Sommerliches Grießflammerie mit Himbeeren

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Der Sommer soll jetzt angeblich mal für mehr als zwei Tage zurück sein und damit endet vorerst die Zeit, in der es einem nach heißen Eintöpfen oder deftigen Schmorgerichten gelüstet. Schaumermal wie lange die sommerlichen Temperaturen dieses Mal erhalten bleiben!

Sind sie nicht hübsch? Diesen Himbeeren kann man einfach nicht widerstehen!

Für mich ein Grund, einfach statt eines Hauptgerichtes nur mal eine kühle Süßspeise zu reichen, die für meine Vorstellungen ideal zu einem frei- oder samstäglichen Mittagessen passt. Wie wäre es mit einem gut gekühlten Grießflammerie mit Himbeeren auf Orangenkleister!? Das ist schön fruchtig, trägt nicht allzu sehr auf und kühlt von innen.

Was wohl in der Schüssel ist!?

 Für alle, die Lust bekommen haben das nachzubasteln, gibt es hier mein Rezept:

Wir brauchen


1/2 Liter Vollmilch
1 Prise Salz
eine ausgekratzte Vanilleschote
80 g Zucker
100 g Weichweizengrieß
1 Päckchen Vanillezucker mit echter Bourbonvanille
2 Eier


Saft von 2 Orangen
Stärke bzw. fast ein Päckchen Dr. Oetker Früchtefix
wer mag kann noch Orangenlikör reinkippen (ging bei mir nicht, wg. Kind)


ausreichend gewaschene reife Himbeeren (Menge nach Belieben)

Die Milch mit der Prise Salz und dem Vanillemark in einem Topf zum Kochen bringen. Währenddessen schnell den Grieß mit Zucker und Vanillezucker mischen und schon mal eine schöne kleinere Schüssel kalt ausspülen. Sobald die Milch kocht, aufpassen, dass sie nicht aus dem Topf hüpft. Schnell die Flamme ausschalten oder Topf von der Platte nehmen und die Grieß-Zucker-Mischung unter ständigem Rühren einrieseln lassen.

Dann stellen wir den Topf nochmal auf den Herd bzw. geben wieder Gas und köcheln diese blubbernde Masse unter Rühren kurz auf und bei kleiner Flamme ca. 5 Minuten weiter, bis sich eine breiige Konsistenz ergibt. Dann den Topf von der Flamme nehmen und sich den Eiern widmen.

Diese werden getrennt (eins ins Esszimmer, eins ins Badezimmer – höhöhö), also ich meine die werden zerlegt in ihre Einzelteile. Schale -> Abfall, Eiweiß -> Rührgefäß und Eigelb -> Grießbrei. Dann gleich mal die Eidotter gut in den warmen Grießbrei einarbeiten, am besten mit dem klassischen Rührlöffel.

Sieht ja schon mal gut aus!

Danach das Eiklar zu festem Eischnee schlagen und danach gut dem Grießbrei unterjubeln. Also einfach mit dem Rührlöffel unterheben, wie das so in der Fachsprache heißt. Am besten bis man keine Eischneereste mehr sehen kann.

Jetzt die Masse in die mit kaltem Wasser ausgespülte Schüssel füllen, abkühlen lassen und 2-3 Stunden zugedeckt in den Kühlschrank stellen. Zugedeckt deswegen, damit das Grießflammerie nicht anschließend die Aromen vom Limburger, Räucherlachs oder Knoblauchkäse angenommen hat.

Die Spannung steigt! Wird der Grießpudding in sich zusammen fallen oder stabil sein?

Wenn das Flammerie dann kalt ist, kann man nur hoffen, dass alles gut geht, wenn man es auf einen Teller stürzt. Dazu den Teller mit der Oberseite auf die Schüssel legen und schwungvoll das ganze Arrangement umdrehen. Dabei drauf achten, dass weder Teller noch Schüssel oder Grießpudding beim Umdrehen verloren gehen…

War zunächst mal ziemlich fest die Orangenkleistermasse…

Wenn’s geklappt hat, kurz inne halten und freuen. Danach die beiden Orangen ausquetschen und den gewonnenen Orangensaft mit Speisestärke oder Früchtefix so lange andicken, bis es eine streichfähige Kleistermasse geworden ist. Die Farbe sieht jedenfalls schon sehr gut aus. Man könnte natürlich auch einen anderen Fruchtsaft nehmen, ganz nach Belieben. Wer mag, kann zur Geschmacksverbesserung ein Schnapsgläschen Cointreau reinschütten – also in den Orangenkleister meine ich.

Wirkt in der Farbgestaltung irgendwie indisch. Vielleicht kann man auch Kurkuma nehmen…

Anschließend das gestürzte Flammerie damit einstreichen und danach schöne Muster mit den Himbeeren drauf legen. Schneckenförmig, strahlenförmig – egal wie. Jetzt schnell fotografieren und dann servieren, denn es kann sein, dass sich die Himbeeren sonst auf eine Rodelfahrt begeben und den Abhang runterrutschen. Das tut zwar dem Geschmack keinen Abbruch, aber dann hat man eben keine himbeerig belegte Kuppel mehr.

Wir hatten nur einen leichten Hauptgang verspeist und währenddessen sind die Beeren rodeln gegangen…
 

Das Grießflammerie gestaltet sich selbst – gefällt mir mit Rodelhimbeeren eigentlich noch besser!

Schmackhaft war es auf jeden Fall, auch wenn der Orangenkleister ein klein wenig nach Speisestärke geschmeckt hat. Da könnte man noch ein bißchen an der Rezeptur arbeiten. Vielleicht hat ja jemand eine Idee und könnte sie mir über die Kommentarfunktion mitteilen!?

  

4 Kommentare

  1. fein endlich mal jemand der auch Flammerie kennt;) die meissten meiner Bekannten schauen mich immer nur skeptisch an,"des ist doch Vanillepudding wie willst den denn selbst machen?"
    mit Himbeeren hab ich den noch nie gemacht,die isst leider ausser mir keiner,aberr mit Rahbarber oder Erdbeern ist der hier immer recht fix leer;)

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