Reise zum Äquator #2

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Man mag mich jetzt für verrückt erklären, aber ich habe gestern wirklich immer wieder geschaut, wie weit die beiden jetzt sind. Meinen gestrigen Artikel hatte ich ja in die Welt gejagt, als sie noch in Madrid waren und auf den Start des Anschlussflugs nach Quito/Ecuador warteten.

Bald nachdem sie gestartet waren und das Festland via Portugal überquert hatten, verlor ich die Maschine dann vom Schirm und entdeckte sie erst um einiges später wieder, als auch schon das berühmt-berüchtigte Bermudadreieck zu sehen war. Aber glücklicherweise ging die Route wohl unterhalb dieser Knackstelle vorbei.

Links sieht man die Bermudas und irgendwo liegt auch das berüchtigte Dreieck…
Quelle: flightradar24.com

Und auf einmal befand sich die Maschine dann schon über dem lateinamerikanischen Festland, nämlich über Venezuela. Hier mal noch eben auf der Karte ein wenig umhergewandert und mich gewundert, wie riesig Brasilien ist und wie winzig im Vergleich dazu Ecuador. Das war mir ehrlich gesagt vorher noch nie so richtig bewusst, weil ich vorher auch noch nie einen Grund hatte, mir das genauer anzuschauen. Also reisen bildet eben doch…

Endlich wieder festen Boden unter dem Triebwerk…
Quelle: flightradar24.com

Glücklicherweise besitzt auch Ecuador eine offizielle Flughafenwebsite, auf der ich dann schauen konnte, ob die eigentlich wissen, dass da demnächst mein Schwesterherz mitsamt Freund ankommt. Und sie wussten es – das hat mich doch irgendwie zutiefst beruhigt. Quito hat ja seit Feburar 2013 einen neuen Flughafen. Die haben es immerhin geschafft, ihren neuen Flughafen auch zu eröffnen und nicht nur zu verplanen und zu verbauen, wie das in manchen deutschen Hauptstädten so der Fall ist. Der alte Flughafen von Quito galt wohl als einer der gefährlichsten Flughäfen von Südamerika wie ich diesem Artikel von Spiegel Online entnehmen konnte. Gut, dass ich das alles nicht Wochen vorher wusste, sonst hätte sicherlich versucht, auf die Reisepläne Einfluss zu nehmen.

Hier sieht man mal die Größenverhältnisse der einzelnen Staaten und die Flugzeugdichte
Quelle: flightradar24.com

Oben rechts die Maschine, unten links der Zielflughafen – jetzt ist es nur noch eine Distanz wie etwa Stuttgart – Hamburg
Quelle: flightradar24.com

Als dann endlich der Status des Fluges von Madrid nach Quito auf „arrived“ geändert wurde, war ich wirklich beruhigt, dass alles soweit in Ordnung war. Ich schrieb noch kurz eine Message an die beiden, dass sie jetzt angekommen seien – nur für den Fall, dass sie das nicht mitbekommen haben sollten – und empfahl meiner Schwester doch einen Schal umzubinden, da es draußen 15° C habe und bewölkt sei. Ich weiß, sie liebt solche Ansagen über alles…

Endlich da!

Immerhin sind die Temperaturen dort wohl angenehmer als im brütend heißen Stuttgart. Das ist ja die reinste Sommerfrische dort – wenn’s nur nicht wo weit ab vom Schuss wäre.

Als ich bereits schon längst im Tiefschlaf war, bekam ich noch eine Nachricht, dass der Flug soweit ok war, nur die müffelnden britischen Teenies in der Reihe vor ihnen hätten ein wenig für Unbehagen gesorgt. Sie seien hundemüde und k.o., die Füße hätten ihr Volumen deutlich vergrößert. Außerdem waren sie schon essen – keine Ahnung wie es geschmeckt hat – und vielleicht bekäme sie am nächsten Tag neue Wanderschuhe. Da drücke ich mal die Daumen, dass sie welche bekommt, die dann auch passen, nicht drücken und keine Blasen wachsen lassen.

Als ich gestern nach Möglichkeiten bzw. Tipps suchte, wo man unterwegs oder vor Ort noch entsprechendes Schuhwerk kaufen kann, fand ich mit meiner Suchanfrage „Quito Wanderschuhe kaufen“ dann dass Modell Meindl Quito Lady XCR 680140 Damen Sportschuhe – Outdoor – was sicherlich bequem ist und auch mit GORE-TEX® ausgestattet ist. Aber ob der Schuh den Anforderungen genügt, wenn sie irgendwo auf irgendwelchen Hochebenen rumwandern, das weiß ich auch nicht. Sie machen ja keine Rucksacktour, sondern was die Anforderungen an die Geländegängigkeit betrifft, dürften die eher „light“ bis „medium“ sein.

Anders sieht das dann bei den Leuten aus, die wirklich zu Fuß durch die Anden marschieren. Die brauchen natürlich richtig stabile Trekkingschuhe und wer noch den einen oder anderen Sechstausender mitnehmen möchte, der hat ganz spezielle Ansprüche an seine Bergschuhe, wie Steigeisentauglichkeit und stabiles Fußbett, aber gleichzeitig flexiblem Schaft, damit beim Klettern der Fuß beweglich ist.

Jetzt bin ich gespannt, wann ich die nächste Message aus Ecuador bekomme. Morgen geht es dann hoffentlich weiter mit dem nächsten Blogbeitrag! Wart ihr schon mal im Gebirge wandern? Egal ob in den Dolomiten, in den Karpaten, in den Anden oder anderswo – was habt ihr für Schuhe dabei gehabt? Und wie weit nach oben habt ihr euch getraut? Ich freue mich auf eure Antworten in den Kommentaren!

3 Kommentare

  1. Das ist ja wirklich aufregend. Aber nein, du bist nicht verrückt, wir sitzen abends oft im Garten und schauen über die App, welcher Flieger gerade übers Haus fliegt, wohin er will etc. Das kann ganz schön interessant sein. Zum Flughafen sag ich nur: Wir können alles, nur nicht Flughafen!

    Urlaub kann nie schaden; mal ein paar Tage was anderes sehen und hören…

    LG Romy

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