Big Days – erster Urlaub mit Tante und Onkel auf Sardinien

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Mittlerweile sind die Pfingstferien schon wieder vorüber, das Kind geht seit gestern wieder in die Schule und wir befinden uns auf der Zielgeraden zu den Sommerferien. Ja, als Schüler und als Eltern hangelt man sich immer von einem Ferientermin zum nächsten. Schließlich will da ja vieles geplant sein.
Eine Nacht bei der Tante und am nächsten Morgen in aller Frühe flog sie ab
Wie fliegt das Flugzeug nach Sardinien?

Zum Glück hat meine Tochter so eine liebe Tante, die sie dieses Jahr zu einer richtig großen Reise eingeladen hat. Zum Geburtstag bekam das Kind die Reisebestätigung mitsamt einem Reiseführer für einen einwöchigen Urlaub auf Sardinien. Traumhaft, da war ich zum Beispiel noch nie!
Wir nahmen natürlich an, dass auf Sardinien an der Costa Smeralda die Temperaturen etwas angenehmer sind als hier in Deutschland, vor allem an Pfingsten. Man dachte, es sei noch nicht zu heiß, aber doch schon möglicherweise warm genug um im Meer zu baden.
Also wurden in den Koffer natürlich in erster Linie leichte Klamotten gepackt und mit dabei waren die Sneakers von Primigi mit der Innenausstattung aus GORE-TEX®, die ich ja hier schon mal ausführlich beschrieben habe. Außerdem ein Paar Badelatschen und ein Paar Sandalen. Damit, dachte ich, wird sie rundum durch den Urlaub kommen und für jedes mögliche Outfit das passende Paar Schuhe haben.
Ein Wunder, dass die nicht zusammenstoßen und abstürzen.
Dank Internet kann man heutzutage die Flugreise von zuhause aus beobachten
Obwohl meine Schwester die Reise so gebucht hatte, dass der Abflug von Stuttgart nach Olbia normalerweise erst Sonntagmittag hätte stattfinden sollen, wurde es dank einer kurzfristigen Änderung dann doch ein Flug in aller Herrgottsfrüh. Deswegen verbrachte meine Tochter auch eine Nacht vorher schon bei ihrer Tante, damit sie dann rechtzeitig um fünf Uhr morgens am Flughafen zum Einchecken sein konnten.
Wir zuhause waren natürlich aufgeregt und ließen es uns nicht nehmen, beim Flug zumindest gedanklich und rein virtuell dabei zu sein. Ab kurz vor sieben saß ich vor dem Computer – mein Vater machte übrigens bei sich zuhause genau das gleiche – und beobachtete zum einen die Abflugdaten auf der Flughafen-Website und zum anderen gleich nach dem Start den Flug selbst. Da gibt es diese tolle Seite www.flightradar24.com, auf der man sehen kann, wo sich das betreffende Flugzeug gerade befindet und in welcher Höhe es mit welcher Geschwindigkeit fliegt. Da saß ich dann auf meinem Beobachtungsposten sowohl beim Hin- als auch beim Rückflug. Man möchte ja schließlich sicher sein, dass der Pilot richtig fliegt…
auch wenn der Putz bröckelt - dolce vita überall
Staßencafé auf Sardinien – so könnte es hier auch schon in den dreißiger Jahren ausgesehen haben
Kaum waren sie gelandet, erhielt ich auch schon die Meldung per SMS, dass sie gut angekommen sind. Meine lapidare Antwort „Ich weiß…“ – schließlich wusste ich es ja auch dank meiner Observation. Die Meldung zum Wetter war hingegen etwas ernüchternd: Kein Badewetter, kaum wärmer als Stuttgart und sehr windig. Oh, da hatte ich wohl zu viele sommerliche Klamotten eingepackt. Naja, dann muss das Kind eben Schichten anziehen und im Zwiebellook an der Costa Smeralda entlang flanieren. 
Fels in der Brandung vor Sardinien
Die Wege entlang der Steilküste sind nichts für schwache Nerven
Aber so ein mäßiges Wetter hat natürlich auch Vorteile. Man kann mehr von Land und Leuten kennen lernen und mit dem Mietwagen mal die verschiedenen Ecken der Gegend erkundigen. Mal führte der Weg zur Steilküste und zu einer atemberaubenden Brandung. 
sieht fast so aus wie die Obstbäume im Remstal
Korkeichen liefern das Material für sardische Volkskunst und natürlich für Weinkorken
Mal ging es ein Stück ins Innere der Insel zu Korkeichenhainen oder quer durch die felsige mit Macchia bewachsene Landschaft. Da war ich im Nachhinein natürlich froh, dass sie gute Schuhe dabei hatte, mit denen man sehr geländegängig überall unterwegs sein konnte. Egal ob auf felsigem Untergrund, auf Sand oder einfach auf den teilweise maroden Straßen – ihre Sneakers begleiteten sie überall hin. Die Tochter fand dann übrigens mal wieder einen etwas größeren Knochen (siehe Collage von der Brandung, mittleres Bild unten), den sie aber zu meiner großen Freude im Hotel vergaß. Das wäre sonst bestimmt lustig und ein unvergessener Moment während der Gepäckkontrolle in der Abfertigungshalle auf dem Heimflug geworden.
Wenn ich mir so die Fotos von der Steilküste und den Aufnahmewinkel anschaue, da könnte es mir direkt im Nachhinein noch schlecht werden. Ich hoffe ja nur, dass das Kind einen sicheren Standort so kurz oberhalb des Abgrundes und über der tosenden Brandung hatte! Meine Fantasie geht da durchaus gerne mal mit mir durch…
 
Die Spuren der Geschichte findet man auch heute noch
Ein Galgen und eine Steinschleuder an der sardischen Küste
Spannend waren sicherlich auch die Besichtigungen geschichtsträchtiger Orte, die von einer immer wieder erbittert umkämpften Insel erzählen. Da gab es dann entlang der Festungsmauern so archaische Geräte wie die Steinschleuder zu sehen oder aber den zum Gruseln anmutenden Galgen, an welchem den Delinquenten früher eine unumkehrbare Vollstreckung erwartete.
Frische Fische, Frutti di Mare und für Kinder auch Pasta und Pizza
Der Oktopus kringelt sich auf dem Teller und die Fische warten auf Gäste
Was wirklich uneingeschränkt gut war, war das Essen auf Sardinien. Meine Tocher schwärmte von leckerer Pasta, ihre Tante und ihr Onkel hingegen hielten sich lieber an Meeresgetiere in jeglicher Form und Konsistenz. Ganz entzückend finde ich zum Beispiel, wie der Octopus an cremiger Kartoffelsoße mit zwei eiförmig geschnittenen Karotten serviert wurde. Das Kind hat leider so gut wie keinen Fisch gegessen, auch wenn es gerne mit der riesigen Ausbeute im Lokal fotografiert werden wollte wie ein Großwildjäger.
Hoffentlich klaut keiner die Schuhe!
Da stehen ein paar verlassene Sneakers von PRIMIGI am Strand…
Mitunter war es für die ganz hartgesottenen wohl auch warm genug, mal ins Wasser zu gehen. Meine Tochter hatte recht schnell Anschluss im Hotel an eine andere Familie mit gleichaltrigem Kind gefunden und die beiden sind dann wohl trotz sehr erfrischender Wassertemperaturen des öfteren baden gegangen. Meistens freiwillig, mein Kind am vorletzten Tag dann auch mal unfreiwillig in ganzer Montur, als sie Frösche aus dem hoteleigenen Pool fingen und der gefangene Frosch von der Hand meiner Tochter einen Köpfer zurück in den Pool machte und mein Kind vor lauter Schreck gleich hinterher… Aber zum Glück kann sie schwimmen und konnte sich so trotz ihrer nassen schweren Klamotten und Sneakers wieder an den Beckenrand retten und tropfnass wie ein begossener Pudel aussteigen.
Die Süße hat gut lachen mit den neuen Klamotten
Alles neu macht der Mai – zumindest wenn man mit Onkel und Tante auf Sardinien ist
 Dafür gab’s dann von der Tante neue Schuhe, die in erster Linie trocken waren und passend dazu gleich ein neues Outfit. Da hat es sich wirklich gelohnt, mal ins Wasser zu fallen!
Hafen an der Costa Smeralda
Woher weiß das Kind nur, wie man sich als Tourist zu kleiden hat?
Übrigens, die überwältigenden Landschaftsaufnahmen hat meine Tochter gemacht, die Aufnahmen vom Kind machte meine Schwester. Und ich habe die wunderschönen Collagen gebastelt sowie die Urlaubsstimmung in die Bilder gezaubert 😉
Wart ihr in den Pfingstferien auch verreist? Oder wart ihr schon einmal auf Sardinien? Verratet es mir im Kommentar!

6 Kommentare

  1. wir waren in den pfingstferien nicht verreist,celina ist mir für soetwas mit ihren 6 monaten noch etwas zu klein,aber deine tollen bilder können bei einem echt das fernweh aufkommen lassen

    • Sechs Monate wäre mir allerdings auch zu jung um das Kind auf eine Flugreise mitzunehmen. Da hat a) das Kind noch nichts davon und b) finde ich es für die Eltern ziemlich stressig. Da reicht auch noch ein gemütlicher Heimaturlaub, 1-2 Autostunden von zuhause entfernt…

  2. Ich war über Pfingsten leider auch nicht weg. Aber ich war vor einigen Jahren auch schon auf Sardinien und es ist dort wunderschön! Gelandet bin ich auch in Olbia aber von meine Cousine abgeholt worden und dann zum anderen Ende der Insel gefahren (Cagliara). Diese Insel und das essen ist echt ein Traum und wenn es dann noch wärmer ist sind die Strände wunderschön.

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