Lauwarmer grüner Spargel an Blattsalat mit Radieschen und hartgekochten Eiern, das war unser Abendessen am 1. Mai. Einfach, frühlingshaft, saisongerecht und schmackhaft. Dazu hätte man Baguette verspeisen können, aber es war so eine Menge Salat, dass wir auf die Zugabe von einer extra Portion Kohlehydrate durchaus verzichten konnten. Die gab es dann eben zum Nachtisch.

Spargel gibt es ja mittlerweile in allen Varianten, weiß, grün, violett, dick, dünn, zart und holzig. Der Auswahl sind hier keine Grenzen gesetzt. Ich entschied mich für den zarten, grünen Spargel, den ich mittlerweile dem weißen vorziehe.

Früher gab es bei uns Spargel während der Saison immer ganz klassisch: weißer Stangenspargel mit Salzkartoffeln, gekochtem Schinken und zerlaufener Butter. Und das zu Saisonzeiten gefühlt jedes Wochenende, bis einem wirklich spätestens zum Johannistag der Spargel aus den Ohren rauskam. Dieser Tag ist dann auch das Ende der Saison, zumindest hierzulande.

Mittlerweile mag ich den Spargel wie bereits erwähnt lieber in grün und lieber kurz angebraten als in Wasser gegart. Deswegen gab es vorgestern auch auf Basis von grünem Spargel einen frühlingshaften Salat mit leichter farblicher Auflockerung durch Radiesschen und hartgekochten Eiern.

Wer diesen Salat nachbasteln möchte, hier ist unser Rezept. Hat gut gereicht für 2 Erwachsene und ein gut essendes Kind, zum Sattwerden ohne weitere Beilage, wenn man mal vom Nachtisch absieht.

Wir brauchen


3 Romana Salatherzen oder anderen grünen Salat
2 Pfund grünen Spargel
1 Bund Radieschen
1 Bund Frühlingszwiebeln
1-2 Knoblauchzehen
2 von 6 hartgekochten Eiern (die restlichen gibt man tags drauf zum Vesper mit bzw. isst sie selber)
Olivenöl
(Walnuss)essig
Salz
Pfeffer
mediterrane Kräuter oder mediterranes Gewürzsalz aus der Mühle
große Salatschüssel
geräumige Pfanne (z. B. Wok)

Also fangen wir rechtzeitig an, schon mal den grünen Salat zu putzen. Der 1. Mai war für mich zwar der Einstieg in die Spargelsaison, aber gleichzeitig auch der Ausstieg aus der Grüner-Salat-Saison. Warum? Weil er mir jetzt zu lebendig wird insgesamt und mich das beim Putzen zu sehr nervt, wenn ich immer schauen muss, ob da noch Majoran mit sechs Beinchen rumkrabbelt. Warum Majoran mit sechs Beinchen? Das wollte man uns mal in einem Schullandheim so verkaufen, dass die mitgekochten Läuse im Blumenkohl Majoran seien… aber das ist eine andere Geschichte.
 

Anschließend werden die Radieschen vorbereitet, putzen, waschen und in Scheiben schneiden oder stifteln oder würfeln, ganz nach Lust und Laune. Dann kann man schon mal die Eier hartkochen und währenddessen den Spargel putzen. Einfach die holzigen Enden abschneiden, ein wenig im unteren Bereich schälen und jede Stange in drei bis vier Teile schneiden.

Der Wok mit Olivenöl steht schon auf dem Herd, der kleingeschnittene Spargel wird hinzugegeben und dann unter regelmäßigem Aufmischen und Umschichten bissfest gegart. Zwischendurch mal kurz die Frühlingszwiebeln putzen, in kleine Ringe schneiden und zum Spargel dazu geben. Genauso den Knoblauch, nachdem er geschält und kleingehackt wurde. Alles nochmal gut durchmischen und kurz weiterbraten, dann vom Feuer nehmen bevor der Spargel schwarz oder weich wird.

Der grüne Salat wird jetzt zusammen mit den Radieschen, Salz, Essig und Öl angemacht, wer mag und hat, kann gerne auch frische Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch darüber geben.

Den noch warmen Spargel würzen wir mit Salz, Pfeffer und mediterranen Kräutern und geben ihn dann auf das Bett aus grünem Salat. Ganz oben drauf kommen dann die geviertelten Eier und danach werden wir das Arrangement auch nicht mehr durchmischen, weil sonst die Eier flöten gehen und in kleine Stücke zerbrechen.

So, jetzt heißt es nur noch: servieren, genießen und lasst es euch schmecken!

Dazu haben wir einen leichten Chablis getrunken, hat sehr gut gepasst.

Mögt ihr auch Spargel? Wenn ja, wie esst ihr ihn am liebsten?

1 KOMMENTAR

  1. Das sieht aber lecker aus ,werde ich mir merken und in den schönen Sommertagen meinen Gästen machen ,mal schauen wie uns der Salat schmecken wird.

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