Kaum ist das Kind aus dem Haus, schon tanzt die Mutter nicht nur auf dem Tisch, sondern auch noch gänzlich aus der Reihe. Schließlich hat man ja einen gewissen Nachholbedarf an zum Beispiel langen Abenden außer Haus (direkt am Samstag gleich erledigt), endlich mal ungestört den ganzen Sonntag verbummeln (gestern erledigt) und auch mal wieder richtig gewürzt zu essen, ohne dass jemand hyperventilierend gegenüber sitzt und empört rumschreit krächzt, dass man das Zeug nicht essen kann, weil angeblich zwei Pfefferkörner zuviel drin sind…

Also machte ich mir heute die drei Pfund Spargel, die ich schon am Samstag gekauft hatte und seitdem bei etwas über 0° C frischgehalten hatte. Spargel satt, ausnahmsweise mal den weißen und nicht den grünen! Kartoffeln wollte ich nicht dazu, bei drei Pfund Asparagus braucht man auch keine extra Sättigungsbeilage. Aber ich hatte noch ein paar hundert Gramm Tiefseegarnelen im Froster, die dann auch dran glauben durften.

Wenn man allein ist, dann kann man endlich mal in Ruhe experimentieren. Schließlich läuft man nicht Gefahr angemosert zu werden. Also schälte ich erstmal die drei Pfund von den weißen Stangen, gab einen Schuss Olivenöl in den Wok und schnibbelte den Spargel hinein. Dann direkt bei mittlerer Hitze und unter regelmäßigem Umschichten angebraten.

Zwischendurch eine fette Knoblauchzehe geschält und in den Wok reingeschnibbelt. Anschließend noch eine schöne rote Chilischote auseinander genommen, Kerne entfernt, klein gehackt und dazu gegeben. Die Garnelen en bloc in den Wok geschmissen, eine kleine, am Baum gereifte portugiesische Zitrone dazu gepresst (schluck) und hin und wieder umgerührt.

Einen winzigen Schluck flüssige Sahne dazu gekippt, schön gesalzen und gepfeffert und anschließend pur und ohne Beilage und mutterseelenallein gegessen. Drei Pfund Spargel mit ca. 300 g Garnelen! Lecker war’s!

Der Zitronensaft gab dem ganzen etwas fruchtiges, die Chilischote mitsamt dem gemahlenen Pfeffer eine angenehme Schärfe ohne jedoch den Spargelgeschmack zu überdecken. Der Knoblauch machte das Gericht schön würzig und die Garnelen waren die notwendige Portion Eiweiß! Ich muss schon sagen, das Experiment ist mir gelungen und vielleicht mache ich mir demnächst das Spargelpfännchen gleich nochmal!

Wie sieht es bei Euch aus? Mögt ihr Spargel? Und wenn ja, wie bereitet ihr ihn zu?

Übrigens, der 100. Kommentar wurde noch nicht geschrieben! Es gibt etwas zu gewinnen. Was das ist, das seht ihr hier. Also alle nochmal richtig in die Tasten hauen, damit ich das Zeug auch verschicken kann! Für die nächste Runde habe ich nämlich schon etwas auf Lager, aber das kommt eben erst dran, wenn die erste Runde erfolgreich abgeschlossen wurde …

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