamt neuem Kind eine Best-Of-Namensliste von ca. 25 Vorschlägen. In der Klinik war es nur das ‚Kind Liebstöckelschuh‘, während die anderen Babies alle schon auf Kevin, Marvin, Selina oder Fatme hörten. Erst als das Kind dann schon 10 Tage alt war, konnte ich mich für zwei Vornamen entscheiden und meldete es todesmutig damit beim Standesamt an.

Hätte ich mit dem Kinderkriegen einfach mal ein Jahrzehnt gewartet, dann hätten wir dieses Problem der Namensfindung sicherlich viel einfacher lösen können. Seit heute gibt es im Google App Store und bei iTunes nämlich eine App von Milupa, mit der die Namensfindung wirklich zum Kinderspiel wird: Apta Babyname.

Wie das funktionieren soll? Ganz einfach, beide Elternteile laden sich die App auf ihr Smartphone oder aufs Tablet und können dann entweder anfangen, geschlechtergetrennte Namensvorschläge durchzugehen oder über Filterungen bestimmte Namen schon vorselektieren, zum Beispiel kurze oder lange Vornamen.

Die Namen, die einem gefallen, werden nach links gewischt, die einem nicht gefallen, wischt man nach rechts. Und bei den Namen, die beiden Elternteilen gefallen, wird dann ein doppeltes Herz angezeigt. Im Idealfall bleiben dann drei Namen übrig und man kann entweder würfeln, welcher Name es werden soll oder man nimmt einfach alle drei. Soweit ich weiß, darf man in Deutschland ein Kind mit maximal fünf Vornamen bescheren…

Mir gefällt diese Idee jedenfalls sehr gut, dass ich mir zumindest testweise die App direkt mal runterladen werde und mal schaue, ob das denn auch so funktioniert wie gedacht. Auch neulich, als uns das Kätzchen zulief und meine Tochter und ich gemeinsam einen Namen für das Tigerchen suchten, hätte so eine App uns sicherlich gute Dienste geleistet, auch wenn wir das Kätzchen weder Leonie, Nele, Zoe noch Julia nennen wollten. Aber vielleicht wäre so eine App für Katzennamen auch noch eine Idee!?

Wie findet ihr den Gedanken, den Namen des Kindes per App auszuwählen? Wäre das was für euch? Oder ist euch das zu technisch und zu unromantisch? Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Dieser Artikel wurde gesponsert. Durch das Sponsoring wird und wurde meine Blogpost nicht beeinflusst.

3 Kommentare

  1. Das ist ja mal lustig =) Mein Freund und ich haben eigentlich einen ganz ähnlichen Namensgeschmack, bei uns ist das Problem eher die Anzahl der Namen…. er möchte, nach Art der alten Fürsten, mindestens sechs Vornamen, während ich mehr als drei minimal prätentiös finde =) Apropos Namen, es ist teilweise schon seltsam, welche Namen die Kinder heute so tragen… ich unterrichte ja jetzt seit ein paar Wochen an der Grundschule und habe allein in einer Klasse von 26 Schülern 22 Namen, die mir völlig unbekannt waren. Prinzipiell habe ich da ja gar nichts gegen einzuwenden (yay, Kreativität und so), aber jetzt merk dir mal 200 neue Schüler, wenn du die Hälfte der Namen noch nie gehört hast… o.O

  2. Was wir "damals" für Excel-Listen geschrieben haben… und das für 3 Kinder. Ja, da wäre diese App sicher eine Erleichterung gewesen 🙂 Unromantisch ist das für mich in keinster Weise, eher ein Gang mit der Zeit. Und Papier wird so auch nicht verschwendet 😀

    Viele Grüße, Sandra

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