Heute hatten Wilhelm und ich viel Spaß – und das, obwohl ich gestern erfahren musste, dass Wilhelmine nun in den Weiten der Prärie im gestreckten Galopp von dannen zog. Dann wird es wohl vorerst nichts mit dem Nachwuchs.

Wilhelm guckt wie ein Eichhörnchen

Aber davon wollte ich jetzt gar nicht erzählen, sondern eher davon, was Wilhelm und ich heute so vormittags getrieben haben. Wir hatten eine riesige Fotosession. Ich muss schon sagen, er ist ein wirkliches Top Model. Heidi hätte bestimmt ihre helle Freude an ihm!

Sehr fotogen vor rotem Hintergrund (Kühlschrank ^^)

Ich kaufte heute morgen extra für ihn ein Schälchen Erdbeeren, obwohl die eigentlich noch schmecken wie Kohlrabi. Von Erdbeeraroma noch so gut wie keine Spur. Ich nehme an, das Aroma hat er auch gesucht, deswegen blieb die Frucht auch so gut wie unangetastet.

Wilhelm macht einen auf Luis Trenker

Die restlichen Erdbeeren wollte ich dann aber irgendwie verarbeiten und nicht so lange in den Kühlschrank stellen, bis sie sich zu grauen Pelztierchen entwickeln. Also dachte ich, ich mach mal einen Grießbrei nach Art des Foodbloggers und setze außerdem gleich Maßstäbe in der modernen Foodfotographie.

Wie kommt man jetzt schnellstens an die Erdbeere?

Beides ist mir außerordentlich gut gelungen, sowohl der Grießbrei als auch die innovative Foodlichtbildnerei. Ich sehe schon, das wird trendmäßig bald von der Landeshauptstadt nach New York, Tokio, Timbuktu und London transportiert werden. Die Magazine holen sich ja mittlerweile weltweit ihre Ideen von den Bloggern, nicht mehr umgekehrt.

Grießbrei ist nicht nur für Kleinkinder gut

Auch mein Rezept für den Grießbrei ist simpel, aber trendy. Absolut lifestylemäßig kredenzt in Weckgläsern und frei nach der Devise „mach’s einfach“. Ihr wollt das Rezept?

Also gut! Dann wollen wir mal…

Ihr braucht ungefähr

eine Schale Erdbeeren
1 l Vollmilch
3 EL Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker mit echter Bourbonvanille
125 g Weichweizengrieß
Kürbiskernöl oder Arganöl (Olivenöl bitte nur dann, wenn ihr den Grießbrei mit Ziegenmilch zubereitet)
4 Weckgläser
1 Wilhelm

Die Milch mit dem Zucker und dem Vanillezucker aufkochen. Eine Prise Salz hinzufügen, nach dem Aufkochen gleich vom Herd nehmen und dann den Grieß einrühren. Wieder auf die Flamme stellen, unter ständigem Rühren nochmals aufkochen und sobald es dick wird und anfängt zu wabern und Blasen zu bilden wie Lava, schnell wieder von der Flamme nehmen.

Essen ist fertig!

In der Zwischenzeit (höhöhö) die Erdbeeren waschen, putzen und klein schneiden und zunächst den Boden der Einmachgläser mit Erdbeeren bedecken. Dann eine Schicht Grießbrei einfüllen.

Die zweite Hälfte des Grießbreis mit Kürbiskernöl verfeinern. Das gibt eine schöne, frühlingshaft hellgrüne Färbung und schmeckt leicht nussig. Dann diese Masse ins Glas schichten und zu guter Letzt nochmal eine Lage geschnittene Erdbeeren drauf.

Wer möchte und wer hat, kann natürlich ganz oben noch geröstete Mandeln oder Pistazien drauf streuen. Nur ich hatte nicht und wollte dann auch nicht. Wer nicht will, der hat ja bekanntlich schon.

Gekühlt das ideale Sommerdessert oder als kleine Zwischenmahlzeit

Und jetzt entweder die Gläser verschließen und kalt stellen, bis am Abend die versammelte Mannschaft am Tisch sitzt und dann einen schönen Nachtisch genießen kann. Oder der Gier nachgeben und die Gläser im Laufe des Nachmittags selber leer futtern…

Natürlich kann man als absolute Krönung dann noch einen Wilhelm als Topping auf die Erdbeeren setzen. Da werden Mann und Kind aber Augen machen, wenn sie so ein außergewöhnliches Dessert serviert bekommen!

Ist er nicht süß wenn er so neugierig guckt!?

  

4 KOMMENTARE

    • Das glaube ich auch, dass das 'ne BIO-Schnecke ist. Aber gestern habe ich ihm/ihr frischen Salat aus konventionellem Anbau gegeben. Heute morgen war ein riesen Loch in einem Salatblatt und der Wilhelm war über alle Berge. Der ist heute nacht davon gerannt – bis jetzt konnte ich ihn noch nicht wieder einfangen ;-(

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