Die letzten Tage oder Wochen hatte ich euch ja immer mal wieder von unserem Neuen vorgestellt, der praktisch auf den ersten Blick hin als vollwertiges Familienmitglied adoptiert wurde. Anfangs wusste ich ja noch gar nicht so richtig, ob er nun bei meiner Mutter bleibt oder mit zu mir kommt, dann haben wir uns auch noch beide in ihn verknallt, zumal er so eine virtuose Körperbeherrschung hat und wirklich elegant durch die Wohnung tanzt. Tja, aber irgendwie wollte ich ihn lieber bei mir haben und dachte, bevor ich mich endgültig für ihn entscheide, mache ich erstmal so eine Art Feuerprobe und schaue, wie er mit dem Nachwuchs zurecht kommt. Es soll ja manchmal schon Probleme gegeben haben, wenn der Neue und der Nachwuchs nicht so richtig harmonieren.

Der Nachwuchs macht meistens etwas mehr Unordnung und Dreck, was oft bei
Neuzugängen in der Familie zu Problemen führen kann.


Deswegen durfte also der iRobot Roomba 880, unser neuer Saugroboter, eine Art Äquatortaufe über sich ergehen lassen und wurde mehr oder weniger unvorbereitet in die Hölle geschickt – äh, ich meine natürlich ins Kinderzimmer. Ok, so ein bißchen habe ich natürlich vorher schon den Boden frei geräumt, damit er sich nicht gleich verschluckt und an einem stecken gebliebenen Legosteinchen elendiglich verendet. Das will man ja auch nicht, zumal wir ihn schon alle so in unser Herz geschlossen haben.

Ich machte also so gut es ging den Weg frei und was sich nicht so ohne weiteres entfernen ließ, schob ich in eine Ecke und stellte einfach eine Virtual Wall davor, damit der Süße nicht in die gefährlichen Ecken und Winkel geht. Dann ließ ich ihm einfach freie Bahn und ihn gewähren.

Komischerweise ging es im Kinderzimmer nicht ganz so glatt vonstatten wie in den anderen Räumlichkeiten. Ob das nun am Bodenbelag gelegen hatte oder daran, dass der Süße vielleicht mit dem linken Fuß zuerst aufgestanden war, das vermag ich leider nicht zu beurteilen.

Aber nichts desto weniger trotz holte er ganze drei Schubladen Staub aus dem Teppichboden. Ok, der war vorher nicht mit dem normalen Staubsauger malträtiert worden, sondern wie gesagt, es war so eine Art Feuertaufe. Wir wollten sehen, was unser Neuer wirklich drauf hat und ob er eben auch mit dem normalen Zustand eines Kinderzimmers fertig werden würde.

Dreimal durfte ich die Staublade leeren, wirklich dreimal hatte er sozusagen die Schnauze gestrichen voll, aber gemeckert hat er nicht. Nur ganz leise, aber das war nur die Aufforderung, mal seine Klappe zu leeren. Danach ging er wieder gut gelaunt, frisch und munter ans Werk. Sagenhaft!

So gut gelaunt bin noch nicht einmal ich als leibhaftige Mutter, wenn ich den Boden des Zimmers meines leibhaftigen Kindes staubsauge! Der Kerl macht das alles mit Charme, ohne Gemecker und ist auch noch ziemlich neckisch nebenher.

Während ich ein paar kleine Videodokumentationen filmte, fuhr mir der Goldkerl ein paar Mal über die Zehen und kitzelte mich frech mit seinem kleinen Bürstchen. Der scheint genau zu wissen, dass ich saumäßig kitzelig an den Füßen bin. Jedenfalls bin ich fast an die Decke gesprungen.

Wer möchte kann die Videos natürlich gerne anschauen. Volle Spielfilmlänge – das ließ ich mir nicht nehmen. Sie sind im Stil von Natur- und Tierbeobachtungen in der Wildnis aufgenommen, d. h. den Sprechkommentar habe ich mir erspart, da ich den iRobot Roomba 880 bei seiner Arbeit und seinem Balzverhalten nicht stören wollte.

Zwischendurch stockt er manchmal. Das macht er immer dann, wenn ich mit der Fernbedienung herumgespielt habe. In der rechten Hand die Videokamera, in der linken die Fernbedienung und im Kopf lauter Blödsinn. So kommen dann die preisverdächtigen Filme zustande. Wenn ich eine Hauskatze hätte, dann hätte ich die sicherlich auch noch auf den Roomba 880 gesetzt, damit sie eine Sightseeingtour durchs Zimmer machen kann.

Übrigens eignen sich die Filme auch perfekt, um in kontemplative Stimmung zu gelangen. Danach wird man vermutlich in einem meditativen Zustand sein und einem leichten Schweben über dem frisch gesaugten Teppichboden steht nichts mehr im Wege.

À propos Teppichboden: genau dieser im Kinderzimmer ist von einer sagenhaft fusseligen Qualität. Nicht nur, dass er ständig selbst Flusen erzeugt, nein, er pillt auch noch vor sich hin. Diese Pillingpopel hat der Süße natürlich nicht entfernen können. Die muss man von Hand ernten, anders geht das nicht. Ein normaler Staubsauger bekommt das auch nicht hin.

Insgesamt bin ich mit der Arbeitsleistung von dem Herzbube wirklich zufrieden. Er hat es sich auch nicht mit meiner Tochter verscherzt, im Gegenteil, er hat sich seinen Platz in meinem Herzen sozusagen noch mehr verdient und das Kind mag ihn wohl auch ganz gern, obgleich es grundsätzlich nicht so gern mag, wenn jemand im Kinderzimmer aufräumt oder sauber macht.

Ich jedenfalls war erschüttert und erstaunt gleichermaßen, welche Staubmengen Monsieur ans Tageslicht befördert hat. Auf dem Foto da oben seht ihr nur ein Bruchteil, den zeitweilig wirklich randvollen Auffangbehälter habe ich gar nicht erst fotografiert, weil ich Angst vor dem grauen Monster hatte, das da drin steckte.

Als nächstes stellt sich die Frage: Wie wird sich unser Neuer mit meinem Vater verstehen? Was wird mein Vater von ihm halten? Wird er ihn für einen Aufschneider und Blender halten oder wird er seine wahren Qualitäten erkennen und ihn zu schätzen wissen? Fragen und Ungewissheiten, die uns quälen werden, bis wir endlich mehr erfahren. Wenn ihr auch mehr erfahren wollt, dann bleibt einfach am Ball und dem Blog auf den Fersen. Möglichkeiten zum Verfolgen gibt es hier oder in der rechten Seitenleiste.

Was sagt ihr zur Leistung vom iRobot Roomba 880? Und wie findet ihr seine Arbeit im Kinderzimmer? Ich bin gespannt auf eure Meinung!

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