Vermutlich in allen Haushalten, in denen es Kinder gibt und Bananen gegessen werden, kommt irgendwann mal die Situation, dass die Bananen rein äußerlich schon zu fleckig aussehen und man das Kind nicht davon überzeugen kann, dass die Dinger immer noch gut schmecken. Da hilft dann meistens nur eines: die Bananen in irgend etwas verstecken und so verabreichen. Oder aber man wartet dann so lange, bis sie außen ganz dunkel sind und innen ganz weich, dann kann man sie guten Gewissens entsorgen.

Fotografieren lassen sich die Dinger wirklich gut!


Wir haben uns heute fürs Verarbeiten entschlossen und ich hatte vor ein paar Tagen irgendwo auf einem englischsprachigen Blog ein Rezept mit Mengenangaben von  Pi-mal-Daumen unter Verwendung von genau zwei Zutaten und einem Gewürz gesehen. Die eine Zutat waren die sehr reifen Bananen und die andere Zutat eine große Tasse voller Haferflocken. Das Extra obendrauf kann zum Beispiel Zimt sein oder Schokotropfen oder gehackte Walnüsse oder irgend etwas anderes, was zu Bananen-Haferflocken-Cookies passt.

Ein weiterer Vorteil dieser Kekse ist, dass man diese Zutaten bestimmt im Haus hat und dass sie 100 % vegan sind. Außerdem kann man sie problemlos von Kindern zubereiten lassen, man braucht nicht einmal ein Handrührgerät und nur eine Schüssel, eine Gabel, einen Löffel und ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Und natürlich einen Backofen.

Fast so schön wie Sandkuchen backen

Ein kleiner Nachteil ist, dass die Dinger ein wenig gewöhnungsbedürftig schmecken. Aber hat man sich mal nach dem dritten Cookie dran gewöhnt, dann gehen die restlichen Kekse auch schnell weg. Bei uns war es sozusagen das Mittagessen. Sicher, man hätte auch eine Schüssel Haferflocken mit Banane essen können, wäre schneller gegangen. Aber so war das Kind gleich beschäftigt und durfte backen.

So, jetzt habe ich extra viel um den heißen Brei gelabert, damit ich auch noch ein wenig Text in diesem Posting unterbringe. Sonst wäre es vermutlich ein Dreizeiler geworden mit ein paar Bildern.

Also, wir verwendeten für diese Gesundheitskekse

3 sehr sommersprossige Bananen
1 großen Kaffeebecher voller kerniger Haferflocken – es gehen auch zarte
1 Teelöffel gemalenen Zimt

Die Bananen schälen und in eine Schüssel grob hineinschneiden, anschließend mit der Gabel zerdrücken. Dann den Zimt dazu geben und weitermatschen. Anschließend noch die Haferflocken unterjubeln. Wenn alles schön vermengt ist, dann auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech mit dem Esslöffel kleine Häufchen von dem Zeug draufsetzen und mit dem Löffelrücken flachklopfen. Rund wurden die Dinger bei uns nicht, eher wie Länderumrisse aus Europa. So ganz spontan hatten wir dann noch die Idee, dass man ja auf jeden Keks noch eine ganze Mandel setzen könnte. Also brauchten wir zusätzlich zu den obigen Zutaten noch 12 ganze Mandeln.

Schöne Beschäftigung für Kinder an regnerischen Herbstnachmittagen

Danach in den vorgeheizten Backofen geben und bei 180° C ca. 15 Minuten backen. Anschließend noch ein paar Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann abnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, falls möglich. Es könnte auch sein, dass die Kinder sich gleich wie Mäuse drauf stürzen und die Cookies weg sind, bevor sie überhaupt kalt werden konnten.

Viel Spaß beim nachbacken! Wohlgemerkt, die Teile sind zuckerfrei (wenn man mal vom bananeneigenen Fruchtzucker absieht), vegan und leicht herzustellen.

7 KOMMENTARE

  1. Oh die klingen total lecker und werden garantiert ausprobiert! Hier ist allerdings nicht die Banane das Problem, sondern eher die Haferflocken 😀 Vielleicht bekomme ich so ein wenig gesundes in unseren Jüngsten rein 😉

    • Habe sie heute gemacht und sie sind sooooo lecker! Ok, es waren eher 2+2-Kekse, aber das ist ja egal 😀 Ich habe die Bananen und Haferflocken genommen, dazu ein klein wenig Zimt, Schokodrops und ein paar kleingebrochene walnusskerne. Lecker!
      Selbst mein Haferflocken-hassender Mann fand es gut und ich befürchte so ein bisschen, dass meine Männer bald Bananen in Massen kaufen werden, damit sie braun werden und ich Kekse backe 😀

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