Seit ich meine Tochter habe und feststellen durfte, dass mit Kind die Zeit zuhause durchaus auch mal langweilig werden kann, habe ich mir eine Beschäftigung an Land gezogen, die man ausführen kann, während man ein Baby stillt, ein zahnendes Kleinkind tröstet oder während Kindergartenfreunde zu Besuch sind und durch die Wohnung toben.

Diese Tätigkeit, von der ich rede, bedarf nicht dauerhafter Konzentration am Stück wie beispielsweise programmieren oder texten, sondern man kann die einzelnen Aufgaben durchaus auch mit kurzen Unterbrechungen erfüllen, ohne dabei den Faden zu verlieren. Und man kann damit auch ein ganz nettes Taschengeld verdienen, das man als frischgebackene Mutter vermutlich komplett ins Kind investiert und später dann natürlich auch für andere Dinge gebrauchen kann.

Kinder werden mit zunehmendem Alter immer teurer

Übrigens muss man nicht unbedingt ein Kind haben, um dabei zu sein. Nein, man kann auch Single sein, RentnerIn oder verheiratet ohne Kind – es gibt eigentlich keine genauen Bedingungen – außer dass man eben einen internetfähigen Computer zur Verfügung hat.

So, genug um den heißen Brei geredet. Sicherlich wollt ihr jetzt wissen, womit ich früher das Windelgeld verdient habe. Ganz einfach: mit der Beantwortung von Umfragen im Bereich Marktforschung. Hier werden Leute jeglichen Alters gesucht, die je nach Zielgruppe zu Produkten des Alltags befragt werden.

Zum Beispiel zum Thema Windeln. Da werden dann natürlich Familien mit Babies und Kleinkindern gesucht. Oder man möchte wissen, wie ein bestimmter Haushaltsreiniger ankommt. Da ist die Zielgruppe sicherlich breit gefächert, denn die meisten dürften irgendwann mal mit einem Haushaltsreiniger in Berührung kommen. Oder sie möchten wissen, wie gut ein bestimmter Gebissreiniger gefällt. Auch hier ist klar, dass die Zielgruppe vermutlich keine 18-jährigen Abiturienten sein werden, sondern eher die Senioren angesprochen werden. Übrigens, mein Vater ist seit Jahren auch begeistert dabei und hat sich damit schon das eine oder andere Werkzeug verdient.

Ich habe damals sämtliche Umfragenportale selbst recherchiert und bin dabei auch das eine oder andere Mal auf die Nase gefallen. Damals gab es einfach noch keine Seiten wie zum Beispiel www.umfragenvergleich.at, wo man wirklich nur die seriösen Marktforschungsinstitute angeboten bekommt und nicht irgendwelche windigen Datensammler. So blieb es mir nicht erspart, auch manchmal nur einem Spamversender aufzusitzen oder aber für gesammelte Punkte nie einen Gutschein oder eine Prämie erhalten zu haben, wie versprochen. Wenn man aber weiß, welche Firmen seriös arbeiten, dann lohnt es sich durchaus, mal einen Blick zu riskieren.

Ich finde die Marktforschungsumfragen ideal, um sie abends noch zu erledigen oder während das Kind Hausaufgaben macht. Manchmal sind auch Umfragen über Spielzeug dabei, die dann meine Tochter mit größtem Vergnügen beantwortet. Hin und wieder bekomme ich auch ein Produkt zum testen geschickt, so dass ich nur noch selten Deos, Bodylotions oder Waschmittel kaufen muss.

Die Entlohnung für die Umfragen erfolgt je nach Marktforschungsinstitut in einem eigenen Punkteschlüssel. Die angesammelten Punkte können ab einer bestimmten Anzahl dann in Gutscheine oder Prämien eingetauscht werden oder bei manchen Anbietern auch per Überweisung auf dem Bankkonto landen.

Reich wird man davon nicht, eine Vollexistenz ist es auch nicht, aber man hat ein wenig mehr Spielraum für die kleinen Extrawünsche zwischendurch. Ich habe erst neulich einer Freundin diverse Marktforschungsinstitute empfohlen, da sie krankheitsbedingt länger zuhause sein muss. Damit fällt ihr dann wenigstens nicht die Decke auf den Kopf und sie hat noch einen kleinen Verdienst nebenher.

Übrigens kann es auch sein, dass man mal tage- bis wochenlang gar keine Umfrage bekommt, dafür dann später aber wieder gleich fünf am Tag. Es ist total unterschiedlich und man muss auch nicht jede Umfrage beantworten. Manche Themen liegen einem einfach nicht so sehr.

Aber insgesamt macht es Spaß, ist interessant und man erfährt oft früher als die anderen, was es für Neuigkeiten bei bestimmten Firmen bzw. Produkten gibt. Und nicht zu vergessen sind natürlich die Prämien und Gutscheine, die man erhält!
  

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