Die Menschheit lässt sich in fast allen Bereichen in zwei Gruppen einteilen: männlich oder weiblich, Katzen- oder Hundehalter, Wein- oder Biertrinker, Asien- oder Südamerikaliebhaber und natürlich Leser und Nichtleser. So einfach ist das, zumindest in meinen schwarzweißen Gedanken, die keine Zwischentöne zulassen.

Wenn ich mich so in meinem persönlichen Umfeld umschaue, dann stimmen diese eingangs genannten Klischees ziemlich genau. Oder ich bin nur von absolut eindeutigen Typen umgeben, die eben entweder das eine oder das andere bevorzugen, aber sich niemals auf eine Mischung der Eigenschaften einlassen würden.


Was mich persönlich betrifft, so bin ich eindeutig eine theoretische Katzenhalterin mit Faible für Bücher, die lieber Wein als Bier zu sich nimmt und Asien stets gegenüber Südamerika bevorzugen würde. Ganz einfach!

Jetzt haben wir aber tatsächlich in unserer weitläufigen Familie ein paar Männer, die tatsächlich nur soviel Bücher besitzen, wie man an einer Hand abzählen kann. Etwas, was ich nie verstehen könnte! Wie kann man nur keine Bücher mögen!? Natürlich spreche ich hier nur von guten Büchern, nicht von den langweiligen. Die mag ich auch nicht.

In guten Büchern sind ganze Welten versteckt, über Bücher kann man die fernsten Länder bereisen, Zeitsprünge über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende vornehmen und manchmal auch einfach nicht nur die Rolle tauschen, sondern das Geschlecht wechseln, zum Bösewicht werden oder völlig entrückt zurück in die Zukunft düsen. Alles ist möglich, wenn man liest!

Früher, in der Zeit bevor es das Internet gab, konnte ich selten an einem Buchladen vorbei gehen, ohne 2-5 kg Bücher zu kaufen. Manchmal auch mehr. Jetzt kann ich immer noch selten an einem Buchladen vorbei gehen, ohne hängen zu bleiben, aber oft bestelle ich mir Bücher auch direkt über das Netz, nachdem ich zum Beispiel auf Buchblogs Rezensionen gelesen habe und diese mich so überzeugen, dass ich das besprochene Buch bestelle. Aktuell liebäugle ich zum Beispiel mit dem neuen Roman „Noah“ von Sebastian Fitzek. Das Thema finde ich interessant und die Rezensionen auf diversen Blogs fielen fast durch die Bank positiv aus.

Heutzutage lese ich schon hin und wieder Romane, gerne Krimis, Thriller oder Sachbücher aus der Kriminalistik, aber noch häufiger befinden sich auf meinem Stapel der gelesenen und auf dem der ungelesenen Bücher irgendwelche Sachbücher. Aus der prosaischen Phase bin ich ein wenig rausgewachsen. Heute mag ich nur noch das lesen, was mich in irgendeiner Weise weiter bringt oder aber mir wirklich erstklassige Unterhaltung verspricht. Was für mich undenkbar wäre, sind Historienschinken aller Art, die derzeit ja auch gerne mal verfilmt werden oder PhantasyEpen in gefühlt mehreren tausend Bänden, für die man eigens zu deren Verständnis eigentlich ein „Who is who“ mitschreiben müsste.

Meine Mutter scheint da auch ganz nach mir geraten zu sein. Ihr Bücherschrank ist auf mehreren laufenden Meter dreireihig vollgestopft, weil es einfach so viele interessante Bücher gibt und man zwischendurch auch mal ein Exemplar zwei- oder dreimal kauft, da man schlichtweg den Überblick verloren hat und den Titel immer wieder interessant findet, wenn man ihn im Buchladen auf dem Stapel liegen sieht. Aber Bücher wegschmeißen geht ja auch nicht, das bringt glaube ich kein Bücherfreund übers Herz.

Und auch meine Tochter fällt hier als Apfelsine nicht weit vom Stamm. Was sie in ihren jungen Jahren schon an Büchern besitzt und wieviele zigtausend Seiten sie schon gelesen hat – da könnte sich bestimmt so manch ein Erwachsener eine Scheibe abschneiden! Diese Belesenheit macht sich natürlich auch direkt in der Schule bezahlt: In Deutsch ist sie sehr gut und in Wissensfächern gut, weil sie sich ihr Wissen anliest. Jetzt müssten wir nur mal für die nächste Zeit nach spannenden Mathebüchern Ausschau halten, damit sie auch hier von ihrer Lesebegeisterung profitieren kann. Wer also einen Tipp hat für ein Buch, das Mathe in Prosa rüber bringt: Nur her damit!

Wie sieht es bei euch aus? Lest ihr auch so gerne? Oder schaut ihr euch die Bücher lieber im Kino oder TV an? Ich bin gespannt auf eure Antworten!

2 KOMMENTARE

  1. Es gibt mehr als genug Gründe, um zu verstehen, wieso jemand nicht gern liest und entsprechend nur wenige Bücher im Haus hat.

    Ich selbst lese gern. Allerdings gibt es bei mir Phasen, wo ich ein Buch nach dem anderen lese, und dann wieder welche, in denen ich mich lieber meine Playstation widme. Diese Abwechslung brauche ich einfach, weil das Akt des Lesens auf Dauer einfach zu monoton wird.
    Buchverfilmung stehe ich skeptisch gegenüber. Wenige Verfilmungen sind wirklich gelungen, weil ich, nachdem ich das Buch gelesen habe, eine gewisse Erwartung vom Film habe. Wird diese nicht erfüllt, bin ich enttäuscht. Andersherum ist es manchmal genauso. Bei Game of Thrones bin ich im Nachhinein enttäuscht von der Serie, weil die Bücher einfach besser und detaillierter sind.

    LG
    Blacky

    • Auch ich habe diese Phasen, in denen ich entweder Bücher verschlinge oder auch mal eine zeitlang einfach keines anrühren mag. Aber das dürfte ganz normal sein, schließlich kann man auch nicht jeden Tag das gleiche vernaschen, äh… vielmehr essen.

      Buchverfilmungen stehe ich auch ein wenig skeptisch gegenüber. Sind sie doch oft so ganz anders als in meiner Phantasie umgesetzt und oft einfach nur dramaturgisch vermeintlich ideal zusammengeschnippelte Stories, die mitunter nicht mehr allzu viel mit dem Ursprung zu tun haben müssen.
      LG
      SvL

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