Schon seit Jahren, wenn nicht gar länger, liebe ich die Farbe Blau. Ok, der aufmerksame Leser wird sich jetzt gleich fragen, warum hat sie dann einen roten Kühlschrank!? Ganz einfach, weil ich mir einen Kühlschrank nie in royalblau kaufen würde. Gefällt mir bei so einem großen Möbel nicht. Aber – und jetzt kommt’s! – mir gefällt blau bei Porzellan, Vasen, Kissen, Decken, Geschirrtüchern, Bettwäsche, Handtüchern – möglichst immer kombiniert mit weiß. Also sozusagen blau-weiß. Nur als Überschrift fand ich „Verliebt in Blau-Weiß“ nicht so ideal, weil dann vermutlich viele überlegt hätten, welchen Fußballverein ich jetzt speziell meine…

Frühling lass dein blaues Band…


Übrigens, wenn ich einen Garten hätte, dann wäre der auch mit vielen blauen und weißen Blümchen bepflanzt. Irgendwann hatte ich mal die Gelegenheit, Hobbygärtnerin zu sein, und da fanden sich dann wirklich ganz in blau und weiß gestaltete Ecken. Wahrscheinlich habe ich eine versteckte romantische Ader, die in solchen Fällen manchmal zum Vorschein kommt.

Blau passt auch in unterschiedlichen Nuancen gut zusammen

Aber zurück zu meinem jetzigen Faible für blau weißes Zeug. Natürlich muss es ein bestimmtes Blau sein, nämlich Kobaltblau, eben diese klassische Farbe die schon seit Jahrhunderten zur Glasur von Porzellan und Steingut verwendet wird. In China fing es bestimmt an mit blauen Glasuren, schließlich stammt das Porzellan ursprünglich aus China. Die berühmt berüchtigten Ming-Vasen sind mit blauen Mustern versehen – wohl dem, der zuhause einen Schirmständer aus der Ming-Dynastie hat – und auch das preiswerte Porzellan mit dem klassischen Reiskornmuster ist chinesischen Ursprungs.

Blaue Glasschalen im französischen Look harmonieren bestens mit thailändischen Reisschalen

Nachdem vermutlich Marco Polo und seine Kollegen die eine oder andere chinesische Vase oder Tee-Urne auf dem langen Weg der Seidenstraße mit nachhause brachten, haben sich die Europäer auch so langsam an die Porzellanherstellung gewagt und fingen natürlich an, auch alles mit blauer Farbe zu dekorieren, bevor sie dann auch bunte Blümchen auf die Teller malten. Man denke nur an Royal Kopenhagen, Delfter Porzellan oder das berühmte Meissener Zwiebelmuster. Alles blau-weiß! Womit ich mit meinem blau-weißen Spleen ja in allerbester Gesellschaft bin.

Selbst die Reisschale mit dem terracottafarbenen Innendekor zählt bei mir zu blau-weiß

Ich ergänze übrigens meine Sammlung immer wieder um ein paar Teile. Hier mal eine Vase, dort mal ein oder zwei Kissenbezüge und dann vielleicht wieder mal ein paar kleine Schalen dazu – das sind für mich die perfekten Mix&Match-Teile. Als Basis habe ich weißes Tafelgeschirr und als Hingucker gibt es dann zum Beispiel den Salat aus blau-weißen Schüsseln. Oder meine Küchenbank ist meist mit blau-weißen Kissen und einer blauen Decke garniert. Meine Küchenstühle haben blau-weiße Sitzkissen…

Wer erkennt hier meine Lieblingsfarbkombination?

Jetzt habe ich schon wieder ein paar ganz entzückende Sachen entdeckt, die ich mir gerne zulegen würde. Bei Urbanara.de gibt es ein paar Dinge, in die ich mich verliebt habe, zum Beispiel diese tolle Kaschmirdecke Osaka für die Küchenbank, genau richtig wenn jetzt doch noch mal die große Kälte kommt, aber auch im Frühjahr oder im Sommer während der Schafskälte sicher sehr gemütlich. Ich weiß schon, wenn ich die bestelle, dann bekommen Tochter und ich unseren Gemütlichkeitskuschelanfall und setzen uns bei offener Balkontür gemeinsam auf die Bank, wickeln uns in die Decke, trinken Tee und lesen ein Buch oder so ähnlich.

Bildquelle: Urbanara

Außerdem habe ich noch ganz entzückende kleine Schüsseln entdeckt, als ob ich noch nicht genug davon hätte. Aber mir fehlen ganz dringend noch japanische Schüsseln, die ich früher mal besaß, aber die eben mittlerweile dank Erdanziehungskraft nicht mehr existieren. Deswegen müssen mal wieder welche her. Wer mich kennt weiß, dass ich ein Faible für Japan habe und natürlich deswegen auch japanische Reisschalen brauche, nämlich dieses Schalen-Set Onuma, was genau so ist, wie ich mir das vorstelle: jede Schale hat ein anderes Muster und trotzdem passen sie perfekt zusammen. Vor allem harmoniert dieses Geschirr auch ganz toll mit europäischen Speisen, man muss also nicht zwingend rohen Fisch und Reis darauf servieren. Eine Farbkombination, die mich zum Beispiel nachhaltig fasziniert, die ich aber irgendwie noch nicht fotografiert habe, sind schwarze glänzende und grüne Oliven in einer blau-weiß gemusterten asiatischen Schale – probiert es mal aus, sieht wirklich sehr edel aus.

Bildquelle: Urbanara

Und weil man ja doch hin und wieder mal Gläser und Geschirr abtrocknen muss, habe ich mir noch ganz entzückende Geschirrtücher in die Auswahl genommen, das Geschirrtuch-Set Karina, was natürlich – wer errät es? – auch blau-weiß ist. Ok, in der Bezeichnung steht creme statt weiß, aber da bin ich nicht so pingelig. Für mich läuft das unter blau-weiß.

Bildquelle: Urbanara

Wenn man sich jetzt auf so eine Farbkombination eingeschossen hat, dann muss man natürlich aufpassen, dass man nicht die ganze Ladung auf einmal dekoriert, so wie ich es auf den ersten Bildern in diesem Artikel gemacht habe. Das war lediglich zur Veranschaulichung, dass ich tatsächlich einen blau-weißen Spleen habe. Ich finde zum Beispiel blau-weißes Geschirr als Ergänzung zu weißem Tafelgeschirr sehr schön und auf blanken Holztischen bringt diese Kombination gleich so eine appetitliche Frische und gleichzeitig eine behagliche Stimmung mit sich. Eben so ein wenig „wie früher“, ein wenig ländlich, klar, frisch und ehrlich. So empfinde ich zumindest die Wirkung von diesem Farbkonzept.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr euch auch auf eine Lieblingsfarbe für bestimmte Wohnbereiche eingeschossen? Wenn ja, welche ist das? Oder gibt es vielleicht sogar verschiedene Lieblingsfarben, zum Beispiel für die Küche nur weiß, für das Schlafzimmer blau und für das Wohnzimmer rot? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

6 KOMMENTARE

  1. Ich liebe Lila =D Aber ich hätte gerne für jedes Zimmer ein anderes Farbkonzept! Küche – Grün, Badezimmer – Türkis, Wohnzimmer – Grau(?)… bis jetzt konnte ich das leider erst im Schlafzimmer umsetzen, das ist weiß und lila =D Aber falls wir (hoffentlich) mal umziehen setze ich das alles um!!! Mit viel weißen Möbeln… NUR bunt wäre mir zu viel 😉

    • Grau habe ich mir jetzt für den Flur vorgenommen. Zwei Eimer Farbe stehen schon bereit, aber vorher müsste ich mir noch Gedanken um den Fußboden machen. Der sollte nämlich auch dringend mal erneuert werden. Jedenfalls dachte ich an graue und weiße Wände/Decken, einen hellen Holzton auf dem Fußboden, dunkelgraue und rote Akzente und weiße Möbel… mal sehen, ob ich das alles so umsetzen kann, wie erdacht.
      LG
      SvL

  2. wir haben im Wohnzimmer warme Töne in orange/braun. Viel Holz, an den Wänden orange Tapeten, auf dem Fußboden rot/orangen Teppich. Im Arbeitszimmer hab ich mich ausgelassen in mintgrün, Schlafzimmer ist auch viel orange und unser Wohnbereich ganz anderes in rot/weiß. Ich kann mich immer nicht so richtig entscheiden welche Farbe, da tobe ich mich dann pro Zimmer etwas anders aus.

    • Ist doch in Ordnung, wenn jedes Zimmer ein anderes Farbkonzept hat. Warum auch nicht. So kann man vom orangen Salon ins mintgrüne Gemach wandeln und wird jedes Mal von einer anderen Farbstimmung empfangen. Ich könnte mir jetzt auch nicht vorstellen, mich für die ganze Wohnung auf 1-2 Hauptfarben zu einigen. Dann lieber jedes Zimmer mit einem anderen Farbthema und nicht alles kunterbunt.
      LG
      SvL

  3. Als ich noch jung war, hatte ich auch meine blaue Phase. Jetzt mit Mitte Vierzig bevorzuge ich eher Erdtöne, die hier und da mit weinroten, grünen oder fliederfarbenen I-Tüpfelchen kombinierte werden.

    • Die blaue Phase verfolgt mich schon seit meiner Jugend 😉 – irgendwie bin ich ihr treu geblieben. Vielleicht weist das auch nur auf ein wenig flexibles, dickköpfiges Naturell hin 😉
      Aber auch Erdtöne mit weinrot, grün oder flieder kombiniert kann ich mir sehr schön vorstellen. Hätte man genügend Kleingeld und ein paar Landhäuser und Stadtwohnungen einzurichten, dann könnte man sich geschmacklich voll und ganz austoben. Aber so muss man eben mit der Phantasie vorlieb nehmen.
      LG
      SvL

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