Gestern musste ich schmunzeln, wurde aber gleichzeitig auch neugierig gemacht, als ich bei Amazon etwas entdeckte, was es eigentlich schon seit über 100 Jahren gibt und was jetzt vor wenigen Jahren wohl neu erfunden und chic aufbereitet wurde. Wobei gegen diese Neuerfindung absolut nichts einzuwenden ist. Im Gegenteil, so ist das Teil praktischer, mobiler und außerdem nicht nur energiesparend und nachhaltig, sondern man tut gleichzeitig mit dem Kauf der Neuerfindung etwas Gutes. Aber jetzt mal ganz der Reihe nach…

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Ich kann mich noch gut an Erzählungen meiner beiden Großmütter erinnern, die sich um den Alltag und dessen Bewältigung zu Kriegs- oder Nachkriegszeiten drehten. Beide lebten eher ländlich bis kleinstädtisch und insofern möglicherweise unter etwas besseren Bedingungen, was die Nahrungsmittelbeschaffung betraf, als die Menschen, die in total zerstörten Städten lebten. Auf dem Land oder am Rande der Kleinstadt gab es doch eher Kartoffeln in der Nachlese als in den Trümmern der Stadt.

Natürlich waren nicht nur die Nahrungsmittel knapp, sondern auch das Heizmaterial, was damals noch Basis für die meisten Herde war: nämlich Holz und Kohlen. Die Wälder müssen in der Zeit, vor allem auch nach dem Krieg, penibelst aufgeräumt gewesen sein, weil jeder jedes noch so kleine Stückchen Bruchholz oder Rinde mit nach Hause nahm um es zu verheizen. Wenn Heizmaterial so knapp ist, dann muss man sich etwas überlegen, damit man möglichst energiesparend kochen kann. Deswegen wurden von beiden Großmüttern damals sogenannte Kochkisten, die allerdings selbst gebastelt und improvisiert waren, verwendet, um beispielsweise Kartoffeln zu garen.

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 Der Topf mit den Kartoffeln und Wasser wurde auf dem Herd gleich morgens angesetzt, das Wasser kurz zum sieden gebracht und dann packte man den Topf in eine Kiste, die mit Decken und Zeitungspapier ausgekleidet war und steckte das ganze Arrangement unter die Bettdecke. Stunden später waren dann die Kartoffeln durchgegart, das Bett angeheizt und man hatte auf jeden Fall Brennholz gespart gegenüber der Variante, alles direkt auf dem Herd garen zu lassen. Außerdem konnte man in der Zeit, in der die Kartoffeln sicher unter der Bettdecke in der Kochkiste gar wurden, andere Dinge verrichten, die nicht die Anwesenheit in der Nähe des Herdes erforderlich machten, wie zum Beispiel hamstern gehen um zu den Kartoffeln noch ein Stückchen Butter zu ergattern.

Diese Zeiten sind hierzulande glücklicherweise vorüber und werden hoffentlich nie wieder in dieser Form Einzug halten. Aber in anderen Ländern gibt es noch so große Armut, dass Kochkisten hier sinnvoll eingesetzt sind. Beispielsweise in verschiedenen Ländern Afrikas. Hier ist es für viele Frauen bis heute sehr mühsam, eine warme Mahlzeit zuzubereiten, weil eben so viel Vorarbeit zu leisten ist und so wenige Hilfsmittel und technische Erleichterungen zur Verfügung stehen wie in der westlichen Welt. Deswegen erinnerte sich Sarah Collins an die gute alte Kochkiste und entwickelte daraus den Kochsack, der unter dem Namen Wonderbag auf den Markt gebracht wurde.

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Dank Wonderbag wurden zum einen viele Arbeitsplätze geschaffen und darüber hinaus vielen Familien die tägliche Nahrungszubereitung sehr erleichtert. So ein Kochsack ist allerdings nicht nur in Afrika einsetzbar, auch hierzulande hat er durchaus seine Berechtigung. So kann man beispielsweise gut solche Gerichte darin zubereiten bzw. fertig garen lassen, die normalerweise stundenlang auf dem Herd rumschmoren. Ich denke hier an Gulasch, aber auch Eintöpfe, die nicht zwingenderweise flüssig sein müssen, sondern einfach verschiedene Gemüse und eventuell auch Fleischsorten in einem Topf vereinen. Man spart dadurch Energie, was sich bestimmt in Jahresabrechnung bemerkbar macht und man kann den Tag bequem außer Haus verbringen, während das Gulasch in einem Schmortopf, der im Wonderbag eingepackt ist, fertig gart.

Es kann nichts anbrennen, es kann nichts überkochen und wenn man beispielsweise von der Sonntagswanderung wieder heim kommt, dann ist der Krauttopf verzehrfertig. Wie praktisch! Außerdem lässt sich Wonderbag ebenfalls zum Kühlen verwenden. Dank der Isolation kann man natürlich auch beim Picknick oder bei der Gartenparty die Bier- oder Limoflaschen kalt stellen und auch kalt halten. Oder wenn es darum geht, eine Sahnetorte gekühlt zur Gartenparty zu bringen, dann leistet Wonderbag auch gute Dienste.

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Das Beste kommt zum Schluss: Wer einen Original Wonderbag kauft, tut gleichzeitig auch noch etwas Gutes: Für jeden Kauf eines Wonderbags geht gleichzeitig ein Kochsack an eine bedürftige Familie in Afrika. Kaufen und schenken in einem – das ist doch supergeil! Außerdem finde ich diese Dinger wirklich dekorativ. Da gibt es welche in schönen gemusterten Stoffen, die wirklich der Eyecatcher auf jeder Gartenparty sind und auch in der heimischen Küche eine gute Figur machen. Und wenn man ihn nicht braucht, dann ist er relativ platzsparend im Schrank aufzubewahren im Gegensatz zu einer starren Kochkiste.

Übrigens gibt es diese Wonderbags in einer noch größeren Auswahl als bei Amazon auf www.kochen-mit-wonderbag.de. Hier findet ihr noch Rezepte und die ganzen Geschichte zum Produkt, was ich jetzt sehr stark zusammen gefasst wieder gegeben habe. Was haltet ihr von so einem Kochsack? Würdet ihr euch einen kaufen? Oder habt ihr vielleicht schon einen? Ich bin gerade schwer hingerissen und werde mir voraussichtlich demnächst einen kaufen. In rot, ihr wisst schon, wegen dem Kühlschrank…

1 KOMMENTAR

  1. oh auf dem ersten Blick dachte ich erst das sei nen sitzsack;) kannte sowas noch gar nicht. ich schau mich auf der Seite mit den Rezepten dazu nun mal um, danke dir für den Tipp.

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