Fotografie – Leidenschaft und Faszination

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Heute las ich auf dem Blog von Ulrike von einer Blogparade, die ich thematisch sehr interessant finde und deswegen gerne daran teilnehmen werde. Es geht um die Fragestellung „Was fasziniert dich an der Fotografie?“ und Initiator der Parade ist der Betreiber von dem Blog www.bhoffmeier.de, der wohl das gleiche Hobby hat wie ich und viele andere: fotografieren.

Ich weiß schon gar nicht mehr genau, wie ich eigentlich zum fotografieren gekommen bin. Von meinen Eltern oder Großeltern habe ich den Hang zur Lichtbildnerei definitiv nicht geerbt. Zumindest ist mir nie aufgefallen, dass einer meiner Vorfahren leidenschaftlich gern und viel fotografiert hätte.

Irgendwann war ich ein gerne fotografiertes Objekt, jung, hübsch und wandelbar und das muss wohl auch dann mein Interesse an diesem Apparat geweckt haben, der mich in jungen Jahren oft mit seinem Glasauge einfing.

Meine erste richtige Kamera kaufte ich mir in den 20ern, eine Nikon F 801s, die ich nach und nach mit diversen Objektiven ausstattete. Diese Kamera begleitete mich ziemlich lange und wurde erst abgelöst, als ich mich endlich durchringen konnte, auf digitale Fotografie umzusteigen.

Doch was fesselt mich eigentlich an diesem Hobby? Zu analogen Zeiten war es wirklich das geplante Aufbauen eines Bildes. Schließlich sah man nicht ruckzuck am Display, wie das Bild werden würde, sondern man erwartete gespannt die Ergebnisse aus dem Labor bzw. aus der eigenen Dunkelkammer, die ich eine zeitlang auch temporär immer wieder in der Küche einrichtete, wenn ich Schwarz-Weiß-Filme selbst entwickeln wollte. Das war immer sehr spannend, nicht nur zu sehen, wie ein Bild dann auf Papier aussah, sondern in der Dunkelkammer selbst noch zu experimentieren und das Bild durch abwedeln oder unterschiedlich lange Bäder zu beeinflussen oder über Maskierungen ganz erstaunliche Effekte zu erzielen.

In der Digitalfotografie hingegen fasziniert mich, dass man sehr viele Einstellungen schon während das Bild entsteht vornehmen kann und vor allem gleich sieht, wie sich die unterschiedlichen Einstellungen auf das Foto auswirken werden. Faszinierend finde ich auch, dass man durch Nachbearbeitung völlig neue Bilder kreieren kann, die nicht mehr sehr viel mit dem ursprünglichen Foto zu tun haben müssen, sondern für sich neue Kunstwerke werden, die nicht mehr den Auftrag haben zu dokumentieren, sondern auf einmal vieldeutig werden.

Es gibt so vieles, was mich am fotografieren reizt, dass ich mich gar nicht so richtig darauf festlegen mag, in welchem Genre ich am liebsten unterwegs bin. Ich mag Landschaftsfotos, Reisefotografie und Leute (auch wenn ich da ganz stark meine anfängliche Unbefangenheit verloren habe), dank meines Blogs mache ich mittlerweile aber auch gerne Fotos aus dem Genre Food. Spannend finde ich immer ganz besondere Lichtverhältnisse, wie die goldene oder blaue Stunde, aber auch Gewitterhimmel mit intensiver Sonnenstrahlung. So gut wie immer versuche ich, auf den Blitz zu verzichten und mit dem verfügbaren Licht auszukommen, weil das meiner Meinung nach einfach die schöneren und vor allem stimmungsvolleren Bilder ergibt – manchmal allerdings auf Kosten der Schärfe, wenn man kein Stativ oder eine Ablagemöglichkeit für die Kamera zur Verfügung hat.

Übrigens braucht es wirklich keine großartige Kamera(ausrüstung), um gute Bilder einfangen zu können, genauso wenig wie eine teure Ausrüstung ein Garant für gute Fotos ist. Wichtig ist einzig und allein das Auge des Fotografen, was er entdeckt und was er dann daraus macht. Ein und dasselbe Motiv von verschiedenen Fotografen abgelichtet kann total unterschiedlich wirken, je nach Blickwinkel, Bildausschnitt und Belichtung.

Wie steht ihr zur Fotografie? Macht ihr es so gerne, dass ihr einfach mal die Kamera schnappt und loszieht um interessante Motive zu finden? Oder kommt sie bei euch mehr zur Dokumentation von Reisen, Familienfeiern und besonderen Ereignissen zum Einsatz? Ich freue mich auf eure Kommentare!

4 Kommentare

  1. Danke fürs teilnehmen. Wie ich sehe, geht es dir ähnlich wie auch mir, dass du dich nicht wirklich an ein Genre binden kannst bei dieser Vielfalt. Mal sehen, wie sich das über die nächsten Monate auch bei dir weiterentwickelt und du dich dann doch schwerpunktmäßig auf etwas festlegst.

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