Auch wenn wir laut Wetterbericht schon wieder auf den nächsten Wintereinbruch zusteuern, so wollte ich doch heute ein vorösterliches Experiment wagen und einen Eierlikörkuchen backen. Das Rezept dafür habe ich auf der Seite von Verpoorten gefunden und für meine Bedürfnisse leicht abgewandelt.

Diese kleinen Eierlikörgugelhüpfer eignen sich auch gut für österliches Versteckspielen im Garten, vorausgesetzt der Finder ist kein allzu junger Hüpfer mehr und darf schon promillehaltigen Kuchen vernaschen. Für Kinder würde ich ihn jetzt nicht empfehlen, sonst kann es sein, dass die Kids auf einmal ganz ruhig werden und das Osterfest am liebsten Rausch ausschlafenderweise im Bett verbringen möchten. Entgegen meiner Annahme ist der Alkoholgehalt im Kuchen doch noch spürbar. Ich dachte, dieser verduftet dann bei der Hitze im Ofen. Aber Pustekuchen!


Ich habe jetzt eine Form mit 6 kleinen Gugelhupfmulden verwendet und einen großen Kaffeebecher, der den restlichen Teig aufnehmen musste und gerade so gereicht hat. Die Küchlein sind ganz schön aufgegangen und schmecken schön saftig und fluffig. Ich könnte mir auch vorstellen, diese Küchlein in Weckgläsern zu backen und dann hübsch mit österlichen Geschenkbändern in gelb, hellgrün und pink dekoriert zu verschenken.

Aber nun zum Rezept: Wir brauchen

5 Eier
150 g Puderzucker
2 Päckchen Vanillezucker mit echter Bourbonvanille
1 Prise Salz
250 ml Eierlikör
250 ml geschmacksneutrales Pflanzenöl
150 g Speisestärke
100 g Mehl
1 Päckchen Weinsteinpulver (Backtriebmittel)


ausgefettete Form, Puderzucker zum berieseln

Erstmal den Ofen auf ca. 190° C vorheizen und die Kuchenförmchen mit Butter oder Öl einpinseln.

Dann die Eier mit Puderzucker, Vanillezucker und Salz in einer Teigschüssel gut verquirlen und schaumig schlagen. Den Eierlikör erstmal probieren, dann den Viertelliter in den Teig rühren und weiter auf höchster Stufe schlagen. Anschließend das Öl reinlaufen lassen und weiter schlagen. Danach nochmal auf höchster Stufe richtig windelweich prügeln zwei bis drei Minuten schlagen, schlagen und nochmals schlagen. Warum heißt der eigentlich nicht Schlagkuchen oder Prügeleierkuchen?

Also, wenn wir damit fertig sind und diese Teigschlägerei seelisch verarbeitet haben, dann geht’s hurtig weiter. Das Mehl, die Speisestärke und das Backtriebmittel werden vermischt und dann über die flüssige Teigkomponente durch ein feines Sieb eingerieselt und vorsichtig mit dem Schneebesen untergejubelt.

Anschließend den Teig in die Förmchen füllen, am besten mit der Suppenkelle. Die Förmchen nicht ganz bis zum Anschlag mit dem Rührteig versehen, sondern ca. 2-3 cm vor dem Rand aufhören (bei mir passten 2 Suppenkellen voll Teig in eine Mulde). Der restliche Teig kommt dann zum Beispiel in eine ofenfeste Form wie bei mir der Kaffeepott.

Ab damit in die Röhre und ca. 35 Minuten backen lassen. Zahnstocherprobe nicht vergessen und wenn die Küchlein reif sind, dann direkt aus dem Ofen nehmen, fünf bis zehn Minuten in der Form ausdampfen lassen, stürzen und auf dem Kuchengitter auskühlen lassen. Wer möchte, kann Puderzucker durch ein Sieb drauf rieseln lassen oder aber zur Hälfte in eine Schokoglasur tauchen, sieht bestimmt auch witzig aus. Man könnte dann ja noch frühlingshaft bunte Zuckerdeko auf die Küchlein setzen – ganz nach Belieben.

Dazu gab es dann Kaffee und zum Foto ein Gläschen Eierlikör aus Omas böhmischen Bleikristall Likörschalen. Cheers!

2 KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here