So kurz vor Ostern ist es bestimmt allerhöchste Zeit, sich mit dem Jahresurlaub zu beschäftigen, sofern man darauf angewiesen ist, während der Schulferien zu verreisen.


Deswegen versuche ich gerade auch alles unter Dach und Fach zu bekommen, damit hauptsächlich mein Kind dieses Jahr viel „rumkommt“ und einiges von der Welt sieht. Dazu muss es nicht unbedingt weit reisen, also Karibik, Antarktis oder Südostasien können als Fernziele sowohl physischer als auch mentaler Natur bestehen bleiben, bis das Kind auf eigenen Füßen steht. Jetzt gilt es erst noch, die nähere Umgebung kennen zu lernen, zum Beispiel Deutschland, Frankreich oder Griechenland.

Deswegen haben wir gestern gleich mal Nägel mit Köpfen gemacht und waren zusammen den zweiwöchigen Sommerferienaufenthalt auf der Schwäbischen Alb buchen. Same procedure as last year. Ihr hat es gefallen und sie möchte wieder hin, also geht es eben auch dieses Jahr wieder für vierzehn Tage ins Zeltlager, zusammen mit einer Freundin und einer Menge anderer Kinder, die momentan aber noch unbekannt sind.

Zeltlagerurlaub ist Abenteuer pur, etwas, was sie mit mir zusammen nicht machen könnte, da ich einfach schon aus dem Alter raus bin, in dem man es noch spannend findet, wenn einem grün schillernde Käfer in den Schlafsack krabbeln oder sich am Zelthimmel Horden von Motten, Nachtfaltern und ähnlich hübschem Getier sammeln. Ich erinnere mich an mein erstes und letztes Campingwochenende im Grundschulalter. Damals im Wohnwagen mit der Familie einer Klassenkameradin. Hach, war das hübsch mit den ganzen Krabbeltierchen. Heute würde ich aus dem Schreikrampf gar nicht mehr rauskommen… meine Eltern hatten es nicht so mit dem Campen, deswegen musste ich meine weiteren Urlaube immer im Hotel verbringen.

Die Pfingstferien sind auch schon verplant, da darf das Kind wieder mit Tante und Onkel in die Ferne fliegen. Dieses Mal geht es nach Griechenland zu den Kretern. Der Reiseführer liegt bereits zuhause und sie könnte, wenn sie wollte, auch schon anfangen, ein paar Worte griechisch zu lernen. Aber sie verlässt sich drauf, dass man deutsh spricht. Auf Sardinien ist sie damit letztes Jahr auch gut durchgekommen.

Für den Sommer haben wir dann auch noch etwas Rustikaleres im Programm. Wir werden in einem Campingdorf in der Bretagne eine Woche Urlaub machen. Allerdings nicht mit Zelt und Wohnwagen, sondern sozusagen Camping de Luxe in sogenannten „mobile homes“, also kleinere Holzhäuser wie beispielsweise größere Weihnachtsmarkthütten, die zum Beispiel über 2-3 Schlafzimmer verfügen, eine Kochnische und ein Esszimmer, aber auch eine integrierte Dusche und ein WC haben. Also muss man nicht für Toilettengänge und Körperpflege anlageneigene Großraumduschen aufsuchen. Ich versuche mir diese Art von Urlaub gerade vorzustellen wie ein Segeltörn an Land und auf einem Fleck. Ich meine ich habe schon diverse mehrwöchige Segeltörns mit mehr Leuten an Bord überlebt und sogar toll gefunden, so dass ich sicherlich auch einen einwöchigen Camping-de-Luxe-Urlaub am Atlantik mit unserem berühmten Heiligabendteam verkraften werde.

Das Kind jedenfalls freut sich, ich komme endlich auch mal wieder ein paar Kilometer weiter weg von zuhause und bin gespannt, was wir alles erleben werden. Neulich habe ich über Google StreetView schon mal einen Blick riskiert und muss sagen, Neufundland hätte ich mir nicht anders vorgestellt. Schaumermal, ob es in den Sommerferien dort genauso einsam ist oder ob wir noch ein bis zwei andere Familien treffen werden.

Und jetzt möchte das Kind sogar kurzfristig über Ostern eine Woche abhauen, zusammen mit einer Klassenkameradin und deren Familie. Irgendwie wird sie mir gerade zu schnell selbstständig und zu schnell groß. Vielleicht sollten wir Weihnachten und Ostern doch weiterhin als Familienfeste feiern…

Wieviele Wochen im Jahre sind eure Kids verreist? Wie beschäftigt ihr eure Kids, wenn kein Urlaub möglich ist? Manchmal müssen die Eltern ja auch während der Schulferien arbeiten oder es ist einfach die Kasse knapp und eine Reise finanziell nicht drin. Ich freue mich auf eure Antworten in den Kommentaren!

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