Einfach kochen: Gemüse auf dem Backblech

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Bis jetzt wusste es ja nur mein engster Familienkreis, aber heute erst habe ich gelesen, dass ich zu meinen Fehlern stehen soll: ich bin manchmal sehr bequem, landläufig auch als „faul“ bezeichnet. Ja, jetzt wisst ihr’s! Und genau deswegen mache ich mir das Leben mitunter so einfach wie möglich. Zum Beispiel bei der Nahrungszubereitung. Da bin ich mittlerweile fast zum Meister der Eintöpfe, Bauernpfannen (ich hoffe das darf man noch sagen, auch wenn da keine echten Bauern drin sind!), hauptspeisentaugliche Salate und Ofengerichte geworden. Letztere aber meistens nicht so, dass sie mit mehreren Schichten Käse zugekleistert sind, sondern so, dass man sie noch verspeisen kann ohne einen Darmverschluss befürchten zu müssen.


Passend zu den derzeit wieder milderen Temperaturen und passend zu den Gelüsten auf leichtere Küche habe ich vor ein paar Tagen einfach ein Blech voll Gemüse zubereitet, ein Essen, das wir gerne im Sommer auf dem Balkon verspeisen, aber das auch durchaus die Vorfreude auf wärmeres Wetter fördern kann und somit schon an einem relativ milden Februarabend verspeist werden kann.

Was meine Bequemlichkeit betrifft, so muss man hier auch differenzieren. Lieber schnippel ich zwei Tonnen Gemüse klein, um es dann in meinen Eintöpfen, Pfannengerichten, Salaten oder im Ofen zuzubereiten, als dass ich nach dem Kochen ungefähr die Füllung von 3 lfm Küchenschränken abwaschen darf. Genau da liegt nämlich der Hase begraben: Ich kümmere mich ungern um gebrauchtes Geschirr und deswegen versuche ich dieses soweit wie möglich zu reduzieren.

Also kam das Backblech dran und wurde nach und nach mit verschiedenen Gemüsen bestückt. Angefangen haben wir mit geviertelten Kartoffeln, die vorher in Olivenöl baden durften und denen sich noch ein paar Rosmarinzweige dazugesellt hatten. Außderdem durften sich noch ein paar geviertelte Zwiebeln dazu legen. Dann kam das erstmal in den Backofen bei ungefähr 170° C, mittlere Höhe.

In der Zwischenzeit wurden Champignons geputzt und halbiert. Diese auch kurz durchs Olivenöl ziehen und dann schön gleichmäßig auf dem Blech verteilen und weiter vor sich hingaren lassen. Anschließend wurden die Fenchelknollen geputzt, in Achtel geschnitten und auch in Olivenöl gebadet. Außerdem noch ein paar Knoblauchzehen geputzt und auch eingeölt. Wieder alles auf dem Blech verteilen und das ganze Zeug zurück in den Backofen schieben.

Zum Schluss kamen noch in Streifen geschnittene rote Paprikaschoten auf das Blech, natürlich auch vorher in Olivenöl getunkt und das Gemüse durfte weitere 10 Minuten im heißen Backofen verbringen. Zwischendurch habe ich immer mal wieder gesalzen, wenn frisches Gemüse drauf kam.

Anschließend hatten wir zu zweit ein ganzes Blech voller leckerem Gemüse, das von mir noch nachgepfeffert wurde, was ich immer nur individuell auf meinem Teller mache, da das Kind sonst protestieren würde. Wem das Gemüse alleine nicht reicht, der kann dazu Baguette oder Ciabatta reichen, dann wird man schon ganz ordentlich satt. Wir begnügten uns nur mit dem Gemüse und selbst dem Kind schmeckte es ganz vorzüglich!

Übrigens ist so ein buntes Gemüseblech auch eine gute Möglichkeit, wenn sich im Kühlschrank mal wieder ein wenig zuviel angesammelt hat, was so langsam mal verbraucht werden sollte. Oder wenn man von lauter speziell eingekauftem Gemüse noch jeweils kleine Reste übrig hat, dann kann man mit diesem Rezept noch eine leckere Mahlzeit zaubern.

Es eignen sich außer Paprika, Kartoffeln, Champignons, Zwiebeln, Knoblauch und Fenchel natürlich auch noch andere Gemüsesorten, wie zum Beispiel Karotten, Tomaten, Stangensellerie, Porree, Zucchini, Auberginen, Kürbis und jede Menge anderes Zeug. Das einzige worauf man achten sollte, ist, dass die Sorten, die am längsten brauch um gar zu werden oder die man auf keinen Fall mit Biss oder halbroh essen möchte, zuerst aufs Blech kommen. Deswegen fange ich hier immer mit den Kartoffeln an. Zum Schluss kommen die Sorten aufs Blech, die man durchaus auch noch knackig essen kann.

Übrigens, die wunderbaren Topflappen, die man hier ansatzweise sieht, habe ich selbst gemacht, wie man hier nachlesen kann.

2 Kommentare

  1. klingt ganz nach meinem Geschmack und wird bestimmt mal ausprobiert

    ich bin zur Zeit auf die Petersiliewurzel gekommen, in einer Quiche bei einer Freundin gegessen, ist sie nun gern gesehener Gast auf meinem Speiseplan. Die könnte ich mir auch noch gut mit auf dem Backblech vorstellen

    • Petersilienwurzel würde ganz bestimmt auch gut dazu passen, das denke ich auch! Ich verwende Petersilienwurzel gerne im Eintopf zusammen mit anderem Wurzelgemüse wie Karotten, Sellerie, Steckrüben und ähnlichem. Aber auch einfach nur Wurzelgemüse zu Tafelspitz mit Meerettichsauce ist ein Genuss…

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