Im Patio des Hotels lässt sich angenehm sitzen und speisen
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Die Abenteuer auf dem Schienenstrang mit der Andenbahn haben wir in der letzten Etappe erfolgreich hinter uns gebracht, außerdem die Überreste der Inkakultur bewundert. Mittlerweile hat mir meine Schwester wieder frische Bilder geschickt und die Reise geht weiter in die Stadt Cuenca, die auch als „Athen Ecuadors“ bezeichnet wird. Die Altstadt Cuencas wurde 1999 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Hier findet man noch gut erhaltene Beispiele des kolonialen Baustiles. Bekannt für seine weißen Häuser und die Kopfsteinpflaster, die wohl teilweise auch Knochen integriert haben, zieht Cuenca nicht nur Touristen an, sondern hat auch schon viele Dichter, Künstler und Schriftsteller hervorgebracht.

Auch hier wieder ein Meisterwerk moderner Tontechnik
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Die Schuhputzerjungen machen gerade Pause oder warten auf Kundschaft
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Beim Bummel durch die Altstadt fallen nicht nur die Schuhputzerjungs auf, die sich ein paar Münzen mit ihrer Dienstleistung verdienen, sondern auch der koloniale Baustil mit Säulen, filigranen Balkons und Rundbögen über Fenstern und Türen.

Deutsches Konsulat in Cuenca
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Selbst in so großer Entfernung begegnet einem hier der Bundesadler. In diesem prachtvollen Gebäude in Cuenca befindet sich das Deutsche Konsulat. Ein offizielles Merkblatt mit Adressen Deutscher Botschaften und Konsulate in Ecuador habe ich hier gefunden. Vielleicht ist es mal für den einen oder anderen hilfreich, das zu wissen oder hier zu finden.

Alte Apotheke in Cuenca
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

In dieser alten Apotheke in Cuenca gibt es deren hauseigene Limonade zu trinken. Woraus die besteht und wonach sie schmeckt ist mir leider unbekannt. Und wer dieser grüne Typ da im Vordergrund ist und ob der auch von der Limo gekostet hat, weiß ich leider auch nicht. Da fällt mir ein, wo ist eigentlich das Osterhasenkrakipoti?

Interessante Hausfassade in Cuenca
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Hier findet man prachtvolle Häuserfassaden mit Buntglasfenstern, filigranen Balkons mit schmiedeeisernen Brüstungen und mit glasierten Fließen gekachelte Häuserfronten. Auch hier fällt wieder auf, dass die Fenster und Türen alle einen Rundbogen oder wahlweise einen zwiebelförmigen Rundbogen haben. Das sieht wirklich interessant aus.

Pflasterarbeiten in Cuenca
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Diese Pflasterarbeiten sind auch interessant anzusehen. Abwechselnd werden sechseckig und rechteckig geformte Steingutfließen mit Flußkieseln, vielleicht auch Steinen vulkanischen Ursprungs und vermutlich Knochen verlegt. Zumindest sehen für mich die hellen Umrandungen der sechseckigen Fließen aus wie Wirbelscheiben. Oder wie seht ihr das?

Eingang zum Hostal Casa Inés Maria
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Lounge des Hostal Casa Inés Maria
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Im Hostal Casa Inés Maria haben meine beiden Auslandskorrespondenten hier in Cuenca gewohnt. Laut Aussage meiner Schwester ist das Hotel gut – im Telegrammstil erfuhr ich „schönes Hotel“ -, also dürfte das eine Empfehlung sein, wenn ihr mal in Cuenca seid, hier abzusteigen. Den Bildern der Webseite nach sieht es wirklich gut aus und auch hier findet man noch jede Menge Einblicke und Ausblicke, zum Beispiel durch die Buntglasfenster.

Altes Hutgeschäft in Cuenca – der Panama-Hut rechts oben würde mir gefallen
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Wer in Ecuador Urlaub macht, der wird wohl kaum an Ecuadors bekanntestem Produkt gleich nach Kaffee und Schokolade vorbeikommen: der Panama-Hut ist das Souvenir aus Ecuador, das einen allerorten als stil- und modebewussten Zeitgenossen auszeichnet und was sich auch bequem auf Kleinformat eingerollt im Koffer transportieren lässt. Außerdem wiegt so ein Teil nicht so viel wie eine steinerne Kultfigur im Stile der Inkas.

Und noch einmal Panama-Hüte im Schaufenster
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Auf die Panama-Hüte und deren Herstellung werde ich in einem gesonderten Beitrag noch näher eingehen. Hier erstmal nur der Blick ins Schaufenster mit Spiegelung und einem Überblick über die verschiedenen gängigen Modelle.

Patio
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Wieder ein stimmungsvoller Innenhof, aber ob der jetzt zum Hotel gehörte oder ob die beiden dort einfach nur zum essen waren entzieht sich bislang meiner Kenntnis. Also genießen wir einfach nur die fotografischen Eindrücke wie zum Beispiel auch die unten abgebildete Hausfassade mit diesen Aufbauten auf dem Dach. Ein Taubenschlag? Keine Ahnung, vielleicht weiß ja von euch jemand, was das sein soll.

Häuserfassade in Cuenca
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Hier kann man wohl Kaffee kaufen und ihn gleich durch die Kaffemühle jagen, damit man angenehm duftenden ecuadorianischen Hochlandkaffee mit nachhause tragen kann. Bin gespannt, ob mein Schwesterherz Kaffee und Schokolade mitbringt! Wäre ja naheliegend…

Kaffee kaufen in Cuenca/Ecuador
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Jetzt folgen noch ein paar Eindrücke vom Straßenmarkt in Cuenca. Ales schön bunt und es gibt viel zu sehen und natürlich auch einzukaufen. Da lässt es sich bestimmt schön durchschlendern, staunen, gucken, entdecken…

Straßenmarkt in Cuenca/Ecuador
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

…aber auch riechen, schmecken, verkosten in einer der vielen kleineren Lokale oder auch an den Garküchen. Was das wohl ist, was da vorne links auf der großen eisernen Pfanne liegt? Es hat doch wohl nicht zu Lebzeiten noch „cuy-cuy-cuy“ gemacht…

Landestypische Küche in Cuenca/Ecuador
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Hier kann man wohl Hülsenfrüchte aller Art kaufen und bei den Sonneschirmen dachte ich zunächst, sie seien von einer Firma, die so eine Gewürzsauce herstellt, die nach Liebstöckel schmeckt. Aber wenn man ganz genau hinschaut, dann steht da etwas anderes drauf… vielleicht die Übersetzung des uns bekannten Markennamens. Ich konnte jetzt auf die Schnelle nichts dazu finden, aber vielleicht weiß ja von euch jemand, ob das so ist!

Hülsenfrüchte in Hülle und Fülle
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Das, was da auf dem Bananenblatt rumliegt, haben die beiden gegessen. Ich vermute mal, das war der Rest, als meiner Schwester einfiel, das doch noch schnell zu fotografieren. Schließlich kann man ja auch ein wenig foodbloggen, wenn man in Lateinamerika unterwegs ist. Aber was das jetzt genau ist, wussten weder meine beiden Reisereporter noch kann ich das von hier aus identifizieren. Habt ihr vielleicht eine Idee?

Mahlzeit!
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Gegen Sonnenstich, Sonnenbrand und Hitzestau auf und im Kopf helfen bekanntermaßen luftige Kopfbedeckungen. Besonders gut sollen Panama-Hüte helfen, die durch die helle Farbe zum einen die Sonnenstrahlen reflektieren, zum anderen durch das sehr feine und luftige Strohgeflecht die Hitze gar nicht erst bis in die Hirnwindungen vordringen lassen. Man behält also damit in jeder Lebenssituation – oder in fast jeder – einen kühlen Kopf. Und chic sieht es außerdem aus – jedenfalls um Klassen besser als eine rote, schweißglänzende hitzige Birne.

Panama-Hut to go…
Foto: Nerakel von Liebstöckelschuh

Gefällt euch Cuenca genauso gut wie mir? Hier könnte ich mir auch vorstellen, ein paar Tage zu verbringen und die Stadt, die Märkte, kleinen Restaurants und die Läden zu entdecken. Mit Sicherheit das erste Stück, was ich mir dort kaufen würde, wäre ein Panama-Hut. So ein feiner Strohhut sieht einfach klasse aus und lässt sich gut zu verschiedenen Kleidungsstilen kombinieren. Würdet ihr auch so einen Hut tragen? Ich freue mich auf eure Kommentare – meine Schwester übrigens auch! Sie hat mir schon geschrieben, meine Berichte (Hilfe, sie liest mit!!!! Gerade gesehen, dass ich gestern 11 Seitenaufrufe aus Ecuador hatte…) seien geschrieben, als habe ich es selbst erlebt. Ich hoffe, das ist ein Kompliment und kein Vorwurf 😉

Also, wo war ich stehen geblieben? Achso, ja, Kommentare bitte hier unten eintragen… Danke!

2 KOMMENTARE

  1. Das muss ein Kompliment deiner SDchwester gewesen sein. Du berichtest wirklich so, dass man es fast "miterlebt" – ganz toll! Die Bilder, die deine Schwester "liefert" tragen natürlich auch dazu bei und sind jedesmal ein Genuss.
    Liebe Grüße
    Christiane

  2. Wieder ein toller Reisebericht. Da fühlt man sich wirklich mittendrin. Der gelbe Sonnenschirm, tja, da hatte ich den selben Gedanken wie du. Was da tatsächlich in der Pfanne liegt? Ich möchte es gar nicht wissen.

    Die eine Hausfasade und die Pflasterarbeiten sehen richtig toll aus.

    LG Romy

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