Endlich bin ich dazu gekommen, die vielen Fotos vom vergangenen Pfingstsonntag auszuwerten und die schönsten und vor allem die buntesten auszuwählen. Wir waren nämlich zum grillen und picknicken im Garten eingeladen und ich habe gleich die Chance ergriffen und mein neues Picknickgeschirr eingeweiht, von dem ich euch neulich schon mal hier erzählt habe.

Schön buntes Picknickgeschirr von Koziol – mehr Infos

Ich bekomme ja sofort gute Laune, wenn ich so eine farbenfrohe Zusammenstellung sehe. Auch wenn allerorten im Sommer derzeit auf ein Diner blanche gesetzt wird, so sind mir kräftige, lebensfrohe Farben doch wesentlich lieber als diese blassen und blutleeren Inszenierungen. Bei diesen Farben hier bekomme ich automatisch Appetit. Sie versprühen für mich so eine exotische Atmosphäre, je nach Stimmung kommen die Farben eher südamerikanisch oder südostasiatisch rüber, zumindest für mich.

Sieht das nicht total sommerlich aus?

Eigentlich braucht man gar nicht so viel im voraus zuzubereiten. Einfache Dinge wie eine kleine Schüssel geputzte Radieschen, ein paar Spießchen mit Cocktailtomaten und Minimozzarella, frisch gepflückte Walderdbeeren und ein paar Teller voller verschiedener Reiscräcker (von Reisfit) – und schon ist die halbe Tafel gedeckt. Wahlweise lässt sich das noch mit anderem Obst ergänzen, wie zum Beispiel mit leckeren Herzkirschen oder frisch beim Nachbarn gepflückten Johannisbeeren. Frollein Tochter war übrigens dauernd damit beschäftigt Beeren und Blumen zu sammeln, ganz nach Steinzeitmenschenmanier.

Diese kleinen Tellerchen und Glasabdeckungen habe ich schon in mein Herz geschlossen

Ich habe vorher zuhause noch meinen berühmtberüchtigten Bulgursalat gebastelt, dessen Rezept man hier findet. Das ist für mich einfach ein tolles Sommeressen und je nach Menge reicht uns dieser dann auch als komplette Mahlzeit. Da wir hier aber zu mehreren im Garten schwitzten – ja, es war verdammt heiß an dem Pfingstsonntag – war dieser Bulgursalat lediglich eine Beilage, aber eine köstliche.

Einer meiner Lieblingssommersalate: Bulgursalat

Außerdem hatte ich zuhause vormittags noch Milchreismuffins mit frischen Himbeeren gebacken. Die waren vielleicht lecker! Wenn ihr ganz brav seid, verrate ich euch vielleicht demnächst das Rezept. Mal sehen, ob es jemanden interessiert…

Zwei dieser Muffins blieben übrig und Töchterlein und ich haben sie am Tag danach verzehrt. Da haben sie übrigens auch noch ganz vorzüglich geschmeckt. Also kann man diese Teilchen auch gut einen Tag im voraus backen, wenn ein Picknick oder ein Kindergeburtstag ansteht.

Milchreismuffins mit frischen Himbeeren – so lecker!

Wirkliche Starqualitäten hatte diese Knoblauchknolle. Erstens war sie ganz schön groß, ein richtiger Brummer, zweitens duftete sie ganz vorzüglich und drittens war die äußere dunkelviolette Haut einfach eine umwerfende Robe, aus der wir sie dann stilgerecht geschält haben.

Dieser Knoblauch sieht einfach phantastisch aus! Und riecht auch so…
Sehr lecker schmeckt es übrigens, Knoblauchzehen in ihrer Haut zu grillen. Wenn man sie sozusagen à point gart, also weder zu roh noch zu matschig, dann sind sie der perfekte kulinarische Begleiter für gegrilltes Rind- oder Lammfleisch. Da kann man jede Grillsauce den Hasen geben! Ich weiß nicht, ob wir nach dem Essen bestialisch oder eher unerträglich gestunken haben. Wir haben jedenfalls nix gemerkt!
Ohne Dusche aus dem Gartenschlauch wäre es nicht aushaltbar gewesen

Und da wir gerade eben noch bei Knoblauchzehen und so waren, kommen jetzt gleich noch ein paar Stimmungsbilder aus dem Garten. Mindestens einmal stündlich wurde der Gartenschlauch angeworfen, sonst hätten wir es wirklich nicht ausgehalten. Selbst im Schatten unter den Sonnenschirmen war es abartig heiß, obwohl wir uns erst am späten Nachmittag dort eingefunden hatten. Wirklich erträglich wurde die Temperatur meiner Meinung nach erst am fortgeschrittenen Abend, als die Sonne schon fast am abtauchen war.

Auf der orangefarbenen Tischdecke kommt das bunte Picknickgeschirr von Koziol gleich noch viel schöner raus!

Auf dem Grill und im Backofen wurden dann die deftigeren Gerichte zubereitet. Zum Beispiel Ofenkartoffeln, die man aber genauso gut auch in einem Grill mit Deckel zubereiten kann, nur war unser Grill nicht allzu groß, wie man unschwer erkennen kann. Die Ofenkartoffeln setzt man am besten am frühen Abend an, damit man sie am späten Abend genießen kann. Erdäpfel dauern bekanntlich immer ein Weilchen, bis sie gar zu sein geruhen. Diese hier wurden scheibchenweise eingeschnitten und mit Olivenöl, Salz und Kräutern behandelt. Fragt mich nicht, was das für Kräuter sind. In meiner Erinnerung könnte es Rosmarin gewesen sein, aber auf dem Foto sieht es nicht aus wie Rosmarin. Nehmt einfach das, was euch dazu schmeckt!

Trotz Hitze am Pfingstsonntag haben wir uns auch noch etwas Heißes vom Grill gegönnt

Zwischen Rostbraten und Lammstückchen wälzen sich die Knoblauchzehen auf dem Grill, die nachher so lecker zum Fleisch schmecken. Grillen überlassen wir bekanntlich den Männern, insofern kann ich hier jetzt wenig bis gar nichts zur Zubereitung sagen. Nur soviel: Es hat geschmeckt!

Gartenimpressionen wie aus Zeiten des Wirtschaftswunders

An der Gartenbegrenzung entlang wuchsen lauter goldige kleine Walderdbeerchen, die das Kind für uns sammelte und servierte. Irgendwann hing dann das Badezeug an der obligatorischen Sichtschutzwand aus Schilfrohr oder Peddigrohr. Passt stilistisch sehr gut zusammen, finde ich. Der Badeanzug mit den Tupfen und der Vintagegartenzaun… schönere Stimmungsbilder hätte man in den späten 50ern oder frühen 60ern auch nicht schießen können.

Die Abendsonne taucht alles in ein wunderschön golden schimmerndes Licht

Als sich die Sonne so langsam Richtung Horizont bewegte, wurde zwar die Temperatur nicht unmittelbar besser, dafür aber wurde das Licht schöner und überzog den Garten mit einem leichten Goldschimmer. Drei Sonnenschirme waren für uns unentwegt im Einsatz, sonst hätten wir den Pfingstsonntag bestimmt nicht überlebt.

Das Dessert war ganz einfach, aber trotzdem sehr gut

Zum krönenden Abschluss gab’s dann noch ganz einfach Erdbeeren mit Vanilleeis und ohne großes Brimborium. Weder karamellisierte Sesamsaat darauf noch halbgefrorene Kokosmilch oder sonstiges Chichi. Sondern ganz unspektakulär, aber dafür köstlich Vanilleeis mit Erdbeeren aus der Schüssel.

Zum Sonnenuntergang errötete sogar Hugo leicht

Und zum krönenden Abschluss gönnten wir uns noch einen Hugo in rosé, nachdem wir den ganzen Nachmittag ziemlich alkoholbefreiten hauchdünnen und farblosen Hugo getrunken hatten. Anders wäre es auch gar nicht gegangen – klar, man hätte auch Wasser trinken können, aber das schmeckt so langweilig -, sonst wären wir bei den Temperaturen ruckzuck kampfunfähig gewesen.

Wem jetzt das eine oder andere Teil hier gefallen hat, für den habe ich gleiches oder ähnliches herausgesucht.

Sonnenschirm – klick hier*
Picknickgeschirr – klick hier
Tischdecke – klick hier*
Nagellack – klick hier*
Flipflops – klick hier*
Grill – klick nirgends, der ist einzigartig. Andere gibt es hier*

Wenn ihr noch ein Rezept für euer Picknick braucht, dann kann ich euch diese gefüllten Blätterteigtaschen empfehlen. Das Rezept für die Milchreismuffins werde ich bei Bedarf noch aufschreiben und ebenfalls verlinken. Man kann ja nie genug Anregungen für PicknickFood haben!

Was sind eure Favoriten für den Picknickkorb? Habt ihr bestimmte Rezepte, die standardmäßig immer umgesetzt werden wenn’s zur Gartenparty oder zum Picknick geht? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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