Heute der dritte und letzte Teil des Ausfluges auf die Galapagos Inseln meiner beiden Auslandskorresposdenten, die sich derzeit übrigens irgendwo über dem Atlantik befinden und leider momentan noch nicht via flightradar24.com zu orten sind.

Gut getarnt: Riesenschildkröten auf den Galapagos Inseln
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh


Wer von den Galapagosinseln hört, denkt meistens zuerst an die Riesenschildkröten, die es hier in rauen Mengen in freier Wildbahn gibt. Damals, um genau zu sein am 10. März 1535, als eine spanische Reisegruppe um den damaligen Bischof von Panama vom Kurs abkam und statt in Peru auf diesen vulkanischen Inseln landete, retteten die Riesenschildkröten in Form von Schildkrötensuppe sicherlich einigen der Gestrandeten das Leben. Heute darf man natürlich keine Schildkrötensuppe mehr verspeisen, aus bekannten Gründen. Ob man das Wort allerdings noch schreiben darf, entzieht sich meiner Kenntnis, Frau Schröder!

Wie alt die beiden wohl sind?
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Aber nochmal zurück zu den Riesenschildkröten. Diesen haben die verzauberten Inseln nämlich auch ihren Namen zu verdanken. Später waren die Galapagos Inseln dann Zufluchtsort für Piraten, die hier ihre erbeuteten Goldschätze versteckten und Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Inseln ein Ort, wo Strafkolonien angesiedelt wurden. Das erinnert mich schwer an den Film Papillon, doch der spielte auf Französisch-Guayana, da wo der berühmte Dünger herkommt. Unter diesem Aspekt bekommt der Ausdruck „reif für die Insel“ wieder eine ganz andere Bedeutung… also nicht wegen dem Dünger, sondern wegen dem Grund, weswegen man auf der Insel landet.

Kleiner Dino?
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Was ist denn das für eine kleine wohlgenährte Echse? Die sieht ja richtig süß aus mit ihren kreisrunden Patschhändchen und ihren Babyspeckbeinchen, könnte glatt aus dem Spielzeugladen stammen. Auf dem unteren Bild sehen wir einen Friedhof, leider weiß ich nicht wo der genau ist. Sieht jedenfalls ganz anders aus, als wir das von hier kennen und wirkt auf mich ein wenig wie eine Baustelle…

Friedhof
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Da kommt nochmal so ein ganz süßer Genosse. Das ist bestimmt so ein anhänglicher, der sich immer sofort an attraktive Touristinnen ranmacht und hofft, dass er einen frischen Hering bekommt. Wenn man an so einem vollgefressenen Seelöwen vorbei geht kann man ja eigentlich gar nicht anders, als den mal kurz hinterm Ohr kraulen, oder!? Also ich wäre da sicherlich schwer in Versuchung gewesen. Nur, wo hat der eigentlich seine Ohren?

Robbi, der Platzhirsch
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Hier noch ein Bild von einer Überfahrt auf eine andere Insel des Galapagos Archipels. Hier muss man ja sämtliche Wege übers Wasser erledigen, sozusagen ständig inselhüpfend unterwegs. Diese Überfahrt hat das Prädikat „hart, aber herzlich“ von meiner Schwester bekommen. Hart, weil wohl die See leicht aufgewühlt war und herzlich, weil neben ihr eine spanisch sprechende Touristin saß, die ihr penetrant auf die Pelle rückte – das machen also nicht nur die Seelöwen dort. Rückte meine Schwester ein paar Zentimeter weg, rückte die Dame sofort nach um weiter kuscheln zu können. Auch auf den Hinweis hin, dass Schwesterherz nicht so viel Körperkontakt zu ihr halten wolle, reagierte sie gelassen und rückte noch dichter an sie heran. Die gegenübersitzenden Passagiere grinsten und feixten schon, wenn sie das Drama wieder mitbekamen und meine Schwester schmiedete innerlich Pläne, wie sie sich am elegantesten von der anhänglichen Dame befreien könnte… Sich mal eben wegsetzen geht ja je nach Wellengang und Geschwindigkeit auch nicht unbedingt…

Eine Seefahrt, die ist lustig…
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Hier noch eine kleine Diashow von weiteren Galapagos Inselfotos, untermalt mit dem O-ton der Inseln bzw. bestimmter Küstenabschnitte. Ich finde das Geräusch so süß, das klingt fast wie Musik und hat so etwas rythmisches und gleichzeitig so etwas, was nach zufriedenen, satten, vollgefressenen, friedlichen Kreaturen klingt.

Und damit ist unsere kleine Exkursion auf die Galapagos Inseln auch schon wieder zu Ende. Meine beiden Reiseberichterstatter haben derweil immer noch keinen festen Boden unter ihren Füßen, befinden sich aber mittlerweile wieder über europäischem Hoheitsgebiet und steuern gerade die portugiesische Westküste an. Ganz frisches Foto bei flightradar24.com „geknipst“…

Bildquelle: flightradar24.com

Wir freuen uns natürlich alle auf viele spannende Reiseerlebnisse, die uns jetzt bald erzählt werden. Nur leider müssen wir das angesagte Grillen um eine Woche verschieben, weil Tochter und ich jetzt erstmal ein paar Tage verreisen. Ich hätte zu gern unsere eigene Reise verschoben, um alles noch sozusagen brühwarm zu erfahren, aber das ging leider nicht. Also dann eben eine Woche später…

Wie findet ihr die Geräuschkulisse, die man dort zu hören bekommt? Ich war ganz hin und weg. Geht es euch auch so? Oder ist das für euch einfach nur irgendein Gebrumme und Gegrunze!? Ich freue mich wie immer auf eure Kommentare!

4 KOMMENTARE

  1. Auf die Riesenschildkröten hatte ich schon gewartet – ist ja wirklich das erste, woran man beim Stichwort "Galapagos-Inseln" denkt.
    Wohin geht denn deine reise? Wünsche dir viel Spaß!
    LG
    Christiane

  2. Echsen und Schildkröten – so wie es sein muss wenn es um Glapagos geht. Eine beneidenswerte Tour! Wieder ganz tolle Bilder und du machst da tolles draus.

    LG Romy

  3. Sehr schöne Bilder! bei den Galapagos-Inseln bin ich wohl die Einzige, die zuerst an die Seelöwen denkt. Ich habe mal intensiv für meine Projekte über Robben recherchiert, und so blieb bei mir in diesem Fall auch zuerst dieser Meeressäuger hängen.

    Ich wünsche dir und deiner Tochter erholsame Tage!

    Sonnige Grüße
    Sandra

  4. Sind die Schildkröten eigentlich harmlos oder ist das nicht ganz ungefährlich da rumzulaufen?
    Über diese Art Friedhöfe habe ich mal eine Reportage gesehen. Sie sind bunt und es herrscht eine hohe Fluktuation, da sich viele die Kosten für die Gräber auf Dauer nicht leisten können. Es gibt in manchen ländern sogar Familien, die da wohnen!

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