Eigentlich habe ich ja viel mehr zu erzählen und bin schon seit ein paar Tagen hinterher. Aber jetzt momentan brennt mir eigentlich nur das Unwetter, was wir heute miterlebt haben unter den Nägeln.

Wir waren am späten Nachmittag noch bei jemandem zu Besuch in der Nähe von Tübingen und sahen schon, wie sich eine schwarze Wand immer mehr näherte. Schnell wurde die Wäsche ins Haus gerettet und kurze Zeit später kamen schon die ersten Eisbröckchen vom Himmel, die sich ruckzuck auf das Ausmaß von Tischtennisbällen auswuchsen.


Um die großflächigen Scheiben zu schützen wurden die Rollläden herunter gelassen, auch auf den Einwand hin, dass diese beschädigt werden könnten. Aber lieber kaputte Rollläden als zerdonnerte Fensterscheiben.

Und tatsächlich, nachdem das Unwetter endlich vorbei war, gingen alle Anwohner vor ihre Häuser um die Schäden zu begutachten: Zerdonnerte Vordächer, die teilweise wirklich nagelneu montiert und keine 14 Tage alt waren, zerdepperte Front- und Heckscheiben von Pkw, abgefallene Seitenspiegelverkleidungen, am Boden liegende Dachplatten, verdellte Autos und natürlich auch zerschossene Rolläden. Auch die Tomatenplantage eines Nachbarn war ganz übel zugerichtet, da wuchs dann eher Ketchup als Tomaten im Ganzen.

Ich hoffte nur ganz inständig, dass mein Kind, was wir erst heute nachmittag beim Zeltlager abgeliefert hatten, nicht auch in den Genuss so eines Unwetters gekommen ist. Das war nur mal eben so 30-40 km von unserem Unwetter entfernt. Laut Facebookmeldungen von heute abend sind sie aber bisher davon verschont geblieben. Hoffentlich bleiben sie auch weiterhin von solchen Hagelstürmen verschont!

20 KOMMENTARE

  1. Oh weh, da wird einem ja wirklich Angst. Wir organisieren hier auch oft Zeltlager, haben aber direkt an dem Platz eine stabile Rundhalle. Sollte mal was sein, kann man da Schutz finden. Ich drück die Daumen, dass das Unwetter an dem Zeltplatz vorüber zieht.

    LG Romy

    • Glücklicherweise ist dieses Wetter wohl am Zeltlager vorüber gegangen. Sie hatten heute nur etwas Regen, aber das ist ja dann nicht so wild. Vor Unwettern in freier Natur habe ich den allergrößten Respekt und ich hoffe, sollte nochmal eines dort aufkreuzen, dass die Kids dann möglichst schnell in Sicherheit gebracht werden.
      LG
      SvL

    • Da gehe ich von aus, zumal es sich beim Veranstalter jetzt nicht um irgendeinen Gemeindeverein handelt, der hin und wieder mal draußen übernachtet, sondern es wirklich Leute sind, die gerne und oft in der Natur sind. Ich nehme stark an, die haben das im Griff! Sonst hätte ich mein Kind auch nicht mitgehen lassen …
      LG
      SvL

  2. Oh je wenn man es nicht besser wüsste könnte man meinen das diese dicken Kugeln von einer Maschine (wie beim Tenis) rausgeschossen werden, ist ja wirklich grusselig. So große Hagelkörner habe ich noch nie gesehen. Drücke dir auch die Daumen das das Zeltlager Deiner Tochter verschont geblieben ist.
    Liebe Grüße
    Sandra

    • Der Vergleich ist gut, rausgeschossene Tennisbälle 😉 … aber gruselig ist es schon und wie ich mittlerweile weiß, waren das gestern noch nicht einmal die größten Eisbälle! Andernorts war es wohl noch schlimmer!
      LG
      SvL

  3. Uff, da wird einem ja Angst und Bange bei…will auch garnicht wissen, wie viele Tiere getroffen oder gar erschlagen wurden bei den riesigen Eisbällen, schlimm!
    Ich drücke ebenfalls fest die Daumen, dass das Unwetter nicht zum Zeltplatz wollte!

    LG

    • Danke, das Daumen drücken hat etwas genützt! Das Zeltlager blieb vom Unwetter verschont. Das gehört ja schon seit Wochen zu meinen momentan gepflegten Urängsten, dass ein Gewitter oder Hagelsturm in kurzer Zeit das ganze Ferienlager platt macht… und klar, die Tiere haben es da auch nicht leicht, vor allem wenn sie auf einer eingezäunten Weide sind oder sonst wie an der Flucht gehindert werden. Ich denke wild lebende Tiere spüren das rechtzeitig und können entsprechend Unterschlupf suchen.
      LG
      SvL

  4. Ohhhaa, das sind ja die reinsten Eisgeschosse die da von Himmel fielen. Wir hatten heuer leider auch schon einen Hagelschaden, beim Dach von unserem Carport.:( lg Gabi

  5. Huhu,

    das finde ich total erschreckend, solche riesigen Hagelkörner. Wir hatten es vor ein paar Wochen bei uns in der Gegend. Glücklicherweise wurden unsere Sachen der Familie verschont, aber da steckst du ja nicht drinnen. Bei guten Freunden war das Auto total verbeult durch diese riesigen Hagelkörner. Das ist echt Wahnsinn, wie sich das Wetter verändert. -.-

    Lieben Gruß,
    Ruby

    • Und das waren wohl noch nicht einmal die größten Eisbömbchen. Ich habe Bilder aus dem Norden gesehen, da waren diese Eiskugeln noch viel größer, eher Tennisballgröße. So ein Ding will ich nicht auf den Kopf kriegen! Ich überlege mir schon, was machen eigentlich Wanderer, die von so einem Wetter überrascht werden? Je nach Situation ist dann evtl. kein Unterstand da… gruselig!
      LG
      SvL

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