Pünktlich zur Urlaubszeit ist ein sehr schönes Bilderbuch im Loewe-Verlag erschienen: Quentin Qualle – Die Muräne hat Migräne von Jens Carstens und Heinz Rudolf Kunze als Autoren, liebevoll illustriert von Julia Ginsbach. Und da man für schöne Bilderbücher nie zu alt sein kann – selbst ich schaue mir gerne noch solche Bücher an – habe ich meine Tochter gebeten, sich das Buch mal anzuschauen, durchzulesen und mir anschließend ihre Meinung dazu mitzuteilen.


Aber jetzt erstmal der Reihe nach. In dem großformatigen Bilderbuch um Quentin Qualle geht es um diesen kleinen, stets hilfsbereiten Quallenjungen, der eines Tages vor der Herausforderung steht, dem Anführer der bösen Muränenbande die Migräne zu lindern, damit der Weltfriede im Ozean nicht gefährdet wird. Da die Muränen sehr gefürchtet sind und die anderen Meeresbewohner gerne ärgern, hat Quentin Qualle hier ein echtes Abenteuer zu erleben.

Mit viel Wortwitz wird hier die Geschichte von diesen glibbrigen Meeresbewohnern aus der Familie der Quallen erzählt, nicht ohne die ganze Sippe namentlich vorzustellen. Durch die detailreichen Zeichnungen gewinnt die Erzählung zusätzlich an Tiefe und regt dazu an, die Story weiterzuspinnen.

Ich als erwachsene Leserin fand die Geschichte gut geschrieben, kindgerecht zwar, aber nicht so banal formuliert, wie man es manchmal bei Bilder- und Vorlesebüchern für die Altersgruppe ab 4 Jahren vorfindet. Man darf auch kleineren Kindern ruhig Sätze zumuten, die aus mehr als fünf Wörtern bestehen, da sie dann gleich ein Gefühl für Sprache entwickeln können, was sich spätestens dann bezahlt macht, wenn die Knirpse in die Schule kommen. Auch als vorlesender Erwachsener freut man sich, wenn man so gut formulierte Bücher wie Quentin Qualle vor sich hat, um nicht über jeden zweiten Satz zu stolpern. Mir jedenfalls hat das Buch Spaß gemacht, auch wenn ich nicht direkt zur Zielgruppe gehöre.

Meiner Tochter, die zwar eine ausgesprochene Leseratte ist und sich auch durch echte Bleiwüsten kämpfen kann, war von diesem Buch begeistert. Die Geschichte rund um die Meeresbewohner gefiel ihr ausgesprochen gut, nicht zuletzt deswegen, weil sie selbst gerade frisch vom Meer kam. Auch die Wortspielereien hatten es ihr angetan, vor allem wie bei der Namensschöpfung allerlei bekanntes auf Quallisch übersetzt wurde. Und die Bilder fand sie „soooo süüüüß!“.

Quentin Qualle kommt übrigens nicht solo als Buch daher, sondern hat sogar noch eine Lieder-CD dabei, die passend zum Buch und in rockiger Manier von Heinz Rudolf Kunze eingespielt wurde. Frollein Tochter war gleich sehr angetan und fing sofort an rythmisch mitzuschnippen.

Wir beide sind der Meinung, dieses Buch lohnt sich absolut als Lektüre für die Kleinen. Vor allem auch jetzt für den Urlaub, wenn es mit dem Auto Richtung Meer geht, dann kann man sich per CD schon mal drauf einstimmen und das Bilderbuch wird garantiert nicht nur einmal durchgeblättert. Außerdem ist geplant, dass noch mehr Geschichten um Quentin Qualle und seine Glibberfamilie erscheinen, so dass noch mehr Abenteuer zu erwarten sind mit dann altbekannten Figuren.

Quentin Qualle – Die Muräne hat Migräne
Jens Carstens, Heinz Rudolf Kunze, Julia Ginsbach
Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: Loewe (17. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 378558038X
ISBN-13: 978-3785580387
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 – 6 Jahre

Preis: € 14,95
Übrigens gibt es hier eine eigene Seite für Quentin Qualle, auf der man sich noch mehr über das Buch und dessen Entstehungsgeschichte informieren kann.

Wie findet ihr dieses Buch? Wäre das etwas für eure Kids? Oder sind sie schon zu groß dafür? Ich freue mich auf eure Kommentare!

1 KOMMENTAR

  1. Danke für den Tipp – ich bin immer auf der Suche nach tollen Büchern. Dies hier hört sich super an! Meine Maus ist noch ein bißchen zu klein dafür, aber ich schreibe es einfach mal auf den Merkzettel 🙂

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