Noch eine knappe Dreiviertelstunde, dann ist schon wieder Ostersonntag. War doch erst neulich, oder? Jedenfalls kann ich mich an den Eierfärbestress noch relativ genau erinnern. Dieses Jahr dachte ich, das Kind ist schon groß, aufgeklärt und weiß Bescheid, also wird es in den kreativen Prozess mit eingebunden, damit nicht alles an mir hängen bleibt.


Also neulich 20 Eier geholt, BIO und mit weißer Schale. Das mit den braunen Eiern und Ostereierfarbe klappt bei mir ja nur sehr bedingt. Wer’s nicht glaubt guckt hier oder hier. Gut, weiße Eier hatte ich also zuhause, ich fragte mich nur die ganze Zeit, wie ich die Dinger gestalten sollte. Möglichst minimaler Aufwand bei maximalem Effekt.

Heute hatte ich dann den Geistesblitz und holte zwei verschiedene schwarze Eddings, einer vom Typ „Kalligraphie“ und den anderen ganz klassisch mit 5 mm Spitze. Ich weihte Töchterlein ein, dass wir gegen später zusammen die Eier verzieren werden. Sie freute sich und überlegte sich schon ein paar Motive, wie zum Beispiel Moustaches oder lustige Gesichter.

Da ich mit dem Eierkochen auch nicht so per Du bin, habe ich mich im Netz dann erstmal schlau gemacht, wie lange so ein Osterei weich gekocht werden muss, damit es 1. hart und 2. das Dotter nicht blaugrün ist. Ich habe seither einfach die Eier im Hardcoremodus eine halbe Stunde lang gekocht, bis sie auch wirklich keimfrei waren. Aber dann sah das Dotter eben nicht mehr ganz so hübsch aus. Diese Begleiterscheinung wollte ich dieses Mal vermeiden und habe deswegen ein wenig im Netz rumgestöbert.

Interessanterweise gehen hier die Meinungen extrem auseinander und jeder beansprucht für sich, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Ich habe jetzt die Eier in kaltem Wasser angesetzt, diesem einen ordentlichen Schluck Essig zugefügt und ab dem Zeitpunkt, als das Wasser zu kochen begann, die Eier der Größe M neun Minuten gekocht. Danach nicht abgeschreckt, sondern einzeln aus dem Wasser gehievt und trocken gelegt. Spürbar geplatzt sind drei Eier, die wir dann auch gleich verzehrten. Der Rest war soweit intakt, ein paar einzelne Eier hatten leichte Risse, die man aber bei der Handbemalung gut aussparen kann. Übrigens habe ich bei meiner Recherche noch ein witziges Tool entdeckt, mit dessen Hilfe man die optimale Kochzeit für ein Ei mit individuell gewünschtem Härtegrad berechnen kann. Wer neugierig ist, klickt hier.

Bevor ich auf die hartgekochten Eier mit dem Edding losging, testete ich erst einmal auf einem Stück Eierschale, ob die schwarze Farbe durch die Schale sickert oder nicht. Sie sickerte nicht, hingegen durch ein normales Blatt Druckerpapier ging der Stift zweilagig durch. In Zukunft also lieber mit dem Edding auf Eiern schreiben also auf so dünnem Papier!

Das Kind schaute noch nach Malvorlagen für den Moustache und übte ein wenig auf dem Papier, da ja auf dem Ei dann nichts mehr großartig verbessert werden kann. Und dann legten wir los und malten jeder das drauf, was uns so einfiel und was uns malbar erschien. Dazu gehörte selbstverständlich auch simple Beschriftung. War eigentlich ganz lustig, wenn das Kind nicht zwischendurch einen Anflug von „Ichkannaberüberhauptnichtsoschönmalenwiedu“ bekommen hätte…

So, jetzt muss ich nur noch überlegen, wie wir das morgen mit der Eiersucherei machen. Kann sein, dass wir nur zu zweit sind und dann wird es für mich eine echte Easter-Challenge, diese Dinger so zu verstecken, dass es erstens das Kind nicht mitbekommt und zweitens die Teile noch da sind, wenn wir sie dann suchen… schaumermal.

Und ihr seid alle schon mit der Eierfärberei durch? Oder müsst ihr morgen um fünf aufstehen, damit die Ostereier noch rechtzeitig ein wenig Farbe abbekommen?

Beinahe hätte ich’s vergessen: Ich wünsche euch allen schöne und friedliche Ostern! Streitet euch nicht um die Ostereier, es gibt genug für alle!

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