Ihr erinnert euch noch an den vergangenen Pfingstsonntag? Also praktisch der Sonntag vor einer Woche, als es noch so gnadenlos heiß war. Da hatten wir doch dieses Gartenpicknick, von dem ich euch hier erzählt habe und ich hatte euch ja auch versprochen, wenn der Andrang so groß ist, dass es mich fast umhaut, dann gibt es auch das Rezept für die Milchreismuffins mit Himbeeren. Und zwar gratis! Wenn das nichts ist!?


Zur Erinnerung hier nochmal ein Foto von den Teilchen, die wirklich sehr lecker waren. Leider habe ich hier bei der Zubereitung nicht Schritt für Schritt mitfotografiert, weil ich auch so genug im Stress war und die Temperaturen vom Wetter und vom vorgeheizten Ofen ihr übriges taten, um mich jede überflüssige Bewegung vermeiden zu lassen. Und leider gibts auch keine Nahaufnahmen von den Stückchen, auch nicht in angebissenem Zustand. Ich hoffe ihr könnt mir nochmals verzeihen…

So, nun zum Rezept.

Wir benötigen folgende Zutaten:


100 g Milchreis (meiner war von reishunger.de)
1 Vanilleschote
400 ml Vollmilch
80 g Butter
120 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker mit echter Bourbonvanille (z. B. von Dr. Oetker)
4 Eier
1 Packung Sahnepuddingpulver (z. B. von Dr. Oetker)
1 Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Natron
250 g Joghurt
1 EL Zitronensaft
1 Prise Salz
250 g Himbeeren, am besten frisch, aber TK geht sicherlich auch


Zubereitung:

In einem Milchtopf die Milch mit der ausgekratzten Vanilleschote mitsamt Schote aufkochen. Dann den Milchreis unterrühren. Ungefähr 20 Minuten köcheln lassen und dabei immer mal wieder umrühren. Lieber einmal zuviel rühren als einmal zu wenig, da Milchreis erfahrungsgemäß gerne mal anbrennt. Den Ofen auf 180° C vorheizen und die Mulden des Muffinblechs (12er) mit Papierförmchen auslegen.

Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Da ist es gut, wenn die Butter schon ein Weilchen in der sommerlichen Hitze vor sich hin schmilzt. Dann ist sie so weich, dass sie sich auch noch widerstandslos schaumig schlagen lässt. Die Eier trennen (2 Eier rechts, 2 Eier links hinlegen… quatsch, ist ein Witz!), also Eier in Gelb und Weiß trennen oder Gelb und Klar, ganz nach Belieben. Die Eigelbe dem Zuckerbutterschaum unterjubeln und schön verrühren.

Dann noch Puddingpulver, Backpulver und Natron mischen und in die Eierzuckerbuttermasse einrühren. Dann den Joghurt dazugeben und den Milchreis, der mittlerweile hoffentlich weich, aber ohne Brandflecken ist, untermischen.

Anschließend aus dem Eiklar der vier getrennten Eier mit einer Prise Salz und Zitronensaft einen schönen festen Eischnee herstellen. Mein Eischnee wurde leider nicht so arg fest, entweder zu wenig Geduld meinerseits oder zu warme Eier – keine Ahnung. Aber unter normalen Wetterbedingungen müsste das machbar sein, dass man einen hieb- und stichfesten Schnee aus Eiklar herstellt.

Den Eischnee dann vorsichtig unter die Eierreispampe heben, damit das Zeug locker wird und nicht so arg zusammensackt. Dann die Muffinförmchen zur Hälfte mit diesem Teig füllen, anschließend die Himbeeren verteilen und nochmal eine kleine Schicht Teig draufgeben. Es bleibt voraussichtlich noch etwas Teig übrig, den man gut in 2 großen Tassen noch ausbacken kann. Dann gibt’s für die Bäckerin auch noch einen Kuchen.

Das Muffinblech kommt in den Ofen auf die untere Mitte. Nach ca. 35 Minuten dürften die Muffins fertig sein. Einfach hin und wieder mal selbst nachschauen, ob sie schon eine leichte Bräune entwickeln. Wenn sie goldbraun sind, dann schalten wir den Ofen aus und lassen sie noch 5-10 Minuten in der Röhre. Ich hatte da leider nicht so viel Geduld und deswegen sind sie alle in sich zusammen gesackt als ich sie aus dem Ofen holte. Und das, obwohl die Temperatur in der Küche gefühlt genauso heiß wie in der Röhre war!

Wer mag, kann noch Puderzucker über die Küchlein rieseln lassen. Ich mochte nicht und deswegen sind sie ohne Puderzuckerbestäubung.

Lecker waren sie auf jeden Fall, nicht zu süß, aber trotzdem so njamnjam. Geschmacklich erinnerten sie irgendwie an kindliche Geborgenheit und die leicht säuerlichen Himbeeren waren ein guter Kontrast zur Milchreisbasis. Sehr schmackhaft, auch gestandenen Männern hat’s geschmeckt, die man heute normalerweise mit Milchreis aus dem Haus jagen könnte.

Und auch am Tag danach waren sie noch gut genießbar. Man kann sie also wirklich auf Vorrat backen, wenn man einen (Kinder)geburtstag oder ein Picknick plant.

Mögt ihr Milchreis? Und wenn ja, wie soll er zubereitet sein? Klassisch als Brei oder vielleicht auch mal als Kuchen oder Muffins? Ich freue mich auf euere Kommentare!

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