Gestern hatte ich euch ja schon hier ein wenig über unseren Frankreichurlaub in der Bretagne berichtet. Unsere Basis-Station, von der aus wir diverse Ausflüge in die Umgebung unternommen haben, war in dem Campingdorf St. Nic – Le Domaine de Ker Ys, welches von Homair betrieben wird. Außer einer schnuckeligen Hütte, in der es an nichts fehlte außer vielleicht an ein paar Quadratmetern für flächenmäßig verwöhnte alleinige Einfamilienhausbewohner, hatte die Anlage noch einiges zu bieten, um den Ferienaufenthalt möglichst unterhaltsam zu gestalten.

Eine chice Badelandschaft im Campingdorf
Wenn’s im Atlantik zu kalt ist, dann kann man hier noch prima schwimmen


Da gab es zum Beispiel eine schöne Badelandschaft mit beheiztem Pool, was für alle Wasserratten wie meine Tochter natürlich genau die richtige Einrichtung war. Im nahegelegenen Atlantik ließ ich sie lediglich bis maximal Oberschenkelhöhe rein waten, da mir durchaus bewusst ist, wie schnell man sich vom rettenden Ufer entfernen kann, wenn man je nach Tide zu weit hinaus schwimmt. Aber hier im Pool unseres Campingdorfes konnte sie nach Herzenslust schwimmen, planschen, mit anderen Kindern toben oder auf der Wasserrutsche in den Pool platschen.

Auch im Campingdorf müssen Regeln beachtet werden
Man achtet hier auch auf Sicherheit und Sauberkeit

Außerdem war hier natürlich wenig Wellengang und die Wassertemperatur wesentlich angenehmer als beispielsweise vormittags im nahegelegenen Atlantik. Ringsum ist der Badebereich mit Glasscheiben versehen, so dass man auch bei windigerem Wetter hier durchaus gepflegt chillen kann. Übrigens war mein Kind nicht das einzige Kind in der ganzen Anlage, sondern es gab durchaus noch ein paar andere deutsche Kids aus Bayern und Baden-Württemberg, eben jenen Bundesländern, deren Sommerferien fast bis in den Herbst hinein reichen. Ich habe nur darauf geachtet, dass auf meinen Aufnahmen möglichst keine anderen Kinder sind, da man ja hier immer noch die rechtlichen Aspekte berücksichtigen muss.

im Pool vom Campingdorf Ker Ys Le Domaine St. Nic
In der Nachsaison hat man zu manchen Tageszeiten die Badelandschaft ganz für sich alleine

Auch mein Schwesterherz und Voltaire waren gerne am Pool, nicht zuletzt deswegen, weil man hier bequeme Liegen fand, auf denen man auch noch das eine oder andere Freiluftnickerchen halten konnte. Die atlantische Seeluft macht eben doch ein wenig müde, wenn man sie nicht gewohnt ist. Aber sie ist um Klassen besser als hier bei uns in Stuttgart, was ich jetzt nach Rückkehr zu meinem Leidwesen wieder bemerken musste. Das Kind uns ich wären nach Ankunft in der Heimat am liebsten gleich wieder umgedreht und zurück in unseren „Wohnwagen“ gegangen!

im Campingdorf Ker Ys Le Domaine St. Nic
Im ganzen Campingdorf verteilt gibt es Stationen, die der Fitness, Schönheit und Unterhaltung dienen

Aber zurück zum breit gefächerten Service- und Unterhaltungsangebot unseres Homair Campingdorfes in St. Nic. Es gab ein Spa mit Wellnessanwendungen, einen Kinderclub, eine Boule-Bahn, ein Fitness-Studio, einen Kinderspielplatz, eine Tischtennisplatte, einen Waschsalon und noch so einiges mehr, was das Leben im Campingdorf angenehm macht und sehr erleichtern kann.

Am Strand des atlantischen Ozeans findet man tolle Muscheln
Muschelsucher mit unterschiedlichen Absichten:
links das Kind, das möglichst große leere Muscheln sucht,
rechts die Profimuschelsucher, die kleine Muscheln für den Verzehr suchen

Im azurblauen Häuschen gleich am Eingang des Campingdorfes befindet sich die Rezeption, in der man stets ein offenes Ohr für unsere Problemchen hatte. Sei es, dass wir eine andere Zeit als die übliche zum auschecken vereinbaren wollten oder dass ich mich nicht im TV-Raum ins offene WLAN einloggen konnte, stets war man hilfsbereit, freundlich und versuchte, eine Lösung für unsere Anliegen zu finden.

Der Atlantik in der Bretagne bietet so viele schöne Bilder
Wenn das Meerwasser nur wenige Millimeter hoch auf dem Strand steht, dann gibt es tolle Spiegelungen

Auch was die fußläufig erreichbare Umgebung des Campingdorfes betrifft, war hier so einiges zu entdecken. Jeden Morgen gingen Töchterlein und ich in den nahegelegenen Tante-Emma-Laden, um dort Croissants (wenn wir früh genug dran waren) und/oder Baguettes zu kaufen. Gleich am ersten Morgen konnten wir dort auch eine Grundausstattung fürs Frühstück holen, wie gesalzene Butter, Aprikosenconfiture und luftgetrocknete Salami. Dort bekam man aber auch Zeitschriften, konnte Kaffee trinken und Kleinigkeiten essen oder sich mit Strandbedarf eindecken. Zwar ohne große Auswahl, aber dafür für jeden Notfall etwas.

aber Strandsegeln ist die sportliche Alternative
Strandsegler am Atlantik in St. Nic (Bretagne)

Ein Teilstück des Strandes war fast bis zum Ende unseres Aufenthaltes unter der Aufsicht von Baywatchern, deren Hütte aber freitags dann abgebaut wurde, vermutlich weil die Saison zu Ende geht. Es gab auch ein Angebot für sportliche Menschen, nämlich Strandsegeln, was bei geeignetem Wind und Wetter gerne in Anspruch genommen wurde – nur nicht von uns, weil wir etwas von der Umgebung sehen wollten.

und der Wind ist ein kreativer Friseur
Sandmuffins backen, Windfrisuren bekommen oder nach Schiffen Ausschau halten
– alles ist hier möglich

Der ewig breite Strand und die durch die frische Brise stets bewegte Salzluft sorgten einmal dafür, dass man stets gut unterhalten war, wenn man im Sand irgendwelche Burgen, Tiere oder sonstwas bauen konnte und andererseits bei mir für zerzauste Löckchen, wenn mir der atlantische Salzwind die Haare aus dem Chignon löste.

täglich frisches Zeug wurde angeschwemmt
Es ist immer wieder interessant, was man so am Strand entdecken kann

Interessant war natürlich auch, was man mehr oder weniger direkt vor der Haustür finden konnte. Zum einen das Treibgut was täglich neu angeschwemmt wurde, zum anderen die Fotomotive, die sich daraus ergaben. Immerhin haben wir auch einen lebendigen, wenn auch angefressenen Seestern am Strand gefunden, den wir wieder ins Wasser zurück warfen, damit er im Sand nicht vertrocknet. Und ich fand, während ich mit breitkrempigem Sonnenhut am windigen Atlantikstrand entlang spazierte, einen anderen Strohhut, den es wohl mal jemandem vom Kopf geweht hatte und der jetzt wieder angeschwemmt wurde. Es geht eben nichts für immer verloren!

Wenn man seinen Weg einmal statt Richtung Strand einfach landeinwärts lenkte und das Örtchen St. Nic durchstreifte, dann konnte man nicht nur die wirklich gute Crêperie de Kervengard entdecken, sondern auch diese schönen, landestypischen Häuser aus Naturstein, die meist von Hortensien gesäumt sind. Und wenn man noch ein paar Meter weiter geht, dann steht man auf einmal in saftigen Feldern, die nur so strotzen vor grüner Frische, wie man es hierzulande beispielsweise aus dem Allgäu kennt. Das in Kombination mit dem stets bewegten Meer und den angenehmen Temperaturen macht für mich das perfekte Urlaubsziel aus!

Katzen, Hortensien, blaue Türen als bretonische Fotomotive
Geht man landeinwärts, findet man idyllische Häuschen mit romantischer Bepflanzung

Sobald man von der Basisstation „Campingdorf“ ausgehend mit dem Auto unterwegs ist, kann man natürlich noch jede Menge andere tolle Sachen entdecken, aber darüber werde ich später berichten. Hier und in Teil 1 sollte es einfach nur darum gehen, was der kleine Ort St. Nic mit seinem Vier-Sterne-Campingdorf von Homair alles zu bieten hat. Meiner Meinung nach perfekt für Familien mit Kindern, weil man hier einfach lässiger leben kann, als in einem Hotel und weil man sich nach seinen eigenen Bedürfnissen richten kann und nicht auf festgelegte Essenszeiten usw. Rücksicht nehmen muss. Aber auch ohne Kinder lässt es sich hier gut aushalten – es gab jetzt noch einige französische Urlauber, die keine Rücksicht auf den Schulbeginn nehmen mussten und hier noch ein paar entspannte Urlaubstage verbrachten.

Abschließend kann ich sagen, dass die vier Sterne der Anlage absolut gerechtfertigt sind und dass sie sogar meine Erwartungen noch übertroffen hat. Ich würde jederzeit wieder hingehen in dieses Campingdorf St. Nic – Le Domaine de Ker Ys unter den Fittichen von Homair!

Was meint ihr? Sollen wir da nochmal Urlaub machen oder lebt ihr eher nach der Devise, möglichst keinen Urlaubsort zweimal zu besuchen? Was haltet ihr von dieser Art des Campings? Wäre das etwas für euch? Ich freue mich über eure Kommentare!

2 KOMMENTARE

  1. HuHu, da habt Ihr echt tolle Bilder mitgebracht. Wobei mir der Wohnwagen etwas zu klein wäre aber die Anlage und alles andere gefällt mir sehr gut. Ich muss sagen ich fahre zwar gerne immer wieder an neue Orte aber wenn es irgendwo besonders schön war komme ich auch gerne immer wieder.

    Liebe Grüße
    Sandra

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