Huch, jetzt bin ich ja versehentlich doch bei Facebook… 6 Alternativen zu WhatsApp

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Die Sau, die heute durchs Netz getrieben wird, heißt „Zuckerberg kauft WhatsApp“. Alle wichtigen Medien haben bereits darüber berichtet. Jetzt häng ich mich da auch noch ran. Sechzehn + drei Milliarden US-Dollar für den SMS-Dienst WhatsApp sind sicherlich kein Pappenstiel. Aber laut diverser Bescheidwisser soll der Preis durchaus gerechtfertigt und nicht überteuert sein. Keine Ahnung, es ist eine Menge Holz und wenn man überlegt, wie man diese Summe Sinn bringender anlegen könnte, dann fallen vielen Menschen dazu durchaus ein paar Projekte ein.


Ich werde mich jetzt hier auch nicht in Hintergrundbeleuchtung des Themas verlieren, sondern nur den einen oder anderen privaten Gedanken loslassen, der mich bei diesem Deal überfällt. Zum Beispiel wundert es mich, warum so viele WhatsApp-User auf einmal die Panik schieben, dass sie nun gnadenlos ausgehorcht und verfolgt werden. Da frage ich mich erstens, ob diese Gefahr nicht auch schon vor dem Kauf von WhatsApp durch Facebook bestand und zweitens was denn so wichtiges via WhatsApp verschickt wird, dass es gefährlich werden könnte. Bei Messages von der Tragweite „bring mir noch 2 Brötchen mit“ oder „vergiss nicht, Tante Berta anzurufen“ kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, was hier relevant für Datenschnüffler aller Art sein könnte. Ach, wenn wir schon dabei sind: Gruß an alle, die hier mitlesen und -schnüffeln, auch an die Damen und Herren der … ach, vergessen wir’s, nicht immer den gleichen Scherz…

Das nächste, was mir dazu einfällt und mich gehörig amüsiert, ist eine private Story aus meinem privaten Leben. Ich werde keine Namen nennen und auch keine allzu genauen Personenbeschreibungen abgeben, nicht dass hier jemand von Dritten wieder erkannt wird. Vor geraumer Zeit ergab sich ein Kontakt mit einem netten, zunächst schüchtern anmutenden Männlein, der seine Kindheit im gleichen Land verbracht hat wie unsere Bundeskanzlerin. Von daher dürfte man hier ein gewisses Abhörtrauma voraussetzen.

Trotzdem wurde ich eines Tages per E-Mail kontaktiert, da ich auf ganz konventionellem Wege eine Visitenkarte auf Papier überreicht hatte – sozusagen abhörsicher. Man teilte mir unter anderem gleich die Kontaktmöglichkeit zu WhatsApp mit, was ich dann natürlich schamlos ausnutzte und eine Message schrieb. In der Folge wurde ein wenig per WhatsApp hin und her gechattet, bis ich dann einen Umzug auf Facebook vorschlug, weil ich da einfach besser und schneller tippen kann als auf der Handytastatur. Puh, das war eine Geburt! Gar nicht so einfach, einen Sicherheitsparanoiker dazu zu bewegen. Aber wir haben es geschafft.

Es ging wohlweislich nur um ein Hin- und Herschieben von Personal Messages, also keineswegs ein öffentlicher Chat. Aber leider war sein Facebookprofil ein einziger Hochsicherheitstrakt, so dass noch nicht einmal der Chat ohne weiteres und vor allem flüssig möglich war…

Nach nur wenigen Tagen bekam der Knabe kalte Füße, kappte die Facebookverbindung zwischen uns, vergaß aber dabei die WhatsApp-Verbindung und seitdem kann ich zumindest mitverfolgen, zu welchen Zeiten man online ist und zu welchen nicht. Davon kann ich mir zwar nichts kaufen, aber einen echten Datenschützer müsste alleine dieser Umstand schon auf die Palme bringen…

Und was hat der Knabe jetzt davon? Jetzt ist er automatisch quasi auch bei Facebook, ob er will oder nicht. Lustig!

Für alle, die auch deswegen jetzt leichte Panik schieben: Es gibt Alternativen zu WhatsApp. Wie gut sie sind und was sie leisten – keine Ahnung. Probiert es einfach selbst aus!

https://threema.ch/de/

https://play.google.com/store/apps/details?id=org.thoughtcrime.securesms&hl=de

https://chatsecure.org/

https://www.surespot.me/

http://line.me/de/

http://www.viber.com/

Nutzt jemand von euch schon den einen oder anderen der oben aufgelisteten Messenger? Was könnt ihr darüber erzählen? Taugen sie was? Ich freue mich auf eure Kommentare!

1 Kommentar

  1. Och, mich juckt´s recht wenig… wenn die Daten abziehen wollen, machen die das eh. Und wie dein angedeuteter Joke ja auch bestätigt: es kommen ja noch mehr Verdächtige in Frage 😉 LG, Steffi

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